Dentalplus: Wenn „die Weisheit weh tut“

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Karies, Parodontitis, Zahnwurzelschäden und schiefe Zähne: Weisheitszähne sind nicht selten schuld an Schmerzen und Zahnproblemen. Gründe, warum eine Entfernung der Weisheitszähne – auch als vorbeugende Maßnahme bereits im jugendlichen Alter – Sinn macht, erklärt Dr. med. dent. Bernhard Saneke.

Die Weisheitszähne wachsen als letzte Zähne im Kiefer, wenn Schädel- und Kieferknochen bereits ausgewachsen sind. Dieser Zeitpunkt ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Erste Keime der Weisheitszähne entstehen etwa im Alter von 11 bis 12 Jahren, ausgewachsen sind die Weisheitszähne dann mit etwa 16 – 18 Jahren. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Weisheitszähne auch die Mundhöhle erreichen. Das tuen sie nur, wenn sie ausreichend Platz im Kiefer haben. Daher schlummern sehr viele Weisheitszähne „unsichtbar“ im Kiefer oder erreichen nur mit einer kleinen Spitze die Mundhöhle. Mitunter werden Weisheitszähne auch gar nicht angelegt – ein Glücksfall der Natur.

„Weisheitszähne werden auch Achter genannt, da sie zusätzlich zu den sieben regulären Zähnen in jedem Quadranten des Gebisses angelegt sind. Ihren Namen verdanken die Weisheitszähne übrigens der Tatsache, dass sie erst so spät durchbrechen. In früheren Zeiten wurde Alter eben mit Weisheit gleichgesetzt“, verrät Dr. Saneke.

Erbe aus der Steinzeit

Weisheitszähne machen oft Ärger, weil ihnen der Platz im Kiefer fehlt. Das hat etwas mit der menschlichen Entwicklungsgeschichte zu tun. Vor Millionen von Jahren, in der frühen Steinzeit, sahen der Schädel und die Kieferknochen unserer Vorfahren anders aus: Die Mundregion stand mehr vor, Ober- und Unterkiefer waren länger. In diesem Mund fanden alle 32 Zähne gut Platz. Im Laufe der Evolution verkürzte sich der menschliche Kiefer, doch die Menge der Zähne blieb gleich. Da Weisheitszähne als letzte Zähne wachsen, finden sie häufig nicht mehr genügend Raum: Sie verkeilen sich am Ende des Kiefers oder brechen nur teilweise durch (Teil-Retinierung). Das kann zu Schmerzen und Zahnproblemen führen.

Durchbruch mit Hindernissen

Der beim Wachsen und Durchbrechen der Weisheitszähne entstehende Druck wirkt sich meist negativ auf die Nachbarzähne aus: Die Zähne verschieben sich in den Zahnreihen. Das führt nicht nur zu einem unangenehmen bis schmerzhaften Druckgefühl, sondern beeinträchtigt die Zahnästhetik durch schief stehende Zähne und verletzt oft die benachbarten Zähne und Zahnwurzeln.

Beschwerden entstehen,
– wenn der Weisheitszahn quer oder waagerecht im Kiefer wächst,
– wenn er andere Zähne aus der Reihe drängt,
– wenn er dem Nachbarzahn so nahe kommt, dass das Zähneputzen erschwert ist,
– wenn er sich entzündet.

Pro und Kontra: vorbeugend Weisheitszahn ziehen

Die Diskussion um Verbleib oder Entfernung von Weisheitszähnen führt oft zu Ratlosigkeit bei Patienten. Die einen Zahnärzte warnen vor Operationsrisiken, die anderen vor den möglichen problematischen Folgen für das gesamte Gebiss beim Verbleib der Weisheitszähne.

Zu den Risiken einer Weisheitszahn-OP zählen Verletzungen der Unterkiefer-Nerven, was zu einer dauerhaften Gefühlseinschränkung der Lippe oder Zunge führen kann. Bei einer Wundheilstörung kann sich die Wunde entzünden und die Entzündung sich auf den Kieferknochen ausbreiten. Allerdings können diese Risiken bei einer sorgfältigen Planung des Eingriffs und vor allem durch die Anfertigung einer dreidimensionalen Röntgenaufnahme sehr sicher vermieden werden.

Allerdings ist es auch Fakt, dass Weisheitszähne, die im Kiefer verbleiben, Zahnbeschwerden verursachen können. Vor allem, wenn ein Weisheitszahn nur teilweise herauswächst. Denn ist dieser nur schwer zu reinigen, entzündet er sich leicht. Karies, Parodontitis, Zahnfehlstellungen sowie Zahnwurzelschäden an den benachbarten Backenzähnen sind ebenfalls häufige Komplikationen. Zysten gehören zu den gefährlichsten Symptomen, denn diese flüssigkeitsgefüllten Hohlräume wachsen oft unbemerkt und schädigen das umliegende Gewebe, also auch den Kieferknochen. Außerdem kann das Aufbrechen einer Zyste in einer tödlichen Blutvergiftung enden.

„Dank moderner Röntgendiagnostik in unserer Praxis erhalten wir im Vorfeld ein aussagekräftiges Bild, das die Weisheitszahnentfernung erleichtert und so die Risiken einer Weisheitszahn-OP deutlich reduziert“, versichert Dr. Saneke.

Zusammengefasst: Weisheitszähne sollten entfernt werden, wenn
– sie beim Beißen oder Kauen stören,
– sie Schmerzen im Kiefer oder im ganzen Gesicht auslösen,
– sie Karies oder Parodontitis verursachen,
– das umgebende Zahnfleisch entzündet ist,
– die Zahnwurzeln entzündet sind,
– sich in der Umgebung Zysten oder Geschwüre gebildet haben,
– die Nachbarzähne sich verschieben oder erkranken.

Jugendliche haben es leichter

Die Zahnarztpraxis Dentalplus empfiehlt, möglichst im jugendlichen Alter zwischen 13 und 16 Jahren die Weisheitszähne entfernen zu lassen.
Zwar gibt es keine Altersgrenze für die Weisheitszahn-OP, doch macht es am meisten Sinn, die Weisheitszähne zu entfernen, sobald erkennbar ist, dass sie keinen Platz im Kiefer haben und Beschwerden auslösen können.

https://www.dentalplus.de/behandlung/weisheitszaehne

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