Jeder Hundertste trägt ein erhöhtes Risiko für eine erbliche Tumorerkrankung

Symposium Banner

Gründungssymposium des ZET – Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen
München – Einer von 100 Menschen trägt in seinen Genen eine Mutation, die das Risiko für das Auftreten von erblichen Tumorerkrankungen stark erhöht. Tumorerkrankungen, die aufgrund dieser genetischen Veränderungen entstehen, treten oft vor dem 50. Lebensjahr auf, so dass die Vorsorgemaßnahmen für die Allgemeinbevölkerung, die ab dem 50. Lebensjahr empfohlen werden, hier nicht greifen. Die allermeisten Träger solcher genetischen Veränderungen haben weder über die eigene Anlageträgerschaft noch über die Möglichkeit einer intensivierten Früherkennung Kenntnis.

Anders als bei nicht-erblichen Tumorerkrankungen, etwa bedingt durch Nikotinabusus, kann das Risiko für erbliche Tumorerkrankungen mit einer Blutanalyse ermittelt werden. Sollte eine Risikoerhöhung vorliegen, können rechtzeitig geeignete Vorsorge- bzw. Früherkennungsmaßnahmen getroffen werden, die das Entstehen von Tumoren verhindern oder mit dem frühzeitigen Erkennen eine zeitnahe/rasche Behandlung/Therapie, mit dann in der Regel guter Prognose, in die Wege geleitet werden kann.

Um dem gesellschaftlich wichtigen Thema ein öffentliches Forum zu geben, hat das MGZ – Medizinisch Genetische Zentrum, eines der größten Praxen und Labore für Humangenetik in Deutschland, das ZET – Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen gegründet.
Ein Ziel des ZET ist die fachliche Unterstützung der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen bei der Betreuung von Patienten und Ratsuchenden mit manchmal sehr seltenen erblichen Tumorprädispositionen. Ein weiteres Ziel ist es, eine Anlaufstelle für Informationen und zur Beratung für Patienten, Ratsuchende und Familien zu sein, die auf Grund der Familienanamnese Sorge haben eine Risikoerhöhung für eine erbliche Tumorerkrankung zu tragen.

Das MGZ – Medizinisch Genetische Zentrum veranstaltet aus diesem Anlass ein Gründungssymposium des ZET mit renommierten nationalen und internationalen Referenten, die einen Überblick zu den aktuellen genetischen Erkenntnissen erblicher Brust- und Darmkrebserkrankungen geben. Hervorzuheben ist der Programmpunkt »Oxford Debatte«, bei dem wir eine spannende Diskussion über Vorteile und Nachteile eines Screenings von Tumorgenen erwarten.

Das Gründungssymposium des ZET – Zentrum für Erbliche Tumorerkrankungen findet am
Samstag, den 19. Januar 2019 ab 09:00 Uhr im Sofitel Munich Bayerpost (Bayerstraße 12, 80335 München) statt

Das detaillierte Programm und die Möglichkeit zur kostenfreien Anmeldung finden Sie auf unserer Webseite www.mgz-muenchen.de.

Cornelia Depner
MGZ – Medizinisch Genetisches Zentrum

cornelia.depner@mgz-muenchen.de

https://www.mgz-muenchen.de/veranstaltungskalender-detail/symposium-erbliche-tumorerkrankungen.html

Kommentar hinterlassen on "Jeder Hundertste trägt ein erhöhtes Risiko für eine erbliche Tumorerkrankung"

Hinterlasse einen Kommentar