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Bundespolizeidirektion München: Gefährliche Großschleusung mit Transporter – 16 Personen ungesichert auf der Ladefläche

Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 38-jährigen Rumänen, der beschuldigt wird, 16 Afghanen unter sehr gefährlichen Umständen in die Bundesrepublik geschleust zu haben. (Bild: Bundespolizei)
Piding / Bad Reichenhall (ots) –

Der Zoll hat am Dienstag (14. Juli) auf der Autobahn Salzburg – München einen Transporter aus dem Verkeht gezogen, in dem 16 Afghanen geschleust wurden. Der Fahrer, ein rumänischer Staatsangehöriger, wurde festgenommen. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Nahe der Anschlussstelle Piding stoppten Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege Traunstein einen in Rumänien zugelassenen Kastenwagen. Auf der Ladefläche trafen die Beamten auf 16 Personen, die ungesichert auf dem Boden saßen. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Minderjährige und junge Männer aus Afghanistan. Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland hatten sie nicht.

Sie wurden in Gewahrsam genommen und zusammen mit ihrem mutmaßlichen Schleuser zum Bundespolizeirevier in Bad Reichenhall gebracht. Dort gab der 38-Jährige an, dass er diese Fahrt unternommen hätte, um sich etwas dazu zu verdienen. Es sei ihm bewusst gewesen, dass es höchst gefährlich ist, Menschen auf der Ladefläche zu transportieren. Gestört hat es ihn aber offenbar nicht. Die Bundespolizisten führten den Mann beim Amtsgericht in Laufen vor. Auf richterliche Anordnung hin, wurde er in München ins Gefängnis eingeliefert. Neun der Geschleusten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Die übrigen sieben waren noch nicht volljährig und konnten der Obhut des Jugendamtes anvertraut werden.

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Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die Bundespolizeireviere Freilassing, Weilheim, Kempten und Lindau an. Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion bahn- und grenzpolizeilich zuständig. Im 650 Kilometer langen deutsch-österreichischen Grenzgebiet gehen die rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem gegen illegale Migration und Schleusungskriminalität vor. Auf über 1.150 Bahnkilometern und in etwa 200 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen sie für Sicherheit der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder über oben genannte Kontaktadresse.

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