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Bundespolizeidirektion München: Zufällig nachts im Grenzgebiet getroffen? – Bundespolizei fasst Schleuser bei Mittenwald

Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt gegen zwei mutmaßliche Schleuser, die unabhängig voneinander auf der B2 bei Mittenwald gefasst wurden.
Mittenwald / Rosenheim (ots) –

Die Bundespolizei hat am Dienstag (20. August) einen Türken ins Gefängnis eingeliefert. Der 40-Jährige, der in Italien lebt, wird beschuldigt, zwei türkische Staatsangehörige eingeschleust zu haben. Auch gegen einen Pakistaner ermitteln die Bundespolizisten wegen Einschleusens von Ausländern. Der 39-Jährige war mit drei Landsleuten unterwegs. Beide mutmaßliche Schleuser wurden an aufeinander folgenden Tagen in den frühen Morgenstunden auf der Bundesstraße am Grenzübergang bei Mittenwald gefasst.

Bei der Überprüfung der Insassen eines in Italien zugelassenen Wagens auf der B2 konnte sich der türkische Fahrer mit seinem Reisepass und einer italienischen Aufenthaltserlaubnis ausweisen. Seine 30 und 33 Jahre alten Begleiter hatten hingegen keine Papiere für die Einreise nach Deutschland dabei. Sie sind laut eigenen Angaben kurdischer Abstammung. Einer von ihnen äußerte ein Schutzersuchen und wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Seinem Begleiter kam es offenbar nicht auf Schutz an. Ihm wurde die Einreise verweigerten. Er musste das Land noch am selben Tag verlassen.

Die Ermittler der Rosenheimer Bundespolizei gehen von einer organisierten Tour aus, auch wenn der mutmaßliche Schleuser behauptet, seine Mitfahrer nur zufällig kurz vor der Grenze getroffen zu haben. Das Münchner Amtsgericht entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete die Untersuchungshaft des Mannes an. Bundespolizisten lieferten ihn in ein Münchner Gefängnis ein.

Auch der pakistanische Staatsangehörige wird sich voraussichtlich schon bald strafrechtlich verantworten müssen. Keiner seiner drei Mitfahrer verfügte über die erforderlichen Papiere für den in Deutschland beabsichtigten Aufenthalt. Sie wurden zusammen mit ihrem Fahrzeugführer zur Bundespolizeiinspektion nach Rosenheim gebracht. Dort werden die weiteren Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern geführt.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann Bundespolizeiinspektion Rosenheim Burgfriedstraße 34 – 83024 Rosenheim Telefon: 08031 80 26 2201 E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf rund 370 Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

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