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Natur und Umwelt

BDI Bundesverband der Dt. Industrie / BDI zur Einigung der Koalition: ...

BDI zur Einigung der Koalition: "Laufzeitverlängerung wichtiger Baustein für das
Energiekonzept"


Berlin (ots) - BDI zur Einigung der Koalition:
"Laufzeitverlängerung wichtiger Baustein für das Energiekonzept"

- Möglichst schnell für Planungssicherheit sorgen
- Gefundene Regelung wird Strompreise dämpfen
- Schutz für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze

"Mit der Entscheidung zur Verlängerung der Laufzeiten der
Kernkraftwerke hat die Bundesregierung einen wichtigen Baustein für
das Energiekonzept festgelegt. Nun kommt es darauf an, möglichst
schnell auch die weiteren Eckpunkte des Energiekonzepts zu
entscheiden und für Planungssicherheit zu sorgen." Das erklärte
BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf anlässlich der Einigung
der schwarz-gelben Koalition.

"Die gefundene Regelung wirkt preisdämpfend auf die Strompreise in
Deutschland. Diese Entscheidung ist auch wichtig für das
Industrieland Deutschland, denn sie trägt dazu bei, die
internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu erhalten und
sichert damit Arbeitsplätze in Deutschland. Dies sollte die Akzeptanz
der Entscheidungen in der Öffentlichkeit fördern", sagte Schnappauf.

"Wir benötigen alle Energieträger für den Umbau unserer
Energieversorgung hin zu einer CO2-armen Versorgung, auch die
Kernenergie", unterstrich Schnappauf. "Die Politik ist jetzt
gefordert, die getroffene Entscheidung rechtssicher zu machen und so
dringend notwendige Investitionsentscheidungen zu ermöglichen."

Originaltext: BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6570
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6570.rss2

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu



6. September 2010, 14:33:32
#137134

Natur und Umwelt

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) / Pkw-Energiekosten online ...

Pkw-Energiekosten online berechnen / Interaktiver Rechner hilft bei der Suche
nach einem energieeffizienten Auto


Berlin (ots) - Autofahrer achten beim Fahrzeugkauf vermehrt auf
den Kraftstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß. Der neue, interaktive
Pkw-Energiekostenrechner der Initiative "ich & mein auto" der
Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) macht es leicht, die
Energiekosten eines Pkw einzuschätzen und mit anderen Modellen zu
vergleichen. Interessierte können das Online-Tool ab sofort unter
www.ichundmeinauto.info nutzen und damit die Weichen für eine
energieeffizientere Mobilität stellen.

Nach Auswahl eines von über 300.000 Fahrzeugmodellen erhält der
Nutzer eine Übersicht mit allen energierelevanten Daten: vom
Kraftstoffverbrauch und den CO2-Emissionen über die Spritkosten und
Kfz-Steuer bis hin zu den gesamten Energiekosten. Die Kosten werden
sowohl pro Jahr als auch für die gesamte Haltedauer angezeigt. Dabei
sind die jährliche Fahrleistung sowie die Nutzungsdauer des Autos
individuell einstellbar. Der ausgewählte Pkw kann mit bis zu fünf
weiteren verglichen werden. Der Energiekostencheck zeigt außerdem
verbrauchsärmere Modelle innerhalb der gleichen Fahrzeugklasse an.
Die Verbrauchsdaten der Fahrzeuge beruhen auf den Angaben der
Hersteller.

Weitere Informationen und Tipps zum Spritsparen bietet die
Initiative "ich & mein auto" auf ihrer Internetseite oder über die
kostenlose Energie-Hotline: 08000 736 734.

"ich & mein auto" ist eine Aktionsplattform für die effiziente
Pkw-Nutzung. Sie wird von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)
und Partnern aus der Wirtschaft getragen sowie durch das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
gefördert.

Originaltext: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/43338
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_43338.rss2

Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Christian Müller,
Chausseestraße 128a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-640, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699, E-Mail:
presse@dena.de, Internet: www.dena.de



6. September 2010, 11:26:50
#136831

Natur und Umwelt

Deutsche Umwelthilfe e.V. / Kennzeichnung von Getränkeverpackungen: ...

