Lustiger kleiner Kerl erlebt die tollsten Abenteuer

Nepomuck

Auch für einen Koboldjungen, der mit allen Wassern gewaschen ist, ist es nicht ganz einfach, die Menschen zu verstehen. So gelangt Nepomuck unfreiwillig immer wieder in die komischsten Situationen – egal ob er an Vater ein neues Haarwuchsmittel ausprobiert oder sich an Omas Lebkuchenhaus und ihren Keksen zu schaffen macht.

Nepomucks Abenteuer
Nepomuck ist ein lustiger kleiner Kobold, der mit seiner Familie in einem Kobolddorf in Norwegen wohnt. Er hilft dem Weihnachtsmann beim Geschenke verpacken in der Weihnachtswerkstatt und landet aus Versehen in einem dieser Päckchen. So tritt er nun im Schlitten des Weihnachtsmanns seine Reise in die Welt der Menschen an Welch spannende Abenteuer wird Nepomuck dort wohl erleben und wird er bei den Menschen ein neues Zuhause finden?
Mit lustigen Illustrationen von Peggy Friebe
• ISBN-10: 3903056189
• ISBN-13: 978-3903056183

Leseprobe:

Die Familiensaga
In der Nacht gibt es ein Gewitter, und am nächsten Tag regnet es. Wir können nicht raus, weil die Lichtung matschig ist und langweilen uns im Zelt.
„Zum Glück ist das Ding wasserdicht.“, meint Vater. Ich schaue nach draußen. Es regnet Bindfäden, und die Kobolde lassen sich nicht blicken. Wie langweilig!
„Ich habe Hunger!“, murrt Lily verdrossen. Aber außer Keksen und Limonade ist nichts mehr im Zelt. Es hilft alles nichts, Vater muss zum Auto und Konserven aus dem Kofferraum holen.
Er kommt völlig durchnässt und mit zwei prall gefüllten Tüten zurück. H- Milch und Schokopulver hat er auch mitgebracht, sehr gut. „Du bringst den ganzen Matsch mit ins Zelt!“, ruft Mutter verärgert. „Na, meine Schuhe kann ich bei dem Regen aber nicht draußen lassen!“ Vater ist nun ebenfalls sauer und stellt die nassen Schuhe mitten im Weg ab. Unser Zelt besteht aus zwei Teilen, der vordere Teil dient zum Essen und Wohnen und die Kabine hinten zum Schlafen. Im vorderen Teil steht nur ein kleiner roter Tisch mit zwei daran befestigten Bänken. Alles aus Plastik und abmontierbar. Vater öffnet Konserven mit Rindfleisch, Mettwurst und Ananas. Dazu gibt es Zwieback und kalten Kakao.
Es kruschelt am Eingang und Nepomuck steckt seinen nassen Kopf durch die Öffnung.
„Dürfen wir reinkommen?“, fragt er höflich. Kurz darauf wimmelt das Zelt nur so von Kobolden, die ihre schlammigen Fußabdrücke überall hinterlassen. Mutter verdreht die Augen. Die kleinen Gäste verschmähen unser Dosenfutter und halten sich lieber an die Kekse.
„Hoffentlich regnet es nicht tagelang.“, seufzt Vater missmutig. Nepomuck schüttelt den Kopf: „Nein, Dauerregen ist hier selten. Meist regnet es nur kurz mal ab. Ihr werdet sehen, bald scheint die Sonne schon wieder!“ Das klingt beruhigend und das Frühstück schmeckt gleich doppelt so gut. Das finden die Kobolde auch und krümeln mit vereinten Kräften den ganzen Zeltboden voll. Mutter stöhnt leise. Plötzlich fragt Nepomuck mit vollem Mund: „Weiß denn keiner eine Geschichte? Es ist so langweilig!“
Da meldet sich eine ältere Kobolddame mit Knubbelnase und einem flotten Knoten im schneeweißen Haar zu Wort. „Spricht sie denn kein Deutsch?“, frage ich Nepomuck enttäuscht. „Nöö, nur Koboldisch, Norwegisch und Rumänisch. Aber keine Bange, ich übersetze euch die Geschichte. Sie erzählt nämlich die Koboldsaga der Familie Karamio. Und sie ist meine Großmutter, müsst ihr wissen!“ Dann beginnt die Oma zu erzählen, und Nepomuck übersetzt:
„Also, vor langer Zeit einmal, da wohnten unsere Vorfahren in den Karpaten im wunderschönen Land Rumänien. Sie lebten in den tiefen dunklen Wäldern, in die nie ein Sonnenstrahl dringt. Dort verbargen sie sich in einfachen Erdhöhlen und ernährten sich bescheiden von den Früchten des Waldes. Ganz in der Nähe gab es jedoch ein düsteres altes Schloss, das von den Menschen des Dorfes gemieden wurde. Uns war das ganz recht, denn so hatten auch wir unsere Ruhe. Wir wussten, dass es keine freundlichen Menschen waren, die dort am Waldrand wohnten. Wir mochten das Schloss, und des Nachts flogen unzählige Fledermäuse um seine Türme. Das Schicksal wollte es, dass der Graf, der in dem Schloss wohnte, eines Tages durch unser Gebiet ritt und vom Pferd stürzte. Er fügte sich dabei eine furchtbare Wunde zu, und gutmütig wie wir Kobolde nun einmal sind, eilten wir ihm zu Hilfe. Wir haben immer spezielle Salben und Tinkturen für derartige Fälle zur Hand, müsst ihr wissen.
Nun, wir pflegten den Grafen also gesund. Ich war damals noch ein kleines Mädchen, aber ich kann mich ganz genau an alles erinnern. Der Graf bedankte sich und lud uns von da an immer öfter in sein prächtiges Schloss ein, wo er uns Kekse und edlen Wein servieren ließ. Bis dahin hatten wir uns hauptsächlich von Waldbeeren und Tannenzapfen ernährt…“

„Spass und Lernen“ über das Buch: „Nepomucks Abenteuer“ ist ein wunderschönes Märchen, das nicht nur Kinder sondern durchaus auch Erwachsene zum Lachen bringen kann.
Die Geschichten sind spannend und humorvoll geschrieben. Und sie vermitteln, dass Freundschaft, Mut, Vertrauen und Zusammenhalt ganz zentrale Werte im menschlichen Leben sein sollten. Professionelle, überaus witzige Illustrationen ergänzen die Handlung und unterstützen Kinder beim Verständnis der selbst gelesenen Texte.
Ein sehr gut gelungenes Kinderbuch, das unserer Meinung nach einen ganz besonderen Platz im Bücherregal einnehmen sollte.
Kurz und gut: Eine absolute Bereicherung für jede Kinderbuchsammlung!
http://www.spass-und-lernen.com/

©byChristineErdiç

Christine Erdic Firmeninformation:
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

Christine Erdic
35050 Izmir
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