Versicherung

DFSI-Studie „Die Zukunftssicherheit der deutschen Lebensversicherer“ 2021WWK Leben und Hannoversche sind die zukunftssichersten Gesellschaften

Köln (ots)

Können Deutschlands Lebensversicherer das Dauerzinstief überleben? Dieser Frage ging das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) auch in diesem Jahr detailliert nach. Für die Studie „Die Zukunftssicherheit der deutschen Lebensversicherer 2021“ wurden die 60 größten in Deutschland aktiven Lebensversicherer einem harten Fakten-Check unterzogen. Wie schon in den Vorjahren erwies sich die WWK Leben als der Service-Versicherer, der am besten für die Zukunft gerüstet ist. Bei den Direkt-Versicherern schnitt die Hannoversche am besten ab.

Die deutschen Lebensversicherer kommen einfach nicht in ruhiges Fahrwasser. Erst sanken die Zinsen in Folge der Finanz- und Staatsschuldenkrise in bis dahin unbekanntem Ausmaß. Und nun sorgt Corona dafür, dass die Zinsen auf Jahre hinaus niedrig bleiben. „Die bereits lange Zeit extrem niedrigen Zinsen gefährden das bisherige Geschäftsmodell der Lebensversicherer stark“, sagt DFSI-Geschäftsführer Thomas Lemke. „Und die Corona-Pandemie lässt eine nachhaltige Zinswende in noch weitere Ferne rücken.“ Mit gravierenden Folgen für die Branche: „Ich rechne angesichts der massiven Verwerfungen damit, dass ein paar Wettbewerber, die nicht gut gewirtschaftet haben, ausscheiden“, erklärte vor kurzem Oliver Bäte, der Chef des Marktführers Allianz.

Damit stellen sich zwangsläufig Fragen: Können die Lebensversicherer überhaupt überleben? Welche Lebensversicherer haben ihr Geschäft trotz anhaltendem Dauerzinstief zukunftsfest aufgestellt? Und welche nicht? Das DFSI hat daher – wie schon in den Vorjahren – eine Studie zur Zukunftssicherheit deutscher Lebensversicherer durchgeführt. Dabei wurden fünf Bereiche detailliert untersucht: die Substanzkraft jedes Lebensversicherers, seine Ertragsstärke, die Kundenzufriedenheit, die Bestandsicherheit sowie die Kundenperformance.

Die Ergebnisse sind dramatisch: Zwöf Lebensversicherer schaffen es nicht, die geforderten gesetzlichen Solvabilitätsquoten ohne Hilfe der derzeit noch zulässigen Übergangsmaßnahmen zu erreichen. Und 22 der 60 untersuchten Versicherer gelang es nicht, eine Rohüberschussmarge von mindestens 1,0 Prozent zu erwirtschaften. „Ein fatales Ergebnis für diese Gesellschaften, denn aus der Rohüberschussmarge werden die nicht garantierten Kundenüberschüsse bedient – und bei Versicherungs-Aktiengesellschaften auch die Aktionäre“, erläutert der Senior Analyst des DFSI, Sebastian Ewy. Verschärfend für Kunden von Versicherungs-AGs gibt es bei diesen AGs den Trend, den Aktionären immer größere Anteile des Rohüberschusses zukommen zu lassen. „Diese teils eklatante Bevorzugung wird oft durch eine Absenkung der Gewinnbeteiligung der Kunden erzielt,“ weiß DFSI-Geschäftsführer Thomas Lemke. In diesen Fällen gab es daher in der Studie Punktabzug.

Übrigens: Im Schnitt schütten die untersuchten Versicherer 2021 auf die angelegten Kundengelder eine Überschussbeteiligung von 2,04 Prozent aus. Nur bei zehn Gesellschaften lag diese Quote deutlich höher: Ihre Kunden bekommen 2,5 Prozent bis 3,0 Prozent. Am anderen Ende der Skala rangieren dagegen drei Versicherer mit Überschussbeteiligungen von lediglich 1,25 Prozent. Fatal für Neukunden, denn auch bei diesen Gesellschaften erhalten Kunden mit Altverträgen weiterhin die ihnen bei Abschluss garantierte Mindestverzinsung von bis zu 4,0 Prozent.

Doch nicht nur fehlende finanzielle Substanz und zu geringe Erträge bringen Versicherer in existenzielle Gefahr: Bei immer mehr Gesellschaften bluten zudem die Bestände aus. Lediglich bei 19 Service-Versicherern wächst der Bestand noch. Im Jahr 2017 stieg dagegen die Anzahl der Verträge noch bei 24 Service-Versicherern. „Eine äußerst bedenkliche Entwicklung“, findet DFSI-Studienleiter Ewy. „Den Versicherern laufen die Kunden weg.“ Etwas besser sieht es hier bei den vier Direkt- und Biometrie-Versicherern aus: Immerhin drei Gesellschaften verzeichnen steigende Vertragszahlen. Naturgemäß ist das bei den Run-Offs anders: Hier verringert sich bei jedem der fünf betrachteten Unternehmen die Zahl der Verträge.

JDC Group und Provinzial Konzern planen Kooperation für das Versicherungsgeschäft der Sparkassen im Privatkundenbereich

Wiesbaden (ots)

JDC und Provinzial unterzeichnen Absichtserklärung zur Abwicklung von Versicherungsprodukten außerhalb des Provinzial Produktangebots und planen Gründung eines Joint Venture.

Rund 100 Sparkassen sollen über das Joint Venture binnen fünf Jahren eine Million neue Privatkunden über den S-Versicherungsmanager und die JDC Plattform betreuen.

Erhebliches Umsatz- und Ergebniswachstum in den kommenden Jahren erwartet.

Die JDC Group AG und der Provinzial Konzern haben heute eine Absichtserklärung über eine umfassende Kooperation zur Abwicklung von ausgewählten Versicherungsprodukten über die Sparkassen im Geschäftsgebiet der Provinzial für Privatkunden unterzeichnet.

Über eine Schnittstelle zum Sparkassen-Versicherungsmanager (S-VM), einem IT-System der öffentlichen Versicherungsunternehmen für Sparkassen zur Vermittlung von Versicherungen an Privatkunden, sollen Versicherungsprodukte außerhalb des Provinzial Produktangebots auf der JDC-Plattform gebündelt werden.

Um die Relevanz und Nachhaltigkeit der Kooperation auch gesellschaftsrechtlich abzubilden, planen JDC und Provinzial deshalb, eine gemeinsame Gesellschaft als Joint Venture zu gründen.

Corona-Lockdown: Insolvenzrisiko nimmt 2021 in vielen deutschen Branchen massiv zu

Köln (ots)

Der internationale Kreditversicherer Atradius geht angesichts der weiter anhaltenden Corona-Pandemie von einem außerordentlich schweren Jahr 2021 für die deutsche Wirtschaft aus. Vor allem im Dienstleistungsgewerbe, der Textilwirtschaft und im stationären Einzelhandel hinterlässt der zweite Lockdown tiefe Spuren in den Bilanzen. Unternehmen, die in diese Sektoren liefern oder Dienstleistungen für sie erbringen, müssen sich auf deutlich mehr Zahlungsausfälle und Kundeninsolvenzen einstellen. Bei Atradius haben Unternehmen in den vergangenen Monaten, in denen die Unsicherheiten noch einmal deutlich zugenommen haben, vermehrt nach Versicherungsschutz für ihre offenen Forderungen nachgefragt.

Die immer massiveren Einschränkungen setzen vor allem Unternehmen in den Bereichen öffentlicher Transport, Tourismus, Veranstaltungen und Gastronomie unter Druck. Besonders schwer betroffen sind Hotels, Catering-Dienste, Restaurants, Cafés und Gaststätten, Event- und Messedienstleister sowie Reiseveranstalter und sonstige Tourismusdienstleister. Bei ihnen entstehen immer größere Liquiditätsengpässe, was die erhöhte Zahl der Nichtzahlungsmeldungen deutlich macht, die Kunden mit Abnehmern in diesen Bereichen in den vergangenen Wochen bei Atradius eingereicht haben. „Während die Einnahmen ausbleiben und oft nur unzureichend durch staatliche Hilfen kompensiert werden, laufen die Fixkosten wie Mieten, Löhne und Gehälter sowie andere vertragliche Verpflichtungen weiter“, sagt Frank Liebold, Country Director Deutschland von Atradius. „Wenn die staatlichen Hilfsgelder zurückgefahren werden und die Lockerung der Insolvenzantragspflicht endet, dürften die bereits erheblichen Unsicherheiten noch weiter zunehmen.“ Aufgrund der anhaltend extrem schwierigen Geschäftsumstände bei Event-, Tourismus- und Gastronomie-Unternehmen und des negativen Ausblicks auf das Jahr 2021 hat Atradius seine Risikobewertung für diese Firmen jetzt auf insgesamt „sehr hoch“ heraufgestuft. Der internationale Kreditversicherer rechnet damit, dass es in den kommenden Monaten bei Abnehmern in diesen Bereichen zu einer Zunahme der Zahlungsverzögerungen und Insolvenzen im zweistelligen Prozentbereich gegenüber den vergangenen Jahren kommt.

Automobilzulieferer, Metall und Maschinenbau: Zeichen stehen auf Sturm

Auch in der Industrie verursachen die anhaltend erschwerten Geschäftsbedingungen ein erhöhtes Forderungsausfallrisiko. Laut des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sind die Neuzulassungen von Pkw in Europa 2020 um 24 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Nur geringfügig kleiner war der Rückgang der Neuzulassungen in Deutschland (-19 % gegenüber 2019). Atradius rechnet damit, dass große Herstellermarken und Zulieferer die schwachen Verkaufszahlen dank ihres guten Zugangs zum Kapitalmarkt und ihrer finanziellen Polster noch relativ gut überstehen dürften. Demgegenüber geht der Kreditversicherer von einem weiteren Anstieg der Insolvenzen bei kleineren und mittleren Zulieferern infolge von Corona aus.