Kennzeichnung von Getränkeverpackungen: Mehrweg-Allianz fordert uneingeschränkte
Umsetzung des Koalitionsvertrags


Berlin (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung

Derzeitige Kennzeichnungspraxis bei Getränkeverpackungen führt zur
systematischen Verwirrung und Täuschung der Verbraucher -
Koalitionsvertrag sieht aussagefähige Kennzeichnung von
Getränkeverpackungen nach Einweg und Mehrweg vor, die aber aus dem
Wirtschaftsministerium blockiert wird - Einweglobby versucht mit
schön gerechneten Ökobilanzen Maßnahmen zum Mehrwegschutz zu
verhindern

Das im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung abgegebene
Bekenntnis zum Schutz des deutschen Mehrwegsystems im Getränkebereich
hat nach fast einem Jahr noch zu keinerlei Konsequenzen geführt.
Insbesondere lässt die versprochene Einführung einer klar
unterscheidbaren Kennzeichnung von Einweg- und Mehrwegflaschen auf
sich warten. Darauf haben die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH), die
Stiftung Initiative Mehrweg (SIM), der Verband mittelständischer
Privatbrauereien sowie der Bundesverband des Deutschen
Getränkefachgroßhandels vor der Presse in Berlin hingewiesen und die
Bundesregierung eindringlich zum Handeln aufgefordert.

"Die Bundesregierung darf sich nicht dem Druck der internationalen
Einweglobby beugen und weiterhin tatenlos zusehen, wie das
Getränke-Mehrwegsystem sturmreif geschossen wird. Der Verbraucher hat
ein Recht auf eine klare Kennzeichnung der Getränkeverpackung nach
Einweg und Mehrweg. Und er muss zudem darüber informiert werden, wie
viel der jeweilige Pfandwert beträgt wie dies, z.B. in den USA üblich
ist. Jeder zweite Verbraucher glaubt, er kaufe umweltfreundliche
Mehrwegflaschen, wenn er Pfand bezahlen muss", erklärte
DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch und verwies auf eine aktuelle
Untersuchung von TNS-Emnid, die dieses verheerende Ergebnis des
aktuellen Kennzeichnungs-Wirrwarrs an den Tag brachte. "In der
Theorie bekennt sich die Bundesregierung nach wie vor zu Mehrweg.
Praktisch fehlt aber seit Jahren der Mut, endlich effektive
Kennzeichnungsregeln für den Umwelt- und Verbraucherschutz
umzusetzen. Die Fakten liegen auf dem Tisch, es ist Zeit zum
Handeln."

Die Diskrepanz zwischen wohl formulierten Mehrwegbekundungen und
dem jahrelangen Aussitzen der Probleme lasse an der Ernsthaftigkeit
der Bundesregierung zweifeln. Der vom Bundesumweltministerium (BMU)
erstellte Entwurf einer Kennzeichnungsverordnung werde seit Monaten
von Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) blockiert. Dort werde "völlig
unkritisch die Argumentation einwegorientierter Wirtschaftsinteressen
übernommen", kritisiert Resch.

Nachdem die EU-Kommission einen ersten Verordnungsentwurf wegen
angeblicher Handelshemmnisse kritisiert hatte, sei das
Bundesumweltministerium erstaunlich schnell eingeknickt und
diskutiere nun ohne Not Kompromisslösungen, die die Mehrweg-Allianz
für untauglich hält. Erwähnt wurden in diesem Zusammenhang eine
Kennzeichnung am Verkaufsregal sowie eine Aufklärungskampagne. Für
Rückzieher gebe es jedoch keine ernsthafte juristische Begründung,
erläutert Clemens Stroetmann, Staatssekretär a. D. und
Geschäftsführer der Stiftung Initiative Mehrweg: "Mit dem Logo der
Deutschen Pfand Gesellschaft, DPG, besteht schon eine
Kennzeichnungspflicht auch für Importprodukte bepfandeter
Einweggetränke. Zudem ist es üblich, die Produkte in der jeweiligen
Landessprache des Vertriebslandes zu kennzeichnen." Es sei deshalb
nicht nachvollziehbar, warum die für die Verbraucherinformation
notwendige Zusatzinformation "Einweg" bzw. "Mehrweg" nun nach Meinung
der Kommission einen unzumutbaren Zusatzaufwand darstellen solle. Der
Aufwand reiche jedenfalls kaum aus, um darauf ein
Vertragsverletzungsverfahren zu gründen. Auch Sonderregelungen für
den Import von Kleinstmengen seien bei Einwegverpackungen längst
üblich. Mehrwegflaschen würden hingegen nur zu einem äußerst geringen
Anteil international gehandelt, so dass in diesem Bereich nicht von
einem Handelshemmnis gesprochen werden könne.

