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Versicherten- und Patientendaten müssen geschützt werden!

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Düsseldorf – Vor wenigen Tagen wurde die erste voll digitale Versorgungslösung vorgestellt, welche Versicherten die Möglichkeit bieten soll, sich direkt über eine App für Vorsorgeprogramme der Krankenkassen anzumelden. Vorbei die Zeiten von Papier, Unterschriften und langen Aufklärungsbögen bei Hausärzten. Die im Juni 2019 in Kraft getretene Änderung im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) macht es möglich, dass Versicherte nun mit digitaler Unterschrift diesen Programmen beitreten können.
Dennoch stellt sich, vor allem nach immer wieder öffentlich werdenden Datenskandalen, die Frage nach Datenschutz und Informationssicherheit.
Norbert Kutscher, seit über 25 Jahren im Bereich digitaler Informationssicherheit tätig, zählt zu den Experten in Deutschland. Er hat das junge Unternehmen im Bereich Informationssicherheit begleitet und fordert diese und ähnliche Plattformen regelmäßig heraus.

Bei dem Versorgungsprogramm „RhythmusLeben“ wurde darauf geachtet, dass das Unternehmen nach aktuellen und strengen Standards sowohl die Informationssicherheit als auch den Datenschutz sicherstellt. Das kann Norbert Kutscher bestätigen „Informationssicherheit und Datenschutz bedingen einander, dennoch dürfen sie nicht verwechselt werden“, so Kutscher. „Unsere persönlichen Daten sind wertvoll und müssen bestmöglich geschützt werden. In dieser Anwendung ist beides durch entsprechende Initiativen vor dem Programmstart sehr gut umgesetzt worden.“ Das ist jedoch in vielen Anwendungen nicht der Fall. Der Unterschied der beiden Bereiche sei vor allem vielen Gründern gar nicht bewusst. So würden Unternehmen häufig denken, DSGVO-konformes Handeln würde bereits ausreichen. Dass dies jedoch nur den formell-gesetzlichen Teil des Datenschutzes abdeckt, jedoch nicht die Informationssicherheit, ist den wenigsten bekannt.

Das Bundesgesundheitsministerium plant bereits für Anfang 2020 die nächste Neuerung: das Digitale Versorgungs Gesetz (DVG). So können digitale Anwendungen zukünftig nach Bewerbung und positiver Bewertung per Rezept verordnet werden – die Krankenkassen müssen die anfallenden Kosten erstatten. Doch sind unsere Daten auch dann wirklich sicher? „Bisher sind die Standards in Bezug auf Datenschutz und Informationssicherheit noch nicht vollumfänglich für das DVG geklärt. Dennoch sehe ich klar die Gefahr, dass viele Anwendungen den hohen Anforderungen, die Anwender haben, nicht gerecht werden.“, meint Kutscher. Hier muss viel nachgearbeitet werden. Zum Beispiel sogenannte Wirksamkeitstest (Penetrationstests), in denen die Systeme auf ihre technische Sicherheit getestet werden, sollten eine der Mindestvoraussetzungen sein, um sich bewerben zu können.
Bereits im Juli gab das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bekannt, für das Gesundheitswesen ein eigenes Datenschutz-Gesetz zu verabschieden und Passagen zum Datenschutz aus dem DVG herauszunehmen. Das Datenschutzgesetz soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 auf den Weg gebracht werden. Vorgesehen ist unter anderem, Versicherte bei der Nutzung der zum 1. Januar 2021 startenden elektronischen Patientenakte zu unterstützen.

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