Der deutsche Maschinenbausektor ist in hohem Maße von der Nachfrage aus dem Ausland abhängig. Diese ist weiterhin verhalten angesichts der globalen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Atradius hat bereits in den vergangenen Wochen eine außerordentlich erhöhte Zahl an Schadenmeldungen von Kunden erhalten, die in die deutsche Maschinenbauindustrie liefern, und rechnet damit, dass dieser Trend in den kommenden Monaten weiter anhalten wird.

In der Metallbranche ist bereits seit 2019 ein steigendes Insolvenzrisiko zu beobachten aufgrund höherer Transport-, Arbeits- und Energiekosten, Überkapazitäten und starkem Wettbewerb. Die Corona-Pandemie hat die Lage noch verschärft, da sie zu einer rückläufigen Nachfrage geführt hat. Atradius rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg der Zahlungsausfälle und Insolvenzen von 5 bis 10 Prozent. Geringfügig besser ist die Lage bei den Stahlunternehmen, bedingt auch durch den Wiederanstieg der Preise. Dennoch geht Atradius auch hier von einem leichten Anstieg der Insolvenzen für 2021 aus.

Was kommt nun auf uns zu? AXA Future Risks Report zeigt Risiken der Zukunft auf

Köln (ots)

Seit nun rund zehn Monaten hat die Corona-Pandemie das öffentliche Leben im Griff. Mit jeder Verlängerung des Lockdowns und jeder neuen Maßnahme der Regierung wird der Ruf nach klaren Perspektiven für die Bevölkerung lauter. Trotz dieser schwerwiegenden anhaltenden Situation behalten die Deutschen in Sachen Wahrnehmung und Einschätzung von Risiken einen vergleichsweisen kühlen Kopf. Während in zahlreichen Ländern Pandemien und Infektionskrankheiten die Rangliste möglicher zukünftiger Risiken anführen, liegen diese in Deutschland erst auf Platz vier. 39 Prozent der befragten Experten schätzen Pandemien und Infektionskrankheiten als zukünftiges Risiko in Deutschland ein, im weltweiten Vergleich liegt der Wert bei weit über der Hälfte (56 Prozent). Die Plätze eins bis drei bilden in Deutschland der Klimawandel (70 Prozent), Cyberrisiken (51 Prozent) und geopolitische Instabilität (47 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt der AXA Future Risks Report, eine Studie zur Ermittlung der Wahrnehmung künftiger Risiken. Neben einer strukturierten Umfrage unter Experten wurde in der siebten Auflage des Reports erstmals die Gesamtbevölkerung repräsentativ befragt.

„Es gehört seit jeher zu unseren Kernaufgaben, mögliche Risiken in der Gesellschaft zu identifizieren und zu bewerten. Die weitsichtige Risikowahrnehmung der Deutschen in Sachen Klima- und Cyberrisiken stimmt uns dabei positiv. Gleichzeitig kann das hohe Sicherheitsgefühl der Bundesbürger in ihrem persönlichen Umfeld durchaus zu einer Fehleinschätzung alltäglicher Risiken führen“, kommentiert Alexander Vollert, CEO der AXA Konzern AG, die Studienergebnisse.

Das beträfe sowohl aktuelle unmittelbare Risiken wie die anhaltende Pandemie als auch gefühlt entferntere Risiken wie die konkreten Auswirkungen des Klimawandels oder Bedrohungen im Internet.

Je kleiner der Radius desto höher das Sicherheitsgefühl

Generali entwickelt in Kooperation mit Movendo eine zukunftsweisende Lösung zur robotergestützten Sturzprävention

München (ots)

Pro Jahr kommt es in Deutschland bei Menschen im Alter 65+ zu rund 6 Millionen Stürzen. 450.000 Menschen kommen nach einem Sturz sogar in ein Krankenhaus: Diese Zahlen belegen, wie verhängnisvoll Stürze sein können – vor allem im höheren Alter. Als lebenslanger Partner für ihre Kunden entwickelt die Generali Deutschland deshalb eine robotergestützte Lösung zur Sturzprävention in Zusammenarbeit mit Movendo Technology, dem Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ) und dem wissenschaftlichen Forschungspartner Deutsche Sporthochschule Köln.

INNOVATIVE PARTNER UND WISSENSCHAFTLICHE EXPERTISE

In einem ersten Schritt der Kooperation untersuchen die Generali Deutschland und ihre Partner, wie sich ein robotergestütztes Training bei Personen mit erhöhtem Sturzrisiko auswirkt. Dabei trainieren die Teilnehmer in FPZ-Therapiezentren mithilfe des Robotersystems „hunova“ des italienischen Unternehmens Movendo Technology, das durch seine technische Kompetenz neue Maßstäbe setzt. Ziel der Generali ist es, ihren Kunden individuelle Lösungen zur Sturzprävention anzubieten und die Anzahl der Stürze zu reduzieren. Nach einer Startphase in Deutschland soll das Projekt weltweit verbreitet werden.

Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG, betont: „Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg, um ein lebenslanger Partner für Kunden zu werden. Das bedeutet, neue Technologien zu nutzen und zukunftsweisende Lösungen für unsere Kunden und Vertriebsorganisationen zu entwickeln sowie unsere Versicherungs-, Präventions- und Assistance-Angebote weiter auszubauen. Mit dieser innovativen Partnerschaft ermöglichen wir den praktischen Einsatz des von Movendo Technology entwickelten Robotersystems ‚hunova‘ zum Nutzen unserer Kunden, mit einem besonderen Fokus auf ältere Menschen.“

DEVK will über einer Million Kunden Beiträge erstatten

Köln (ots)

Schon im Jahr 2020 hat der DEVK-Vorstand angekündigt, Versicherten einen Teil ihrer Beiträge zurückzuzahlen, wenn die Schadenentwicklung dies möglich macht. Der Kölner Versicherer hält Wort und plant, insgesamt mehr als 13 Millionen Euro auszuschütten.

Als einer von ganz wenigen Versicherern in Deutschland zahlt die DEVK ihren Kunden regelmäßig Beiträge zurück. So haben zuletzt hunderttausende Versicherte für das Geschäftsjahr 2019 eine Rückvergütung erhalten. „Wegen des coronabedingt günstigen Schadenverlaufs“, so DEVK-Chef Gottfried Rüßmann, „beabsichtigen wir, 2021 mehr als 13 Millionen Euro an über eine Million Kunden auszuzahlen“. Natürlich müsse der Aufsichtsrat noch zustimmen.

Ins Homeoffice wird nicht eingebrochen

Der Vorstandsvorsitzende stellt für Kunden im allgemeinen Markt eine Rückerstattung in der Kfz-Versicherung in Aussicht. Mitglieder der DEVK-Vereine wie Mitarbeiter der Deutschen Bahn sollen Beiträge aus der Hausratversicherung zurückbekommen. „Wir hatten 2020 weniger Autounfälle und weniger Hausratschäden als in den Vorjahren“, erklärt Rüßmann, „denn die Menschen sind viel mehr zu Hause geblieben als sonst und ins Homeoffice wird nicht eingebrochen.“

2020 war ein schadenarmes Jahr. „Wir möchten, dass unsere Versicherten auch etwas davon haben“, so der DEVK-Chef weiter. Deshalb wolle die DEVK ihre Mitglieder und Kunden an den geringeren Schadenaufwendungen teilhaben lassen. Spätestens mit der Beitragsrechnung fürs kommende Jahr erfahren die Versicherten, wie viel sie konkret zurückbekommen.

Fotos zur Pressemitteilung finden Sie hier: https://www.devk.de/presse/pressemitteilungen/pm_155648.jsp

Leistungsanträge in der Pflegeversicherung

Köln (ots)

In der Pflegeversicherung sind bezüglich der Leistungsanträge vielfältige Fristen durch den Gesetzgeber festgelegt. Diese betreffen zum Teil die Bearbeitung durch die Pflegeversicherung sowie auch den Pflegebedürftigen und seine Angehörigen. Eine Pflegeberatung kann Ratsuchende dabei unterstützen die Pflegesituation zu organisieren.

„Da Leistungen aus der Pflegeversicherung immer erst ab der Antragstellung erbracht werden, sollte ein entsprechender Antrag immer so früh wie möglich gestellt werden!“, teilt Florian Ziron, Pflegeberater bei compass private pflegeberatung, seine Erfahrung. Eine Antragstellung kann immer erfolgen, wenn von der potentiell pflegebedürftigen Person Hilfe im Alltag regelmäßig benötigt wird. Der Antrag kann formlos per E-Mail oder Fax und auch per Telefon bei der Pflegeversicherung gestellt werden. Die Pflegeversicherung sendet dann der Person, die Unterstützung benötigt, Antragsformulare per Post zu, die ausgefüllt und zurück geschickt werden müssen. In diesem Antrag können bereits erste Angaben dazu gemacht werden, welche Leistungen die pflegebedürftige Person zukünftig nutzen möchte.

Eine grundsätzliche Voraussetzung ist für den Leistungsantrag zu erfüllen: Die antragstellende Person muss innerhalb der vergangenen zehn Jahre mindestens zwei Jahre in der sozialen bzw. privaten Pflegeversicherung versichert gewesen sein. Bei Kindern gilt diese Bedingung als erfüllt, wenn mindestens ein Elternteil diese Voraussetzung erfüllt.

Nach der ersten Kontaktaufnahme muss die Pflegeversicherung bzw. die Pflegekasse dem Antragsteller innerhalb von 14 Tagen einen Termin für eine individuelle und neutrale Pflegeberatung anbieten. Pflegeberaterinnen und -berater unterstützen auch beim Ausfüllen der Antragsformulare.

