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Ein Armutszeugnis für Baden-Württemberg

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Dass Frauen weniger verdienen als Männer wird seit langem beklagt. „Getan hat sich bislang nicht viel. Im Gegenteil – wie die Hans-Böckler-Stiftung herausbekommen hat, ist in keinem Bundesland die Situation für Frauen schlechter als in Baden-Württemberg. Das ist beschämend. Damit ist klar – für Frauen hängt die Lücke beim Gehalt auch vom Arbeitsort ab. Die rote Laterne trägt ausgerechtet ein Bundesland, das wirtschaftlich vergleichsweise sehr gut dasteht“, so Dr. Anemone Bippes (http://www.anemonebippes.de), Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung Baden-Baden / Rastatt.

Ausweislich der Studie zum sogenannten Gender Pay Gap verdienen Frauen in Baden-Württemberg im Schnitt 22,7 Prozent weniger als Männer. Dagegen beträgt der Unterschied in Brandenburg nur 14,9 Prozent und in Sachsen-Anhalt 15,5 Prozent. Im Schnitt für das gesamte Bundesgebiet liegt der Gender Pay Gap bei 21 Prozent. Frauen erhielten demnach im vergangenen Jahr im Mittel 17,09 Euro brutto je Stunde, Männer 21,60 Euro.

Eine Erklärung, weshalb es gerade in Baden-Württemberg, aber auch in Bayern zu einer derart großen Differenz beim Einkommen von Mann und Frau kommt, liefert die Studie gleich mit. In beiden Ländern sei das verarbeitende Gewerbe stark präsent und biete vor allem Männern gute Jobs. Nach Auffassung von Dr. Anemone Bippes (http://www.anemonebippes.de/blog/2019/03/15/ein-armutszeugnis-fuer-baden-wuerttemberg/) müssten deshalb auch seitens der Politik besondere Anstrengungen unternommen werden, um dieser unseligen Entwicklung entgegenzuwirken. Ich wünsche mir hier viel größere Anstrengungen für die Erwerbssituation der Frauen im Land. Dazu gehört auch, dass wir die Arbeitslosigkeit Alleinerziehender endlich entschieden anpacken,“ fordert Dr. Anemone Bippes.

Ich wünsche mir für Baden-Baden, wo überproportional viele Alleinerziehende leben, dass Arbeitslosigkeit von Frauen nicht nur verwaltet, sondern entschieden bekämpft wird. „Ich fordere Maßnahmen, die dazu geeignet sind, Langzeitarbeitslose für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen. In Bayern, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern gibt es gute Vorbilder. Und wenn nicht jetzt, wann dann. Der Arbeitskräftemangel in unserer Region wird immer mehr zu einem Konjunkturrisiko. Wenn die Politik will, dann kann sie den Rahmen dafür schaffen, dass möglichst alle Menschen von unserem boomenden Arbeitsmarkt profitieren.

Mit sogenannten Tandem-Projekten wird vor allem Alleinerziehenden und Familien geholfen. In Nürnberg beispielsweise haben sich Stadt und Jobcenter zusammengetan. Ein Team, bestehend aus einem Fallmanager und einer Sozialpädagogin, kümmert sich um jeweils rund 40 Fälle. Die Probleme seien vielzählig, wird aus Nürnberg berichtet. Das fange schon bei einer fehlenden oder nicht passenden Kinderbetreuung an, Schwierigkeiten an der Schule, Schulden, Wohnungsprobleme, sprachliche Probleme. Die Tandems versuchen immer, ein passgenaues Angebot zu schnüren. Neben den regelmäßigen Treffen im Jobcenter gebe es auch Hausbesuche. Das Projekt mit ganzheitlichem Ansatz ist nachhaltig erfolgreich und könnte Vorbild sein für Baden-Baden. Wer den hohen Anteil Alleinerziehender in unserer Stadt nur beklagt, der wird seiner Aufgabe nicht gerecht“, meint Dr. Anemone Bippes.

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Dr. Anemone Bippes
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Dr. Anemone Bippes
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