Auch in der Praxis gibt es keine nachvollziehbaren Gründe gegen
die Einführung einer Kennzeichnungsverordnung. "Mit einer
angemessenen Frist kommen keine zusätzlichen Kosten auf die Abfüller
zu", erklärt Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbandes Private
Brauereien Deutschland e.V.. Schließlich bestätigt die derzeitige
Kennzeichnungspraxis einzelner Abfüller, dass eine
verbraucherorientierte Kennzeichnung zu keinerlei
Wettbewerbsnachteilen führt. So kennzeichnet die Adelholzener
Alpenquellen GmbH freiwillig ihr Produkt "Active O2" neben dem
gesetzlich vorgeschriebenen DPG-Logo zusätzlich mit dem Schriftzug
"Einweg" und der Pfandhöhe "25 Cent". "Einzelne Abfüller, die
freiwillig ihre Produkte mit einer Bildmarke und der Angabe der
Pfandhöhe zur Unterscheidung zwischen Einweg und Mehrweg
kennzeichnen, sind mustergültig. In der Praxis sind sie aber leider
noch die Ausnahme", bedauert Demleitner. Nur eine konsequente und
unverwässerte Kennzeichnungsverordnung gebe den Verbrauchern die
Möglichkeit einer selbstbestimmten und bewussten Entscheidung zum
Kauf umweltfreundlicher Mehrwegflaschen oder klimaschädlicher
Einweggetränkeverpackungen. Das vom Gesetzgeber vorgegebene und
bislang zur Kennzeichnung von Einweg ausreichende DPG-Logo kennen die
wenigsten Verbraucher. "Im Streit über die geplante
Kennzeichnungsverordnung muss die Bundesregierung nun endlich Farbe
bekennen und erklären, ob sie ihren eigenen Koalitionsvertrag ernst
nimmt oder diesen nur als ein schön beschriebenes Blatt Papier
ansieht", fordert Demleitner. "Eine Verwässerung der
Kennzeichnungspflicht, wie beispielsweise eine Kennzeichnungspflicht
am Verkaufsregal statt auf der Getränkeverpackung käme einer
Bankrotterklärung des Mehrwegengagements der Bundesregierung gleich."

"Eine klare Kennzeichnung von Einweg- und Mehrwegverpackungen kann
nur ein erster notwendiger Schritt auf dem Weg zu weiteren
Mehrwegschutzmaßnahmen sein", erklärt Günther Guder,
Geschäftsführender Vorstand des Bundesverband des Deutschen
Getränkefachgroßhandels e.V.. "Vor dem Hintergrund weiter fallender
Mehrwegquoten im alkoholfreien Getränkebereich fordern wir die
Einführung einer Lenkungsabgabe von 20 Cent pro Einweg-Verpackung.
Dies wäre ein klares politisches Signal an die Einweglobby, die
derzeit mit fadenscheinigen Argumenten und systematisch schön
gerechneten Ökobilanzen versucht, Dosen und Plastikflaschen wieder
hoffähig zu machen, um im Ergebnis weitere Maßnahmen zum
Mehrwegschutz zu verhindern", erläutert Guder. Einwegverpackungen
werden von Großabfüllern und Großformen des Lebensmittelhandels in
Verbindung mit Niedrigstpreisen dazu genutzt, mittelständische
Betriebe vom Markt zu verdrängen. "Eine rasche Verabschiedung
weiterer Mehrwegschutzmaßnahmen durch die Politik ist daher auch ein
Bekenntnis zur Unterstützung mittelständischer Strukturen in der
deutschen Getränkewirtschaft, die allein rund 170.000 nicht
exportierbare Arbeitsplätze umfasst", so Guder.