Maximal 25 Arbeitstagen nach dem Eingang der vollständigen Antragsformulare muss die Pflegeversicherung die Entscheidung übermitteln, ob und gegebenenfalls welcher Pflegegrad vorliegt. Bei einem Aufenthalt im Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitationseinrichtung, in einem Hospiz oder während einer ambulant palliativen Versorgung muss die Begutachtung durch den zuständigen medizinischen Dienst innerhalb einer Woche sowie bei der Ankündigung der Inanspruchnahme von Pflegezeit innerhalb von zwei Wochen erfolgen. Ist diese Frist abgelaufen, muss die Pflegeversicherung bzw. Pflegekasse für jede begonnene Woche der Fristüberschreitung 70 Euro an die Antragstellerin beziehungsweise den Antragsteller zahlen. „Liegt das Begutachtungsergebnis vor und es entspricht nicht der jeweils eigenen Einschätzung, können innerhalb von 30 Tagen Einwände gegen diese Einstufung geltend gemacht werden.,“ ergänzt Florian Ziron. Wichtig ist, sich auf jeden Fall schriftlich innerhalb dieser Frist bei der Pflegeversicherung zu melden.

Auch für die Bewilligung einzelner Pflegeleistungen gelten Fristen. Einen Antrag auf ein Hilfsmittel muss die Pflegeversicherung bzw. -kasse beispielsweise seit dem 1. Januar 2021 innerhalb von fünf Wochen genehmigen oder ablehnen. Diese neue Frist trat mit dem Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege in Kraft. Kann die Pflegeversicherung oder Pflegekasse diese Frist nicht einhalten, muss sie dem Antragsteller die Gründe für die Fristüberschreitung schriftlich mitteilen. Liegt nach Ablauf der genannten Frist keine schriftliche Begründung vor, gilt der Antrag automatisch als bewilligt.

D&O-Versicherung: Lars Sapara leitet Vertrieb bei der VOV

Köln (ots)

Lars Sapara (44) verantwortet ab sofort den Vertrieb beim D&O-Anbieter VOV. In seiner neu geschaffenen Funktion soll Sapara das Kerngeschäft ausbauen und weitere Vermittler an das Unternehmen binden. „Wir wollen im D&O-Markt für Klein- und mittelständische Unternehmen weiter wachsen“, sagt Alexander Probst.

Im vergangenen Jahr 2020 haben immer mehr Vermittler D&O-Policen nachgefragt, um Vorstände und Geschäftsführer vor finanziellen Risiken zu schützen. Großschäden wie sie rund um den VW-Prozess und den Wirecard-Skandal entstanden sind, veranlassen die Führungskräfte auch in Klein- und mittelständischen Unternehmen dazu, sich stärker mit ihren persönlichen Haftungsrisiken zu beschäftigen. Deutschland gilt weltweit als eines der Länder mit den schärfsten Regeln, wenn es um die direkte Verantwortung von Managern geht. „Der DAX strahlt auf den Mittelstand ab“, erklärt VOV-Chef Probst. „Viele fragen sich, ob ihnen das auch passieren kann.“

Eine fahrlässig begangene Pflichtverletzung reicht bereits aus, um finanziell in Schwierigkeiten zu bekommen. Schlimmstenfalls haften Top-Entscheider mit ihrem gesamten Privatvermögen. „Kaum jemandem ist bewusst, dass nicht erst Vorsatz oder kriminelle Energie dazu führen, selbst haften zu müssen“, erklärt Probst. „Viele Geschäftsführer beschäftigen sich jetzt erst mit ihren persönlichen Risiken und fragen über ihre Vermittler bei uns nach einer D&O-Versicherung. Dafür schaffen wir eine neue Anlaufstelle. Ich freue mich sehr darüber, mit Lars Sapara einen versierten Underwriter mit dem richtigen Gespür für einen partnerschaftlich organisierten Vertrieb zurückgewonnen zu haben, der dieser Aufgabe gewachsen ist.“

Lars Sapara war bereits zwischen 2016 und 2019 bei der VOV tätig und hat den Standort Hamburg geleitet. Bis Ende 2020 wirkte der Jurist im Industrievertrieb des Rechtsschutzversicherers Roland als Senior Underwriter sowie zuvor bei verschiedenen Anbietern von Financial-Lines-Produkten und als Account Manager bei einem Spezialmakler der Ecclesia-Gruppe, der sich auf D&O-Versicherungen, Vermögenschadenhaftpflicht und Manager-Rechtschutz für beratende Berufe und das Management konzentriert.

Über die VOV:

Die VOV GmbH ist einer der führenden deutschen Anbieter von D&O-Versicherungen. Seit 1996 arbeitet die VOV als Managementgesellschaft für fünf namhafte Versicherer: Continentale Sachversicherung AG, Generali Deutschland Versicherung AG, HDI Global Specialty SE, Inter Allgemeine Versicherung AG und Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG. Die VOV GmbH mit Sitz in Köln ist zuständig für die Bearbeitung und Verwaltung des gesamten Geschäfts rund um Organhaftung und Managerservices. Mehr Informationen: https://vov-organhaftung.de.

Corona und Homeoffice: So können Betriebe jetzt die psychische Belastung ermitteln

Köln (ots)

Die Corona-Situation hat in vielen Betrieben zum Teil zu tiefgreifenden Veränderungen geführt. Die Arbeitsorganisation hat sich vielerorts geändert. Auch Arbeitsplätze oder die Arbeitszeit sehen unter den Bedingungen der Pandemie anders aus. Das hat Auswirkungen auf die innerbetriebliche Kommunikation oder das soziale Miteinander. Die veränderte psychische Belastung kann ein Risiko für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten darstellen.

Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat deshalb ihr Online-Tool zur Ermittlung psychischer Belastung um die Themen Corona und Homeoffice ergänzt. „Wir wollen damit Betriebe in die Lage versetzen, diese Belastung zu erfassen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung zu entwickeln“, erläutert Isabell Kuczynski, Arbeitspsychologin bei der BG ETEM.

Insgesamt werden sieben Themen mit Corona-Bezug angesprochen, zum Beispiel, ob die Befragten durch Corona zu wenig Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen haben. Acht Aussagen gehen auf die Situation im Homeoffice ein. So bewerten die Befragten etwa, ob Ziele und Erwartungen an ihre Arbeit im Homeoffice geklärt sind.

Isabell Kuczynski weist darauf hin, dass es entscheidend sei, aus den Erkenntnissen der Befragung auch tatsächlich konkrete Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. „Dazu bieten wir unseren Mitgliedsbetrieben“, so die Arbeitspsychologin, „zahlreiche Werkzeuge und persönliche Beratung an.“

Das Online-Befragungstool und weitere Informationen sind auf der Webseite der BG ETEM unter www.bgetem.de mit dem Webcode 15176025 zu finden.

Hintergrund BG ETEM

Sprint Sanierung revolutioniert Trocknungstechnik

Köln (ots)

Als Deutschlands innovativstes Sanierungsunternehmen verfolgt Sprint ein ambitioniertes Ziel: Die möglichst umfassende Digitalisierung von Prozessabläufen im Schadenmanagement. Ein gutes Beispiel für den hohen Digitalisierungsgrad des Unternehmens sind die Entwicklungen auf dem Gebiet der „Technischen Trocknung“. Beginnend bei der digitalen Schadenaufnahme und -bearbeitung über das Schadentracking für Versicherungen sowie deren Kunden bis zur elektronischen Geräteverwaltung sind alle Prozesse über die digitale Projektakte SESAM integriert.

Autonome Trocknung

Mit der Autonomen Trocknung geht Sprint jetzt einen entscheidenden Schritt weiter, der nichts weniger bedeutet, als eine Revolutionierung der Schadenbearbeitung in der Technischen Trocknung. Sie bietet nicht nur Lösungen für Schwierigkeiten, die bei konventionellen Trocknungsverfahren unvermeidlich sind. Sie bietet darüber hinaus Vorteile, die vor allem für die Versicherungsbranche von herausragender Bedeutung sind.

Bei der Autonomen Trocknung erfolgt zunächst ein Aufbau aller Geräte, die auch bei einer konventionellen Trocknung zum Einsatz kommen. Diese Geräte werden dann über die „Sprint-Box“, dem Herzstück der Autonomen Trocknung, miteinander verbunden. Gerätetypen oder -Hersteller spielen dabei keine Rolle. Sensoren für relative Feuchte und Temperatur liefern während des gesamten Trocknungsvorgangs Daten an die implementierte Software. Deren Algorithmus steuert auf Basis dieser Werte dann die Aktivität der Trocknungsgeräte. Was bedeutet, dass die Trocknungsintervalle immer den aktuellen Anforderungen angepasst werden.

Deutliche Vorteile für Versicherungen

Durch diese Software-gesteuerten Intervalle wird der Energieverbrauch gegenüber konventionellen Verfahren gesenkt, da gewährleistet wird, dass nur soviel Energie wie gerade notwendig in die Trocknung investiert wird. Zudem erkennt der Algorithmus eigenständig, ob die Trocknung fehlerfrei aufgebaut bzw. wann sie beendet ist. Der Trocknungsverlauf wird dabei lückenlos dokumentiert. Bei bestimmten Baustoffen kann diese Steuerung außerdem zu einer Beschleunigung der Trocknung führen.

Personelle Veränderung in der Geschäftsleitung von Helvetia Deutschland

Frankfurt am Main (ots)

Am 1. Februar 2021 wird Alexander Schorn, derzeit Ressortleiter Marktmanagement, neuer Vertriebschef von Helvetia Deutschland. Er knüpft nahtlos an die Arbeit von Michael Arens an und übernimmt auch dessen Geschäftsführerposition der Helvetia Leben Maklerservice.

Alexander Schorn übernimmt zum 1. Februar 2021 die Geschäftsleitungsposition für das Ressort Vertrieb. Er tritt die Nachfolge von Michael Arens an, der am 31. Januar 2021 auf eigenen Wunsch sein Amt als Leiter Vertrieb von Helvetia Deutschland niederlegt.

