Bundespolizeidirektion München: Öffentlichkeitsfahndung: Zwei Verdächtige von Gewaltdelikten gesucht; 35-Jähriger, der Zivilcourage zeigte, erlitt schwere Sprunggelenksfraktur

München (ots) – Die Bundespolizei sucht im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I auf Beschluss des Amtsgerichtes München mit Lichtbildern nach zwei, bislang unbekannten Männern. Sie stehen im Verdacht am Sonntagabend (19. Juli) S-Bahnkontrolleure und einen Helfer in einer S8 (Fahrtrichtung Pasing – Flughafen München) tätlich angegriffen zu haben. Ein 35-jähriger aus Herrsching, der beiden zu Hilfe kam, erlitt eine schwere Sprunggelenksfraktur und musste bereits zweifach operativ versorgt werden.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen besteht gegen zwei bislang unbekannte Männer der Verdacht, um 19:52 Uhr bei einer Fahrkartenkontrolle in der S-Bahn (Linie S8) auf dem Weg von Pasing in Richtung Münchner Flughafen, vor dem Halt an der Donnersbergerbrücke, zwei DB-Mitarbeiter sowie einem Mann, der ihnen zu Hilfe kam, tätlich angegriffen zu haben.

Einer der bislang unbekannten Tatverdächtigen ging bei der Fahrscheinkontrolle aktiv auf die Kontrolleure zu und zeigte seine Fahrkarte vor, die als gültig bewertet wurde. Als sich die beiden Kontrolleure weiteren Fahrgästen zuwandten echauffierte sich der bereits kontrollierte Dunkelhäutige in der fast vollbesetzten S-Bahn lautstark über die Art und Weise seiner Kontrolle, die er seiner Hautfarbe zuschrieb. Dabei erhielt er Unterstützung von einem unbekannten, hellhäutigen Mann. Aufgrund des Verhaltens drohten die DB-Mitarbeiter dem immer aggressiver werdenden Dunkelhäutigen den Fahrtausschluss an, welchen sie an der Haltestelle Donnersbergerbrücke vollzogen.

Beim Verbringen aus der S-Bahn setzte sich der Dunkelhäutige zur Wehr und versuchte nach dem 44-jährigen Kontrolleur zu schlagen. Infolge des anschließenden Gerangels gingen beide am Bahnsteig zu Boden. In diesem Moment eilte ein Reisender, ein 35-Jähriger aus Herrsching, dem am Boden liegenden DB-Kontrolleur zu Hilfe.

Hierauf mischte sich nun der hellhäutige Unbekannte in die Auseinandersetzung ein. Gemeinsam schlugen und traten die beiden unbekannten Tatverdächtigen auf die beiden ein. Dabei fiel ein Diensthandy eines Kontrolleurs zu Boden und wurde beschädigt. Schließlich flüchteten die beiden unbekannten Tatverdächtigen gemeinsam in unbekannte Richtung. Auf der Flucht beleidigte der Hellhäutige die DB-Mitarbeiter noch als „Scheiß Rassisten!“.

Der 44-Jährige DB-Mitarbeiter erlitt eine starke Schulterprellung und war zunächst mehrere Tage arbeitsunfähig – sein 32-jähriger Kollege blieb äußerlich unverletzt. Der 35-jährige Helfer erlitt eine schwere Sprunggelenksfraktur, die bereits zweifach operativ versorgt werden musste.

Gegen die beiden unbekannten Tatverdächtigen wird wegen des Verdachts der Gefährlichen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung ermittelt. Aufgrund der Videoaufzeichnungen in der S-Bahn liegen den Ermittlungsbehörden Lichtbilder der beiden Tatverdächtigen vor.

Die Münchner Bundespolizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu den Gesuchten. Wer sie bzw. ihren Aufenthaltsort kennt, wird gebeten sich unter 089/515550-111 an die Bundespolizei zu wenden.

Rückfragen bitte an:

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Wolfgang Hauner Bundespolizeiinspektion München Arnulfstraße 1 a – 80335 München Telefon: 089 515 550 215 E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Der räumliche Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München mit dem Bundespolizeirevier München Ost und Diensträumen in Pasing und Freising umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Erding und Freising. Sie finden uns im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben Gleis 26. Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 – 111 zu erreichen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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