Proindex Capital Invest über den Amtsantritt von Bolsonaro

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Am 1. Januar 2019 tritt der ultrarechte Ex-Militär und neuer Präsident Brasiliens sein Amt an – mit Folgen für die ganze Welt

Suhl, 07.01.2018. Das neue Jahr wird in Brasilien mit dem Amtsantritt eines neuen Präsidenten eingeläutet. Jair Messias Bolsonaro wurde mit 55,1 Prozent der Stimmen im vergangen November gewählt. „Für den Regenwald in Südamerika hat er Pläne, welche die internationale Staatengemeinschaft in Zukunft spalten könnte“, so Andreas Jelinek von der Proindex Capital Invest. So sieht Bolsonaro das Amazonasgebiet als wirtschaftliche Chance, die bisher nicht ausreichend genutzt wurde: So will er vor allem neue Weideflächen freimachen, den Bergbau ankurbeln sowie diverse Energieprojekte fördern. „Rechtlich gehören 152.000 Hektar Regenwald den indigenen Karipuna im Westen Brasiliens. Viele illegale Holzfäller, Fischer und Rinderzüchtern haben großes wirtschaftliches Interesse an diesem Gebiet. Laut Angaben der Karipuna wurden bereits 11.000 Hektar zerstört“, so Jelinek von der Proindex Capital Invest weiter. Die Problematik besteht laut ihm vor allem darin, dass viele Konflikte zwischen der indigenen Urbevölkerung und Kolonisten mit Waffen ausgetragen werden. „Der neue Präsident wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vor die Rechte der indigenen Völker stellen. Auch Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten schlugen bereits vor den Wahlen in Brasilien Alarm. Seine harte Linie könnte zur weiteren Abholzung der Regenwälder führen, zumal Bolsonaro bereits angekündigt hatte, den USA zu folgen und aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen. Dies wäre besonders fatal und kontraproduktiv für jegliche Bestreben, die globale Erderwärmung zu minimieren“, betont Andreas Jelinek von der Proindex Capital Invest.

Brasilien verfügt mit dem Amazonasgebiet über den derzeit größten CO2-Speicher weltweit. Zudem wurde Bolsonaro in seinem Wahlkampf von der mächtigen Agrarlobby Brasiliens unterstützt, welche schon seit Jahren Druck ausübt und fordert, aus den indigenen Gebieten Profit zu schlagen. „Es wäre eine Tragödie, wenn sich die Regierung künftig mehr für Rechte der Soja- und Fleisch-Produzenten stark macht, als für jene der indigenen Bevölkerung, welche im übrigen fest in der brasilianischen Verfassung verankert sind“, so Andreas Jelinek von der Proindex Capital Invest abschließend.

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