Alexander Schorn blickt auf eine langjährige Karriere in der Versicherungswirtschaft zurück. Bevor er sich schwerpunktmäßig dem Marktmanagement und der Unternehmensentwicklung widmete, war er in verschiedenen Führungspositionen im Außendienst in Deutschland und in der Schweiz tätig. Helvetia Deutschland profitiert von der Nachbesetzung aus den eigenen Reihen. Die hohe Identifikation mit Helvetia, verbunden mit vorbildlichem Engagement, Kreativität und ausgeprägter Empathie für die Belange der Mitarbeiter, Kunden und Vertriebspartner, werden die erfolgreiche Weiterentwicklung im Vertrieb sicherstellen. „Ich freue mich sehr, dass Alexander Schorn diese wichtige Aufgabe bei uns übernimmt und wünsche ihm viel Erfolg bei seinen neuen vertrieblichen Aufgaben. Alexander Schorn vereint in seiner Person klassisches vertriebliches Know-how mit digitalen Skills. Davon werden unsere Vertriebspartner profitieren“, so Volker Steck, CEO Helvetia Deutschland. Mit dem Wechsel geht das bisherige Ressort Marktmanagement in anderen Ressorts auf.

Michael Arens hat es während seiner Tätigkeit als Vertriebschef in einem sehr schwierigen Marktumfeld geschafft, den Vertrieb zu stabilisieren und zu stärken. Ausschließlich aus persönlichen familiären Gründen wird Michael Arens nach Köln zurückkehren und wieder die Leitung der Regionaldirektion Köln übernehmen. „Ich danke Michael Arens für seine hoch geschätzte Arbeit. Da ich sein fundiertes Fachwissen verbunden mit seiner direkten, zupackenden und pragmatischen Arbeitsweise sehr schätze, freue ich mich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit ihm“, so Volker Steck.

Pressekontakt:

Helvetia Versicherungen
Klaus Michl
Direktion für Deutschland
Abteilung Presse
Berliner Straße 56-58
60311 Frankfurt a. M.

T +49 (0)69 1332 – 245
E-Mail: presse@helvetia.de

Thomas Filor über Mietausfallversicherungen

Magdeburg, 11.12.2020. „Für einen Vermieter oder eine Vermieterin ist ein Mietausfall eine wahre Horrorvorstellung, vor allem, wenn man darauf angewiesen ist. Es gibt Mieter, die nicht zahlen können oder wollen. Wenn man Pech hat, verlassen die Mieter die Wohnungen unangekündigt und hinterlassen ein großes Chaos. Es gibt auch sogenannte Mietnomaden, die in eine Wohnung einziehen, den Mietvertrag unterschreiben, aber nicht zahlen“, erklärt Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg.

Tritt ein solcher Fall ein, kann dies einen Vermieter oder eine Vermieterin sehr schwer treffen und in eine finanzielle Bredouille bringen. „Besonders schwierig wird es, wenn die Immobilie kreditfinanziert ist und die Miete benötigt wird, um laufende Kosten zu begleichen und die Kreditraten zu zahlen. In diesem unglücklichen Fall können ausbleibende Mietzahlungen die Existenz des Vermieters oder der Vermieterin gefährden“, erklärt Filor weiter.

Die gute Nachricht: Vermieterinnen und Vermieter können sich mit einer Mietausfallversicherung schützen. „Die Mietausfallversicherung greift, wenn Mieterinnen und Mieter nicht zahlen. Teilweise kann die Versicherung auch greifen, wenn das Mietobjekt zerstört wurde, es zu einer Zwangsräumung kommt, Möbel entsorgt werden müssen oder eine Grundreinigung vollzogen wird“, fügt Thomas Filor hinzu. Nichtsdestotrotz sollten Vermieterinnen und Vermieter nicht die nächstbeste Police abschließend, sondern vergleichen, welche Versicherung für ihr Anliegen am passendsten ist. „Eine Mietausfallversicherung kann unter Umständen recht teuer sein, da teilweise die Wohngebäudeversicherung greift. Grund dafür ist, dass teilweise Schäden abgedeckt werden müssen, die mehrere tausend Euro betragen. Eine Basisabsicherung erhält man ab circa 50 Euro im Monat. Für und 400 Euro kann man sich meist für alle Szenarien absichern. Wichtig zu wissen ist aber auch, dass die Regulierung von Schäden dauern kann. Des Weiteren muss die Zahlungsfähigkeit des Mieters bei Vertragsunterzeichnung gegeben sein, beispielsweise durch eine Bonitätsauskunft“, erklärt Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg abschließend.

Gesundes Neues – Mit den richtigen fünf Vorsätzen in das neue Jahr

Nach den Weihnachtsfeiertagen bietet es sich an, das Jahr Revue passieren zu lassen und sich gute Vorsätze zu überlegen. Millionen Deutsche setzen sich mit Start des neuen Jahres auch neue persönliche Ziele. Meist halten diese aber nur für ein paar Tage oder bestenfalls Wochen an. Mit der richtigen Motivation, genau festgelegten Zielen und den richtigen Hilfsmitteln lassen sich die guten Vorsätze leichter in die Tat umsetzen und erreichen. Die Cashback World verrät fünf gute Vorsätze, mit denen man leichter in ein erfolgreicheres Jahr 2021 startet und zusätzlich Geld sparen kann.

Berlin. Alle Jahre wieder werden neue Vorsätze gefasst. Meistens scheitern diese schnell aufgrund schwindender Motivation, zu wenig Zeit und dadurch aufkommende Unzufriedenheit. „Geld sparen bei neuen Vorhaben und Zielen ist die ideale Motivation. Ein neuer Vorsatz für das neue Jahr ist gut – dabei zusätzlich sparen ist noch besser. Das ist in beinahe allen Bereichen des Lebens möglich. Es benötigt nur die richtige Vorgehensweise“, stellt Florence Hausemann, Geschäftsführerin von myWorld Germany, dem Betreiber der Cashback World in Deutschland, fest. Sei es im Bereich der persönlichen Fitness, beim Erlernen einer neuen Sprache, bei der persönlichen Weiterbildung, dem Abschluss wichtiger Versicherungen und Verträge oder beim Reisen. Mit gezielt eingesetztem Wissen gelingt die Umsetzung der besten fünf Vorsätze für das kommende Jahr.

Persönliches Fitnessstudio zuhause ohne Vertrag

Laut einer Statista-Umfrage fasst jeder vierte Befragte gute Vorsätze für das kommende Jahr. Der am häufigsten genannte: mehr Sport treiben. Dies gaben rund 52 Prozent der Befragten an . Das endet jedoch meist in einer überteuerten Mitgliedschaft im Fitnessstudio, die monatlich vom Konto abgezogen wird, obwohl fast jedes zweite Mitglied eines Sportstudios zwar registriert, aber nicht aktiv ist. Eine gute Alternative bietet eine Ausstattung mit Sportgeräten zum Trainieren zuhause. So entzieht man sich der Gefahr, eine „Karteileiche“ zu werden und spart die Zeit für den Hin- und Rückweg ins Studio. Wer nach günstigen Angeboten für die Ausstattung des Eigenheims mit Hantelbank, Sprungseil und Co. über die Cashback World sucht, spart dabei wertvolles Geld.

Mit Mehrsprachigkeit Vorteile nutzen

Der Vorsatz, eine neue Sprache zu erlernen, hat den Vorteil, neue berufliche und persönliche Möglichkeiten zu eröffnen. Sprachkenntnisse sind im Lebenslauf eine besondere Art, sich von anderen Bewerbern abzugrenzen, denn das Sprechen mehrerer Sprachen macht offener für Neues, fördert abstraktes Denken und erleichtert den Zugang zu Kulturen. Wenn man dabei auf Online-Kurse zurückgreift, spart man sich die teils hohen Gebühren für Sprachkurse vor Ort und kann auf den persönlichen Tagesrhythmus abgestimmt jederzeit und überall lernen.

Mit neuen Fachkenntnissen beruflich aufsteigen

Ein neues Jahr ist gleichzeitig auch der Beginn eines Neustarts, vielleicht mit einer Weiterbildung, denn nicht nur Multilingualität fördert die Karrierechancen. Um eine höhere berufliche Position zu erreichen, sind Weiterbildungen und Seminare bestens geeignet, da so neues Fachwissen erlernt und die Persönlichkeit gestärkt wird. Das zahlt sich aus, denn Menschen, die an einer Weiterbildung teilnehmen, steigern so ihre Chance auf eine Gehaltserhöhung oder eine höhere berufliche Position. Im neuen Jahr sind Weiterbildungen unabhängig von Corona einfach zu erlangen, da das Onlinekursangebot breit gefächert ist. Die Cashback World bietet für fast jeden Berufszweig Möglichkeiten zur Weiterbildung inklusive Cashback.

Abgesichert in das neue Jahr

Auch wenn Versicherungen und Verträge ein leidiges Thema sind: Der Versicherungscheck sollte einer der guten Vorsätze für das neue Jahr sein. Hier lohnt sich der kritische Blick auf Konditionen und Leistungen besonders, denn während einige Versicherungen verpflichtend sind, kann auf andere je nach individueller Lebenssituation verzichtet werden. Darum sollten sie mindestens einmal im Jahr überprüft werden, damit überflüssige Verträge gekündigt werden können. Wenn man beispielsweise mit dem Partner zusammenzieht, entfallen gewisse Versicherungsgründe. Die Versicherung könnte auch ihre Beiträge erhöht oder den Leistungsumfang verändert haben. Meist bieten andere Versicherungsunternehmen ein besseres Leistungspaket an. Dabei lohnt sich der Blick auf die Rubrik „Finanz-, Kredit & Versicherungsgewerbe“ der Cashback World, da sich einige Anbieter mit zusätzlichem Cashback besonders lohnen.

Gute Reise, guter Vorsatz

Reisen macht in vielerlei Hinsicht glücklich, denn Menschen verbinden damit ein Gefühl von Glück und Freiheit, während neue Inspiration geschöpft wird. Reisenden gefällt es besonders, dem Alltag zu entfliehen und neue Erfahrungen zu sammeln. COVID-19 hat Urlaub leider zu einer größeren Herausforderung gemacht, wodurch die Bedeutung des Reisens und die Erinnerungen daran stärker geschätzt werden. Im neuen Jahr könnten deshalb angrenzende Städte, das eigene Bundesland oder die Bundesrepublik zum interessanten Ziel werden. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist man dabei besonders umweltfreundlich für kleines Geld. Wer trotz Pandemie 2021 international Reisen möchte, sollte früh über travelWorld buchen und zusätzliches Cashback als Reisebudget nutzen.

