POL-DO: 40-Tonner mit manipulierter Bordelektronik unterwegs: Polizei verlangt 30.000 Euro Sicherheitsleistung

Dortmund (ots) – Lfd. Nr.: 1179

Für mehr Sicherheit im Fernverkehr kontrollierten die Autobahnpolizei des Polizeipräsidiums Dortmund, das Dezernat für Abfallwirtschaft der Bezirksregierung, das Bundesamt für Güterverkehr sowie der Fachbereich Gesundheits- und Veterinärwesen am Dienstag (27.10.2020) den Güterverkehr auf der Autobahn 44 in Richtung Kassel.

Die Raststätte “Soester Börde” wurde zum Schauplatz umfangreicher Kontrollen. Innerhalb von sieben Stunden überprüften die Einsatzkräfte 101 Fahrzeuge und ahndeten 83 Verstöße. Tief in die Tasche greifen musste der Fahrer eines in Slowenien zugelassenen 40-Tonners bzw. dessen Arbeitgeber.

Spezialisten der Autobahnpolizei entdeckten die technische Manipulation eines digitalen Kontrollgeräts, das in dem Lkw die Lenk- und Ruhezeiten des Fahrers aufzeichnen soll. Manipulationen verschleiern die tatsächlichen Zeiten und damit Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften im Güterverkehr. Ein gefährliches Streben nach Profit – denn Übermüdung ist eine Ursache für folgenschwere Unfälle. Außerdem kann die Manipulation der Kontrollgeräte Einfluss auf die Funktion von Assistenzsystemen in der Bordelektronik nehmen.

Die Polizei verlangte eine Sicherheitsleistung in Höhe von 30.000 Euro. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt. Damit dürfte der Gewinn des Spediteurs an dieser Tour durch Deutschland deutlich sinken. Sicherheitsleistungen in dieser Höhe sind für die Prüfgruppe der Autobahnpolizei durchaus üblich. Weiterfahren dürfen die Lkw erst, wenn sie zahlen. Häufig stehen die Laster tagelang still, bis die Spediteure das Geld überweisen.

Bei den anderen Kontrollen ging es u. a. um Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter dem Einfluss von Drogen, zu hohem Tempo, mangelhafter Ladungssicherung und Verstößen gegen Sozialvorschriften.

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