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Bundespolizeidirektion München: Aus Sachbeschädigung wird Widerstand und Tätlicher Angriff: Glasscheiben von Informationstafeln am Bahnsteig zerstört

Ein 20-Jähriger zerstörte am S-Bahnhaltepunkt Pullach drei Informationstafeln. Einen Polizeibeamten, der dies bemerkte, griff er tätlich an und bespuckte ihn.
Pullach, Lkr. München (ots) –

Bereits am Donnerstagabend (10. Oktober) zerstörte ein 20-Jähriger drei Informationstafeln am S-Bahnhaltepunkt Pullach. Einen Polizeibeamten, der dies bemerkte, griff er tätlich an und bespuckte ihn.

Gegen 23:45 Uhr zerstörte ein 20-jähriger Deutscher am S-Bahnhaltepunkt Pullach mit einem Stein drei Informationstafeln. Zwei Männer, die am anderen Bahnsteigende auf die S-Bahn warteten, nahmen akustisch Geräusche zersplitterndes Glases wahr. Zudem erkannten sie zwei Personen, die mehrfach den Gleisbereich betraten und im Anschluss wieder auf den Bahnsteig zurückkehrten. Einer der beiden Beobachter, ein 42-jähriger Polizist, Angehöriger des Polizeipräsidiums München, erkannte, wie einer der beiden, ein 20-Jähriger aus Obergiesing, mit einem Schotterstein die Glasscheibe eines Schaukastens zerstörte. Der Beamte, in bürgerlicher Kleidung auf dem Nachhauseweg, begab sich zu dem Vandalen. Er gab sich als Polizeibeamter zu erkennen und zeigte auf Bitten des zweiten Mannes seinen Dienstausweis vor. Dieser befand sich in einer Ledermappe mit der Aufschrift „POLIZEI“ und einem Polizeistern.

Der 20-Jährige verhielt sich gegenüber dem Beamten aggressiv und statt den Anweisungen des Beamten Folge zu leisten, versuchte er ihm ins Gesicht zu schlagen. Der 42-Jährige unterband dies, brachte den Angreifer kontrolliert zu Boden und fixierte ihn dort. Am Boden drehte der Obergiesinger seinen Kopf in Richtung des Polizisten in Zivil und spuckte diesem ins Gesicht. Auch nach Eintreffen weiterer Streifen von Landes- und Bundespolizei verhielt sich der mit 2,18 Promille alkoholisierte Münchner äußerst unkooperativ und gegenüber den hinzukommenden Beamten respektlos.

Ermittlungen ergaben, dass drei von vier neben dem Wartehäuschen stehenden Schaukästen für Fahrpläne vollständig zerstört worden waren. Vor den Infotafeln konnte ein dort liegender Schotterstein aufgefunden und sichergestellt werden.

In wie weit der Begleiter des 20-Jährigen, ein 17-jähriger Truderinger, in die Sachbeschädigung involviert war, muss noch geklärt werden. Der Obergiesinger hatte angegeben nicht ungewöhnlich viel Alkohol konsumiert zu haben. Bei seinem Begleiter wurde ein Atemalkoholwert von 1,04 Promille festgestellt. Der 20-Jährige wies bei seiner Festnahme leichte Schnittverletzungen auf. Der Polizist blieb unverletzt.

Die Schadenshöhe für die beschädigten Schaukästen wird auf ca. 500 Euro geschätzt. Durch Langsamfahrten von Zügen durch den S-Bahnhaltepunkt Pullach kam es im Betrieb der Deutschen Bahn zu geringfügigen Verspätungen.

Gegen den 20-Jährigen wird von der Bundespolizei nun wegen Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Widerstand und Tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Er konnte nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen die Wache freien Fußes wieder verlassen.

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner Bundespolizeiinspektion München Arnulfstraße 1 a – 80335 München Telefon: 089 515 550 215 E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Der räumliche Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München mit dem Bundespolizeirevier München Ost und Diensträumen in Pasing und Freising umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Erding und Freising. Sie finden uns im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben Gleis 26. Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 – 111 zu erreichen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

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