ARAG Recht schnell…

+++ Fingerabdruck auf dem Personalausweis +++
Der Bundestag hat am 5.11.2020 ein neues „Gesetz zur Stärkung der Sicherheit im Pass- und Ausweiswesen“ verabschiedet. Laut ARAG sollen nur noch digitale, biometrische Passfotos erlaubt werden. Ferner ist zukünftig auch die Abgabe von zwei Fingerabdrücken bei der Ausstellung von Personalausweisen verpflichtend. Auch gibt es eine Änderung bei der Eintragung des Geschlechts; denn hier ist in Zukunft die Bezeichnung „X“ möglich, wenn sich Personen weder dem männlichen, noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen.

+++ Geld bekommt der Leasingnehmer +++
Erhält eine Kfz-Leasingfirma nach einem Unfall Entschädigungsleistungen von der Versicherung, muss sie diese dem Leasingnehmer zugutekommen lassen. Dies hat nach Auskunft der ARAG der Bundesge-richtshofentschieden. Danach mindert eine Zahlung, die der Leasinggeber als Ausgleich für einen mer-kantilen Minderwert bekommt, dessen Anspruch auf Restwertausgleich (AZ: BGH VIII ZR 48/18).
Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie das aktuelle Urteil des BGH (http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=111690&pos=0&anz=1).

+++ Keine Sanierung vor Schlüsselübergabe +++
Ein Vermieter ist nicht dazu berechtigt, vor der Schlüsselübergabe Sanierungsarbeiten in der Mietwohnung durchzuführen. Tut er dies dennoch, kann der Mieter die Wiederherstellung der Bewohnbarkeit der Wohnung und die Einräumung des Besitzes mittels einstweiliger Verfügung erwirken. Dies hat laut ARAG das Amtsgericht Köln entschieden (AZ: 222 C 84/20).
Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Entscheidung des AG Köln (http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ag_koeln/j2020/222_C_84_20_Urteil_20200507.html).

+++ Entschädigung für Thomas Cook-Kunden bis Sonntag +++
Kunden des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook können noch bis zum kommenden Sonntag, 15. November 2020, Ausgleichszahlungen anmelden. Danach haben sie keinen Anspruch mehr auf eine Entschädigung. Seit Anfang Mai haben betroffene Pauschalurlauber über das Online-Portal (https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2019/TC/121119_ThomasCook.html) des Bundesjustizministeriums die Möglichkeit, freiwillige Ausgleichszahlungen des Bundes in Anspruch zu nehmen. Ist die Anmeldung bis Sonntag erfolgt, können erforderliche Dokumente auch noch nachgereicht werden.

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Fake-Bewertungen kein Kavaliersdelikt
Bewertungen anderer Kunden und Nutzer haben im Internet einen hohen Stellenwert und nicht selten tragen sie zur Kaufentscheidung bei. Längst ist es daher gang und gäbe, seinem Produkt mit Fake-Bewertungen auf die Erfolgsschiene zu verhelfen. Doch die ARAG Experten weisen darauf hin, dass sowohl das Verfassen als auch der Kauf von gefälschten Rezensionen illegal ist. Und zwar unerheblich davon, ob die erfundene Kundenbewertung von einem Computer generiert wurde oder aus menschlicher Feder stammt. In einem konkreten Fall hatte ein südamerikanisches Unternehmen Online-Bewertungen unter anderem von Hotels zum Verkauf angeboten, die von freien Mitarbeitern verfasst wurden. Das Reiseportal Holidaycheck wehrte sich dagegen und zog vor Gericht. Und auch, wenn das Urteil noch nichts rechtskräftig ist, muss der Online-Anbieter nach Auskunft der ARAG Experten nun dafür sorgen, dass die Fake-Bewertungen gelöscht werden und preisgeben, wer die Rezensionen verfasst hat. Grundsätzlich einstellen muss es den Verkauf von Bewertungen allerdings nicht. Vorausgesetzt, die Verfasser waren tatsächlich vor Ort und können sich ein Bild von der Unterkunft machen, die sie bewerten (Landgericht München I, Az.: 17 HK O 1734/19).

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Auch ohne Bestätigung gilt eine Versicherung als gekündigt
Eineinhalb Jahre nachdem eine Frau ihre Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung gekündigt hatte, krachte es und ihr Wagen war hinüber. Da sie aber nie eine Bestätigung ihrer Kündigung vom Versicherungsunternehmen erhalten hatte, versuchte sie ihr Glück und forderte die Versicherung auf, den Schaden zu regulieren. Doch diese weigerte sich. Zu Recht: ARAG Experten weisen darauf hin, dass eine Vertragskündigung auch ohne Bestätigung gültig sein kann. Zumal die Frau mit der Kündigung auch die Beitragszahlung eingestellt hatte (Oberlandesgericht Braunschweig, Az.: 11 U 103/18)

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Partnervermittlung – Bezahlung nur im Erfolgsfall?
Sie wollte nicht nur einen Partner fürs Leben finden, er sollte auch standesgemäß sein. Daher war die adlige Immobilienverwalterin auch bereit, tief in die Tasche zu greifen und zahlte einer Partnervermittlung ein Honorar von 5.000 Euro. Das Geld verlangte sie nach einigen erfolglosen Treffen mit doch nicht passenden Herren zurück. Ihr Argument: Die sechs von der Agentur vorgeschlagenen Dates waren nicht elitär genug oder nur auf ein sexuelles Abenteuer aus. Doch die ARAG Experten weisen darauf hin, dass ihre Bereitschaft, sich mit immerhin drei der sechs ausgewählten Männer zu treffen, gezeigt habe, dass die Vorschläge nicht völlig unpassend waren. Auch ihr Argument, die Auswahl sei nicht standesgemäß genug, konnten die Richter nicht nachvollziehen, da sich unter den Matches zwei Akademiker befanden (Amtsgericht München, Az.: 113 C 16281/18).

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Kein Corona-Test, wenn’s im Hals kratzt

Die Symptome einer Erkältung können denen einer Corona-Infektion durchaus ähneln: Die Nase läuft, der Hals kratzt, die Temperatur steigt. Doch da die Labore bereits jetzt überlastet sind, muss in der anstehenden Erkältungszeit umso besser unterschieden werden, ob es sich um eine einfache Erkältung, eine Grippe oder eben um eine Corona-Infektion handelt. Dazu hat das Robert Koch-Institut (RKI) seine Teststrategie angepasst und Kriterien entwickelt, nach denen medizinisches Personal über zielgerichtetes Testen entscheiden kann. Die ARAG Experten geben einen Überblick.

Kein Test bei leichten Erkältungssymptomen
Husten, Schnupfen, selbst leichte Atemnot – auch in Corona-Zeiten kann es sich um ungefährliche Viren handelt, die sich zu Hause auskurieren lassen. Wer lediglich leichte Erkältungssymptome hat, sollte daher zunächst fünf Tage zu Hause bleiben, um niemanden anzustecken und warten bis die Symptome abklingen. Erst wenn die Beschwerden zunehmen, ist es ratsam, telefonisch den Hausarzt oder den Kassenärztlichen Notdienst 116 117 zu kontaktieren. Die ARAG Experten weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es seit Mitte Oktober auch wieder möglich ist, sich telefonisch krankschreiben zu lassen.

Trotz leichter Symptome zum Test
Das RKI empfiehlt indes einigen Personengruppen, auch mit nur leichtem Erkältungssymptomen einen Corona-Test machen zu lassen. Wer also zusätzlich zu einer Risikogruppe (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html) gehört, im Gesundheitswesen tätig ist, einer hohen Virenlast ausgesetzt war – bei Veranstaltungen z. B. oder in geschlossenen Räumen -, sollte sich testen lassen. Auch bei einem Aufenthalt in einer Hochinzidenzregion mit mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.00 Einwohner innerhalb einer Woche sollten Betroffene einen Corona-Test absolvieren. Oder wenn man engen Kontakt zu vielen Menschen hat, beispielsweise als Lehrer. Wer letztendlich getestet wird, liegt nach Auskunft der ARAG Experten im Ermessen des behandelnden Arztes.

Schwere Erkältungssymptome
Wer unter schweren respiratorischen Symptomen wie etwa einer Bronchitis oder einer Lungenentzündung, Atemnot oder Fieber leidet, sollte sich umgehend testen lassen. Auch ein gestörter Geruchs- und Geschmackssinn kann ein Alarmsignal sein, dass es sich um das Corona-Virus handelt.

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Alltagsmaske am Rückspiegel aufhängen? – Verbraucherfrage der Woche der ERGO Versicherung

Michaela B. aus Frankfurt:
Im Straßenverkehr fällt mir auf, dass immer mehr Menschen ihre Maske am Rückspiegel ihres Autos aufhängen. Ist das überhaupt erlaubt?

Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO:
Egal ob zum Einkaufen oder beim Tanken: Eine Alltagsmaske muss in Zeiten von Corona immer dabei sein. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, bewahrt daher meist einen Mund-Nasen-Schutz in seinem Fahrzeug auf. Damit der immer griffbereit ist und zum Beispiel beim Bäcker nicht vergessen wird, hängen viele Autofahrer die Maske an den Rückspiegel. Das ist zwar erlaubt, jedoch nicht ratsam: Denn das Sichtfeld des Fahrers muss immer frei bleiben. Die Mund-Nasen-Bedeckungen sind meist deutlich größer als zum Beispiel ein Duftbaum und können dadurch die Sicht stark beeinträchtigen. Zusätzlich kann das Hin- und Herbaumeln während der Fahrt die Aufmerksamkeit des Fahrers beeinträchtigen. Denn wer dauerhaft eine Bewegung am Rand des eigenen Blickfeldes wahrnimmt, gewöhnt sich daran. Das führt dazu, dass Autofahrer beispielsweise Bewegungen von anderen Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern oder Fahrradfahrern erst sehr spät wahrnehmen. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu einem Unfall. Besser ist es daher, die Maske in einem der Staufächer, zum Beispiel im Handschuhfach, aufzubewahren. In einer Tüte oder einem kleinen Beutel ist sie zudem vor Verschmutzungen geschützt.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 1.170

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Weihnachtsgeld – der Geldsegen am Jahresende

Wer bekommt eigentlich Weihnachtsgeld? Gibt es das auch in Kurzarbeit? Wie hoch fällt die Sonderzahlung aus? Muss ich es versteuern? Ist Weihnachtsgeld das 13. Gehalt? ARAG Experten haben Wissenswertes zum zusätzlichen Geldsegen des Arbeitgebers zusammengetragen.

Was ist eigentlich das Weihnachtsgeld?
Rechtlich gesehen ist es ein zusätzliches Entgelt, das der Arbeitgeber an seinen Arbeitnehmer auszahlt. In den meisten Unternehmen wird das Weihnachtsgeld im November mit dem monatlichen Gehalt ausgezahlt. Wie der Name schon verrät, war es ursprünglich vor allem dafür gedacht, Geschenke für Weihnachten zu kaufen. Genauer betrachtet ist das Thema Weihnachtsgeld aber recht komplex. Und über die Summe des Weihnachtsgeldes, wann genau es gezahlt wird und ob Sie überhaupt Weihnachtsgeld erhalten, entscheiden einzig und allein Ihr Arbeitgeber oder die Tarifvertragsparteien.

Weihnachtsgeld und Kurzarbeit
Nie gab es mehr Beschäftigte in Kurzarbeit als in Corona-Zeiten. Laut ifo-Institut waren im Oktober rund 3,3 Millionen Menschen betroffen. Viele dieser Arbeitnehmer hatten vor Corona sogar einen Anspruch auf Weihnachtsgeld. Und nach Auskunft der ARAG Experten ändert auch die Corona-Krise nichts an diesem Anspruch. Wer also vor der Kurzarbeit Weihnachtsgeld bekommen hat, muss es auch während der Kurzarbeit ungekürzt erhalten. Auf die Berechnung des Kurzarbeitergeldes für den Monat der Auszahlung hat das Weihnachtsgeld übrigens als sogenannte Einmalzahlung keine Auswirkung.

Weihnachtsgeld und 13. Monatsgehalt: Was ist der Unterschied?
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Weihnachtsgeld oft mit dem 13. Monatsgehalt verwechselt. Denn für viele Arbeitnehmer ist das Weihnachtsgeld eben auch ein 13. Monatsgehalt – aber aus rechtlicher Sicht gibt es Unterschiede. Das Weihnachtsgeld ist oftmals eine freiwillige Sonderzahlung des Arbeitgebers, die zumindest auch die Betriebstreue belohnen soll. Das 13. Monatsgehalt ist dagegen regelmäßig ein vertraglich vereinbartes Entgelt für erbrachte Arbeitsleistung. So weit, so gut. Im Falle einer Kündigung vor Jahresende jedoch würde das 13. Gehalt in diesem Fall anteilig auf das Kalenderjahr verteilt und ausgezahlt. Weihnachtsgeld hingegen müssen Sie möglicherweise sogar zurückzahlen, wenn Sie das Unternehmen verlassen.

Bekommt jeder Arbeitnehmer Weihnachtsgeld?
Ein allgemeines Recht auf Weihnachtsgeld gibt es leider nicht. Die Sonderzahlung erfolgt nur, wenn dies im Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag verankert ist. Ein Blick in den Arbeitsvertrag hilft. Die gute Nachricht: Jeder Arbeitnehmer kann Weihnachtsgeld bekommen, egal, ob er Vollzeit arbeitet, teilzeitbeschäftigt ist oder einen Minijob hat. Auch Azubis gehen nicht leer aus. Der Arbeitgeber darf aber bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern vom Weihnachtsgeld ausschließen, wenn er dafür einen sachlichen Grund hat. Für Beamte gelten gesetzliche Regelungen, nach denen sie Weihnachtsgeld erhalten. Ein besonderer Fall ist die betriebliche Übung. Zahlt Ihr Arbeitgeber beispielsweise über mehr als drei Jahre in Folge ohne Freiwilligkeitsvorbehalt das Weihnachtsgeld, so können Sie Rechtsansprüche stellen. Denn aus freiwilligen Leistungen des Arbeitgebers werden durch die betriebliche Übung verpflichtende Leistungen.

Wie viel Weihnachtsgeld ist normal?
Es gibt keine Pauschale oder einen Prozentsatz, den Sie anwenden können, um die Höhe des Weihnachtsgeldes zu berechnen. Schließlich entscheiden Ihr Arbeitgeber oder die Tarifvertragsparteien über die Höhe Ihres Weihnachtsgeldes. Zahlreiche Angestellte erhalten ein Brutto-Monatsgehalt zusätzlich zu ihrem Gehalt im November. Das ist oft aber auch schon die Höchstgrenze. Faktoren, die generell die Höhe des Weihnachtsgeldes beeinflussen können, sind die Branche, in der Sie arbeiten, das Unternehmen und die Dauer Ihrer Betriebszugehörigkeit.

Weihnachtsgeld 2020: Wann ist es steuerfrei?
Die Summe des Weihnachtsgeldes sehen Sie meistens auf Ihrer monatlichen Gehaltsabrechnung im November. Es wird auf Ihren Bruttomonatsverdienst aufgeschlagen. Auf das Weihnachtsgeld sind grundsätzlich Steuern und im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze auch Sozialabgaben zu zahlen. In diesem Jahr können Sie Ihr Weihnachtsgeld aber unter Umständen sogar steuerfrei erhalten – und zwar dann, wenn es als Corona-Sonderzahlung geleistet wird. Sonderleistungen bis zu 1.500 Euro, die Arbeitnehmer zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 im Zusammenhang mit der Corona-Krise von ihrem Chef erhalten, bleiben nämlich steuerfrei. Voraussetzung: Sie werden zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet. Für das Weihnachtsgeld bedeutet das: Es bleibt nur steuerfrei, wenn es sich um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers handelt. Es darf also weder laut Arbeits- oder Tarifvertrag noch aufgrund einer betrieblichen Übung geschuldet sein.

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NFC: Hygienisches Bezahlen in Corona-Zeiten

Das kontaktlose Zahlen mit Karte oder Smartphone – also ohne Bargeld, Pin-Eingabe oder Unterschrift – ist für Eilige und Bequeme ein kleiner Traum. Aber noch viel wichtiger: Diese berührungslose Bezahlvariante kann in Corona-Zeiten helfen, das Infektionsrisiko gering zu halten. Die dabei eingesetzte Technik nennt sich Near Field Communication, abgekürzt NFC, zu Deutsch Nahfeldkommunikation. Sie ist ein internationaler Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken von wenigen Zentimetern. ARAG Experten informieren.

NFC-fähige Karten
Die meisten Kredit- und Girokarten sind mittlerweile mit einem NFC-Chip ausgestattet, den man an einem Funksymbol mit mehreren parallel verlaufenden Bögen erkennt. Während man den Kartenchip früher noch bei seinem Geldinstitut, am Geldautomaten oder beim teilnehmenden Händler aufladen musste, ist ein Aufladen heute nur noch selten nötig. Der Betrag wird einfach vom Konto abgebucht. Wer noch eine alte Karte besitzt, mit der kontaktloses Bezahlen nicht möglich ist, bekommt bei allen Banken und Sparkassen automatisch eine Nachfolgekarte mit Chip. Wer nicht warten mag, bis die aktuelle Karte ihre Gültigkeit verliert, kann sich einen Nachfolger mit der Kontaktlos-Funktion jederzeit in seiner Filiale bestellen.

Mobile Payment – Zahlen mit dem Handy
Smartphones, die einen NFC-Chip haben, können NFC-Apps zum Bezahlen nutzen. So ein Chip gehört inzwischen zur Standard-Ausstattung. Das Bezahlen funktioniert dann im Prinzip genauso wie das Bezahlen mit der NFC-Kredit- oder Girokarte. Wird das Smartphone an die Kasse gehalten, tut es so, als wäre es selbst eine Kredit- oder Girokarte. Was Verbraucher dazu benötigen, ist eine App, die sie auf ihrem Smartphone installieren müssen. Anbieter solcher Bezahl-Apps gibt es reichlich, so z. B. Apple Pay für iPhone-Geräte, Samsung Pay oder Google Pay für Android-Handys. Zudem gibt es zahlreiche Geldinstitute, die auch eigene Apps entwickelt haben. In der Regel funktionieren diese Apps auf Guthabenbasis – das heißt, die Verbraucher transferieren einen bestimmten Betrag von ihrem Bankkonto zum Anbieter der App. Das kann je nach Anbieter per Überweisung oder Lastschriftverfahren gehen oder indem die Kreditkartendaten hinterlegt werden.

NFC für Beträge bis 50 Euro
Einfach Karte oder Handy vor das Kassenterminal halten und fertig ist der Bezahlvorgang. Das Ganze dauert nur wenige Sekunden. Doch nach Auskunft der ARAG Experten gibt es ein Limit beim kontaktlosen Zahlen: Bislang lag es bei 25 Euro. Doch seit April können immer mehr Kunden an immer mehr Standorten bis 50 Euro berührungslos zahlen. Erst bei höheren Beträgen ist die Eingabe eines Pins oder eine Unterschrift erforderlich. Laut Deutscher Kreditwirtschaft (DK), der Interessenvertretung der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände, müssen Karteninhaber nach spätestens fünf Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von maximal 150 Euro einmal wieder eine PIN eingeben, so schreibt es das Gesetz zur eigenen Sicherheit vor.

Ist NFC sicher?
Wer sein Handy zur Geldbörse macht, sollte selbstverständlich gut darauf aufpassen. Wird das Smartphone geklaut, kann der Dieb – je nach Einstellung – für jeweils 50 Euro ohne Pin einkaufen, bis das Gerät gesperrt wird. Wie bei der Kreditkarte haften Verbraucher auch hier für unrechtmäßige Transaktionen bis zu 50 Euro bis zum Zeitpunkt, an dem sie den Diebstahl bei der Bank oder der Kreditkarten-Hotline melden. Ansonsten ist Zahlen mit dem Smartphone recht sicher: Bei Beträgen über 25 Euro muss das Gerät entsperrt werden, bevor bezahlt werden kann. Eine weitere Barriere ist die so genannte Tokenization. Dabei wird aus der Kartennummer des zahlenden Kunden eine Art Stellvertreter, ein Token, abgeleitet, so dass die eigentlichen Karten- und Kontonummern geheim bleiben. Wer NFC-fähige Giro- oder Kreditkarten schützen will, dem raten ARAG Experten zu beschichteten Schutzhüllen, die das Auslesen der Karten verhindern. Auch spezielle Portemonnaies verfügen über einen entsprechenden abschirmenden Schutz.

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Jetzt kommt der Nutri-Score!

Um der weit verbreiteten Fehlernährung und der damit verbundenen Fettleibigkeit entgegenzuwirken, hat der Bundesrat beschlossen, ab November den Weg für den Nutri-Score frei zu machen. Die Lebensmittelampel zeigt Verbrauchern auf einen Blick, wie nahrhaft und gesund ein Lebensmittelprodukt ist. Wie dieses Orientierungsmittel funktioniert, wissen die ARAG Experten.

Wie funktioniert der Nutri-Score?
Den Kunden im Supermarkt ist es kaum möglich, auf den ersten Blick den Zucker- oder Fettgehalt von Produkten zu vergleichen. Die Nährwerttabellen mit Angaben zu Fett, Salz oder Kohlenhydraten finden sich in der Regel versteckt im Kleingedruckten auf der Rückseite der Verpackung. Auf der Verpackungsvorderseite dagegen stehen, werblich hervorgehoben, oftmals verwirrende Prozentangaben und irreführende Portionsgrößen, um selbst die größte Zuckerbombe wie eine ausgewogene Zwischenmahlzeit wirken zu lassen.

Der Nutri-Score soll Abhilfe schaffen: Dabei handelt es sich um ein System mit fünf Stufen (A, B, C, D, E). Farben unterstreichen die jeweilige Stufe. Je besser der Score, desto mehr könnte das Lebensmittel zur ausgewogenen täglichen Ernährung beitragen: Das dunkelgrün unterlegte A ist die positivste Bewertung. Das Produkt hat damit eine besonders günstige Zusammensetzung der Nährstoffe. Produkte mit dem rot unterlegten E weisen die schlechteste Bilanz auf. Das gelbe C steht für einen mittelmäßigen Ernährungswert.

Freiwillige Kennzeichnung
Die Verwendung des Nutri-Scores bleibt für die Lebensmittelhersteller zunächst freiwillig. Pflicht ist lediglich eine Nährwertkennzeichnung auf den Lebensmitteln, die in der Regel in Tabellenform den Gehalt bestimmter Nährstoffe bezogen auf eine Referenzmenge angibt. In einer Befragung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) schnitt der Nutri-Score als eins von vier möglichen Modellen bei den Konsumenten am besten ab. Die Bundesregierung hat daraufhin eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht, der der Bundesrat am 9. Oktober 2020 zugestimmt hat. Sie soll nun zeitnah in Kraft treten. Einige Hersteller ziehen sogar schon vor der Einführung durch den Gesetzgeber mit und kennzeichnen ihre Produkte jetzt schon mit den neuen Logos.

Wo wird der Nutri-Score verwendet?
Unser Nachbarland Frankreich hat den Nutri-Score schon 2017 auf freiwilliger Basis eingeführt. Auch Belgien nutzt diese Form der Lebensmittelampel bereits. Andere Länder wie Spanien und Portugal arbeiten ebenfalls an der Einführung.

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+++ Keine Zeiterfassung per Fingerprint +++
Eine Zeiterfassung der Arbeitszeiten per Fingerabdruck ist nicht zulässig. ARAG Experten verweisen auf eine enstprechende Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg. Laut Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sei es nur ausnahmsweise zulässig, biometrische Daten einer Person (wie z. B. die Iris, den Fingerabdruck, die DNA) zu verarbeiten. So ein Ausnahmefall liege hier nicht vor. Fingerprints seien nicht erforderlich, um die Arbeitszeiten zu kontrollieren (10 Sa 2130/19).
Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Entscheidung des LAG Berlin-Brandenburg (http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/279b/bs/10/page/sammlung.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=JURE200011045&doc.part=L&doc.price=0.0#focuspoint).

+++ Veggieburger bleibt Veggieburger +++
Auch wenn ein Veggieburger nicht aus Fleisch besteht, darf er weiterhin die Bezeichnung „Burger“ tragen. Das Europäische Parlament lehnte einen Antrag ab, der Begriffe wie z. B. „Wurst“ und „Burger“ nur für den zum Verzehr geeigneten Teilen der Tiere vorbehalten sein. Bei Milchalternativen oder Milchfolgeprodukten, wie Käse, gelten künftig hingegen schon strengere Regeln. Der Begriff „Milch“ war schon länger für Produkte vorbehalten, die aus der „Eutersekretion von Tieren“ stammen. Nun sollen auch Beschreibungen wie etwa „Nachahmung“ nicht mehr zulässig sein.

+++ Durchgerosteter Auspuff ist kein Mangel +++
Ein durchgerosteter Auspuff ist bei einem älteren Gebrauchtwagen kein Grund, vom Kauf zurückzutreten. In einem solchen Fall handele es sich vielmehr um gewöhnlichen Verschleiß, der keine Gewährleistungsansprüche auslöse. Dies entschied nach Auskunft der ARAG Experten der Bundesgerichtshof in einem entsprechendem Urteil. Das gelte auch dann, wenn sich daraus durch weitere Abnutzung in absehbarer Zeit ein Erneuerungsbedarf ergeben.
Sie wollen mehr erfahren? Lesen Sie die aktuelle Entscheidung des BGH (https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=fd84b1ce7cf9e6200ba1472fa82090b5&nr=111348&pos=0&anz=1).

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Vorsicht Wildwechsel! – Verbraucherfrage der Woche der ERGO Versicherung

Hannes R. aus Hof:
Aktuell höre ich wieder vermehrt von Autounfällen durch Wildwechsel. Wie kann ich eine Kollision mit einem Reh oder Wildschwein vermeiden und was muss ich tun, wenn es doch zu einem Unfall kommt?

Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO:
2019 registrierten die deutschen Autoversicherer 295.000 Wildunfälle – ein Rekordhoch. Die Tiere sind vor allem im Morgengrauen und in der Abenddämmerung unterwegs, Autofahrer sollten dann besonders achtsam sein. Um einen Unfall mit einem Wildtier zu vermeiden, ist es ratsam, vor allem an Feldern und in Wäldern die Fahrbahnränder im Blick zu behalten und Schilder zum Wildwechsel zu beachten. Grundsätzlich gilt dann: langsam fahren. Sind bereits Tiere auf der Straße, sollten Autofahrer abblenden und vorsichtig bremsen. Lässt sich die Kollision nicht mehr vermeiden, gilt: Lenkrad festhalten und nicht ausweichen, denn ein Ausweichmanöver verursacht meist größere Schäden. Nach einem Zusammenstoß sollten Autofahrer die Unfallstelle sichern und anschließend die Polizei rufen. Die Beamten informieren dann den zuständigen Jäger oder Förster. Diese oder die Polizei stellen eine sogenannte Wildschadenbescheinigung aus, die die Versicherung benötigt. Für einen Schaden am Fahrzeug kommt eine Teilkaskoversicherung auf. Wichtig: Das Tier nicht anfassen oder versuchen, ihm zu helfen. Es könnte ausschlagen oder Krankheiten wie Tollwut übertragen. Außerdem ist es empfehlenswert, das Auto erst dann zu waschen, zu reparieren oder im schlimmsten Fall verschrotten zu lassen, wenn der Schaden mit der Versicherung geklärt ist.
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Der Energieausweis: Wegweiser für Eigentümer und Mieter

Am 1. November 2020 ist das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten und gilt für Gebäude, die klimatisiert oder beheizt werden. Mit dem Gesetz wird die praktische Bedeutung des Energieausweises gestärkt. Das ist wichtig bei Neuvermietung oder dem Kauf von Immobilien.

Was ist das Gebäudeenergiegesetz?
Das neue GEG löst das bisherige Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ab. Es zielt darauf ab, die genutzte Energie für Raumheizung und Wassererwärmung und deren Auswirkungen auf die Umwelt zu begrenzen. Ferner formuliert das neue Gesetz unter anderem auch spezifische Anforderungen an Heizkessel, Pumpen, Regler und weitere Geräte.

Energieausweis wird wichtiger
Das GEG schreibt einen Energieausweis (https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/heim-und-garten/2867/) beim Verkauf oder der Neuvermietung eines Objekts vor. Dieser ist nach seiner Ausstellung zehn Jahre gültig. Der Ausweis gibt Interessenten einen Überblick über die Energie-Eigenschaften eines Gebäudes. Das GEG führt hier außerdem eine Neuerung ein: Der Energieausweis muss künftig auch den CO2-Ausstoß von Gebäuden angeben. So erfahren Mieter oder Käufer auf einen Blick, wie energieeffizient und klimafreundlich das Objekt ist. Zusätzlich lassen sich etwaige Strom- und Heizkosten schätzen, was die Miet- bzw. Kaufentscheidung erheblich beeinflussen kann. Schließlich enthält der Energieausweis auch individuelle Modernisierungsempfehlungen. Wenn Vermieter und Verkäufer den Energieausweis nicht oder unvollständig vorlegen, ist das eine Ordnungswidrigkeit und kann eine Geldbuße bis zu 10.000 Euro nach sich ziehen.

Nachrüstungspflicht bei Bestandsgebäuden
Besitzer von Bestandsgebäuden sind in bestimmten Fällen dazu verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren Teile ihrer Immobilie nachzurüsten bzw. auszutauschen. Wer seit Anfang 2002 in einer solchen Immobilie wohnt, ist von dieser Pflicht ausgenommen. Für Mehrfamilienhäuser gelten diese Pflichten nach Auskunft der ARAG Experten hingegen uneingeschränkt.

So müssen neue Heizungs- und Warmwasserrohre in unbeheizten Räumen gedämmt werden. Die Dämmung oberster Geschossdecken zu unbeheizten Dachräumen muss den Mindestwärmeschutzstandard (üblicherweise vier Zentimeter Dämmung) erfüllen. Auch müssen bestimmte Typen von üblich großen Heizkesseln (d.h. bis 400 kW Heizleistung) ausgetauscht werden, wenn diese älter als 30 Jahre sind. Auch bei einer freiwilligen Sanierung, z. B. dem Ersetzen von Fenstern, schreibt das GEG weitere Standards vor. Bei rein kosmetischen Änderungen greifen die Vorgaben hingegen nicht.

Ölheizungen in Neubauten
Für Neubauten gilt ab 2021 das so genannte „Niedrigstenergiegebäude“ als Standard. Eine gute energetische Leistung soll durch einen obligatorischen Anteil an erneuerbaren Energien erreicht werden. Außerdem ist ab 2026 der Einbau von neuen Ölheizungen verboten, es sei denn, es gibt keine realistischen Heizungsalternativen, wie etwa Fernwärme.

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So werden Hühner glücklich

Für die einen ist das selbstgesammelte Ei am Morgen ein Stück Lebensqualität. Die anderen schätzen den Aspekt der Selbstversorgung, gerade in Corona-Zeiten. Und für einige wird es sogar zum echten Haustier: Miet-Hühner haben Hochkonjunktur. Vor allem in Städten kommen immer mehr Menschen buchstäblich auf den Geschmack. Aber wie steht es um das Tierwohl? Darf ein Huhn überall leben und Eier legen? Was es mit dem Miet-Huhn auf sich hat und welche Alternativen es gibt, erklären die ARAG Experten.

Was ist mit dem Tierwohl?
Beim Vermieten von Hühnern werden Tiergruppen von fünf bis etwa 20 Tiere für ein bis mehrere Wochen vermietet. Da zum Rundum-Sorglos-Paket meist auch Stall, Zaun sowie Futter gehören, kann sich fast jeder diese vermeintliche Landidylle in den eigenen Garten holen. Allerdings weisen die ARAG Experten darauf hin, dass Hühner sensible Tiere sind, die unter permanenten Umgebungswechseln und damit verbundenen Transporten leiden können. Wer also aufs eigene Frühstücksei setzt, sollte sich zum Wohl der Tiere überlegen, ob nicht besser gleich eine Adoption der Hühner in Frage kommt. Dabei geben die ARAG Experten zu Bedenken, dass Hühner – je nach Rasse – im Schnitt fünf bis sieben Jahre alt werden, dieser Schritt also wohl überlegt werden sollte.

Ist Hühnerhaltung überall erlaubt?
Gackernde Hühner, womöglich noch ein krähender Hahn – nicht überall ist Federvieh willkommen. Daher raten die ARAG Experten, sich vor der Anschaffung der gefiederten Zweibeiner mit den Nachbarn zu verständigen. Gibt es Ärger und geht es vor Gericht, können Halter davon ausgehen, dass die Rechtsprechung auch hier auf die Nachtruhe von 19 bis acht Uhr pocht, in denen der Hahn nicht zu hören sein darf, also im Stall bleiben müsste. Juristisch ist gegen die private Hühnerhaltung allerdings nichts einzuwenden. Selbst in Wohngebieten ist sie sogar erlaubt, da Hahn und Henne als Kleintiere gelten. Anders ist es in der Kleingartenanlage, wo die Tierhaltung in der Regel untersagt ist.

Meldepflicht und Impfung
Wer Hühner hält, muss die Tiere nach dem Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse melden. Zudem müssen die Hühner regelmäßig geimpft werden. Dazu gehört nach Auskunft der ARAG Experten alle drei Monate eine Impfung gegen die atypische Geflügelpest sowie eine jährliche Vogelseuche-Impfung. Darüber hinaus kann es für den Notfall durchaus hilfreich sein, sich vorab zu erkundigen, wo die nächste vogelkundige Tierarztpraxis ist.

Der beste Platz für Hühner
Hühner sind Herdentiere und sollten weder alleine gehalten werden, noch in Gruppen mit mehr als 20 Tieren, da sonst der Stress zu hoch sein kann. Wer mit dem Gedanken an eine Hühnerhaltung spielt, sollte über ausreichend Platz verfügen, pro Tier sollten es bei einer artgerechten Haltung etwa fünf bis zehn Quadratmeter Freilauffläche sein, für den Stall gilt ein Mindestplatzbedarf von einem Quadratmeter pro fünf Hühner. Der Balkon oder gar die Wohnung sind also tabu!

Da Hühner gerne und viel scharren, sollte der Stall vielleicht nicht gerade auf einem penibel gestutzten Rollrasen stehen. Egal ob Rasen oder Erde, wichtig ist ein unbefestigter Boden, damit die Hühner auch nach Samen, Würmern und Insekten picken können. Das Hühnerhaus, das es bereits als Fertigbausatz im Tierbedarfshandel gibt, sollte möglichst schattig stehen. Büsche und Sträucher werden von den Hühnern auch gerne als Versteck genutzt. Stall und Auslauf müssen zudem genügend Schutz vor Greifvögeln, Füchsen und Mardern bieten, ansonsten gibt es keine Frühstückseier.

Das richtige Futter
Auch wenn Hühner Allesfresser sind, die neben Insekten und Co. auch ausgesuchte Küchenreste wie z. B. Nudeln, Kartoffeln, Gemüse oder Obst essen dürfen, sollten Halter darauf achten, dass übriggebliebenes Essen regelmäßig aus dem Gehege entfernt wird, bevor es schimmelt und die Tiere krank machen könnte. Körnerfutter gehört allein zur Beschäftigung der Hühner auf den Speiseplan, ebenso wie frisches Wasser.

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Wildunfälle mehren sich

Nach der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit fahren viele Menschen nicht mehr im Dunkeln zur Arbeit, sondern während der Morgendämmerung. Dann sind vermehrt Wildtiere unterwegs. Laut Statista wurden letztes Jahr knapp 235.000 Tiere bei Wildunfällen getötet, doch der Deutsche Jagdverband geht von einer fünf Mal höheren Dunkelziffer aus. Viele Unfälle mit wild lebenden Tieren könnten vermieden werden. Was jeder Autofahrer beherzigen sollte, um diese Unfallbilanz positiv zu beeinflussen, sagen ARAG Experten.

Wildwechsel: So verhalten Sie sich richtig
– Bei Wildwechsel Fuß vom Gas – Geschwindigkeit anpassen! Empfehlung: max. 60 Stundenkilometer.
– Aufmerksam Wald- und Straßenränder beobachten.
– Besondere Vorsicht in der Dämmerung, bei Nacht oder bei Nebel.
– Besonders gefährlich sind neue Straßen, die durch Waldgebiete führen. Das Wild behält seine gewohnten Wege bei; hier fehlen aber oft noch Warnhinweise.
– Mit Nachzüglern rechnen! Ein Tier kommt selten allein.
– Wenn Tiere im Scheinwerferkegel auftauchen: abblenden, abbremsen, hupen.

Wenn ein Zusammenprall unvermeidbar ist
– Lenkrad festhalten. Geradeaus lenken.
– Abbremsen.
– Vorsichtig sein beim Ausweichen.

Wenn Wild angefahren wurde
– Warnblinker einschalten und Unfallstelle sichern.
– Totes Wild niemals mitnehmen.
– Verletztes Wild nicht verfolgen.
– Bei verletzten Personen erste Hilfe leisten; gegebenenfalls Krankenwagen oder Notarzt rufen.
– Polizei verständigen.
– Bei Kfz-Schäden eine Bescheinigung für die Teilkaskoversicherung von der Polizei oder dem Revierinhaber ausstellen lassen.

So urteilten Gerichte:

Zusammenstoß mit Wild
Grundsätzlich kommt die Teilkaskoversicherung für Unfälle mit Haarwild (Wildschwein, Reh, Hirsch, Fuchs, Hase) und je nach Vertrag auch mit anderen Tierarten auf; die Vollkaskoversicherung übernimmt aber in jedem Fall die Schäden am eigenen Fahrzeug. Kommt es nach einer Begegnung mit einem Wildtier zu einem Schaden am Wagen, der nicht durch einen Zusammenstoß, sondern etwa durch Ausweichen verursacht wird, handelt es sich nicht um einen Willdunfall. Hier kann der Schaden aber unter Umständen als sogenannter „Rettungskostenersatz“ geltend gemacht werden. Darunter fallen Aufwendungen, die bei Eintritt eines unmittelbar bevorstehenden Versicherungsfalls gemacht werden, um diesen abzuwenden. Die Versicherung zahlt aber nur, sofern die Reaktion des Fahrers nicht reflexhaft und unter Berücksichtigung der Größe des Tieres angemessen war. Außerdem muss der Versicherungsnehmer nachweisen, dass es tatsächlich einen Wildwechsel gab und er deshalb ausgewichen ist (OLG Saarbrücken, Az.: 5 U 356/10 – 57).

Auffahrunfall
Wie ist die Rechtslage, wenn ein Autofahrer in ein schon totes Wildschwein hineinfährt? Vertraut man auf ein Urteil des Landgerichts Stuttgart, entspricht diese Unfallvariante der Haarwild-Versicherungsklausel, die besagt, dass zwar das Fahrzeug, nicht aber das betroffene Tier in Bewegung sein muss. Somit steht die Versicherung in der Zahlungsverpflichtung (LG Stuttgart, Az.: 5 S 244/06).

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