Originaltext: Deutsche Umwelthilfe e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/22521
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_22521.rss2

Pressekontakt:
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Deutsche Umwelthilfe e.V.,
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Mobil: 0171 3649170,
E-Mail: resch@duh.de

Clemens Stroetmann, Geschäftsführer Stiftung Initiative Mehrweg,
Eichenweg 11, 14557 Wilhelmshorst, Tel.: 033205 24037,
Fax: 033205 24038, E-Mail: c.stroetmann@versteyl-berlin.de

Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverband des
Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V., Monschauer Straße 7,
40549 Düsseldorf, Tel.: 0211 683938 Fax: 0211 683602,
Mobil: 0172 2424 950, E-Mail: guder@bv-gfgh.de

Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbandes Private Brauereien
Deutschland e.V., Rheinstr. 11, 65549 Limburg, Tel.: 06431 52048,
Fax: 06431 53612, mobil: 0171 5311444,
E-Mail: info@private-brauereien-deutschland.de

Gerd Rosenkranz, Leiter Politik & Presse, Deutsche Umwelthilfe e.V.,
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: 030 2400867 21,
Mobil 0171 5660577, E-Mail: rosenkranz@duh.de



6. September 2010, 10:49:16
#136794

Natur und Umwelt

BUND / Bundesregierung setzt Bevölkerung zusätzlichen atomaren Risiken ...

Bundesregierung setzt Bevölkerung zusätzlichen atomaren Risiken aus. Weiger:
"Wer einseitig Politik zugunsten der AKW-Betreiber macht, muss mit zunehmendem
Protest rechnen"


Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) sieht in den gestrigen Beschlüssen der Koalitionsparteien zur
Energiepolitik inklusive einer Verlängerung der Laufzeiten für die
deutschen Atomkraftwerke einen beispiellosen Fall von
Klientelpolitik. Noch nie habe sich eine Bundesregierung so den
Interessen einer bestimmten Branche der Wirtschaft unterworfen. Die
Entscheidung, Atommeiler im Durchschnitt zwölf Jahre länger betreiben
zu lassen als bisher vorgesehen, stärke das Oligopol der vier großen
Energieunternehmen, die 80 Prozent des Strommarktes beherrschten.

Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: "Es gibt keinen vernünftigen
Grund, die Laufzeiten der Atommeiler in Deutschland zu verlängern,
außer man folgt den Gewinninteressen der vier Atomstromkonzerne.
Nachdem es der Bundesregierung mit ihren fragwürdigen
Energiegutachten nicht gelungen ist, glaubwürdige Begründungen für
die Verlängerung der Atomkraftwerks-Laufzeiten zu erhalten, wollte
die schwarz-gelbe Koalition offensichtlich schnell Fakten schaffen.
Nicht das für Ende September angekündigte Energiekonzept, sondern die
Gier der Atomstromkonzerne nach Extra-Profiten bestimmt die
Energiepolitik der Bundesregierung."

Als Reaktion auf die Regierungspläne kündigte Weiger die
Fortsetzung der Anti-Atom-Proteste an. Bereits für den 18. September
plant die Umweltorganisation zusammen mit anderen Verbänden in Berlin
eine Großdemonstration. Dabei soll das Regierungsviertel umzingelt
werden. Weitere Aktionen der Atomgegner sind im Oktober in Stuttgart
und München sowie im November in Gorleben geplant.

Die Mehrheit der Bevölkerung lehne die Atomenergie ab. Das werde
sich auch nicht ändernd, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt
versuche, die fragwürdigen energiepolitischen Entscheidungen vom
Wochenende schönzureden. "Wer einseitig Politik zugunsten der
AKW-Betreiber macht, muss mit weiter zunehmendem Protest rechnen",
sagte Weiger.

Originaltext: BUND
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7666
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Pressekontakt:
Thorben Becker, BUND-Energieexperte:
Tel. 030-27586-421,
Mobil: 0173-6071603 bzw.

Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher:
Tel. 030-27586-425, Fax: -440
E-Mail: presse@bund.net
Internet: www.bund.net



6. September 2010, 10:46:50
#136790

Natur und Umwelt

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. / Atomdeal macht Energiekonzept ...

Atomdeal macht Energiekonzept der Bundesregierung zur Farce
/ Erneuerbaren-Branche fürchtet Investitionseinbruch


Berlin (ots) - Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE)
kritisiert das beschlossene Modell zur Laufzeitverlängerung für
deutsche Atomkraftwerke scharf. "Nun ist die Katze aus dem Sack, die
Atommeiler sollen bis zu 14 Jahre länger am Netz bleiben, als im
Atomkonsens von 2000 festgelegt. Damit wird das lang angekündigte
Energiekonzept der Bundesregierung endgültig zur Farce", urteilt
BEE-Präsident Dietmar Schütz. Die Atomlobby habe sich mit ihren
dreisten Forderungen auf ganzer Linie durchgesetzt. "Mit ihrer
Klientelpolitik für die vier großen Stromkonzerne gefährdet Angela
Merkel zukunftsweisende Milliardeninvestitionen in Erneuerbare
Energien. Das Nachsehen haben alle diejenigen, die ernsthaft an einem
zukunftsfähigen Energiesystem arbeiten."

BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann: "Mit dieser Entscheidung
zementiert die Bundesregierung das Oligopol der Stromkonzerne. Die
zusätzliche Abgabe stärkt ihre Wettbewerbsposition noch, denn sie ist
nichts weiter als eine staatlich verordnete Investition in die eigene
Zukunftsfähigkeit der Atomwirtschaft".

Damit verhindere die schwarz-gelbe Koalition bewusst für weitere
Jahrzehnte einen fairen Wettbewerb auf dem Strommarkt. Verlierer
seien die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Aber auch
viele kleine Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen und
Kommunen. Allein im Jahr 2009 trugen die Erneuerbaren in Höhe von 6,7
Milliarden Euro zur kommunalen Wertschöpfung bei. Damit sind sie vor
allem auch eine Chance für den strukturschwachen Raum und geben
finanzschwachen Kommunen Handlungsspielräume zurück. Diese
Investitionen und Steuereinnahmen sind nun akut gefährdet.

Der BEE appelliert daher erneut an die Abgeordneten des Deutschen
Bundestages, sich diesem energiepolitischen Irrweg nicht
anzuschließen und stattdessen weiter auf den Ausbau der Erneuerbaren
Energien zu setzen.

Originaltext: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/51135
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_51135.rss2

Pressekontakt:
Ronald Heinemann, Referent für Medien und Politik,
Fon: 030/2758170-15, Fax: -20
E-Mail: ronald.heinemann@bee-ev.de, Internet: www.bee-ev.de



6. September 2010, 10:06:20
#136736

Natur und Umwelt

NABU / NABU: Merkel knickt vor Atomlobby ein - Industrie gibt ...

NABU: Merkel knickt vor Atomlobby ein - Industrie gibt Energiepolitik vor


Berlin (ots) - NABU-Präsident Olaf Tschimpke erklärt zu der
Einigung auf längere Atomkraftwerkslaufzeiten beim Koalitionsgipfel
im Kanzleramt:

"Wenn Wissenschaft nicht weiterhilft, schlägt die Stunde der
Ideologen. Kanzlerin Merkel knickt vor der Atomlobby ein und zieht
den Ausstieg aus dem Atomausstieg durch, ohne sich um
wissenschaftliche Erkenntnisse oder die Meinung der Bevölkerung zu
scheren. Das von der Bundesregierung beauftragte Energiegutachten
liefert jedenfalls keine belastbaren Begründungen für längere
Laufzeiten der Atommeiler. Die vereinbarte Fördersumme für
erneuerbare Energien ist ein Placebo- Effekt, da die echten
Herausforderungen, wie zum Beispiel bei der Gebäudedämmung und dem
Netzausbau, damit nicht zu erreichen sind.

Dabei schreiben die Gutachter der Kanzlerin durchaus sinnvolle
Tipps zur Energiepolitik ins Stammbuch: Schärfere Standards bei
Wärmedämmung und Heizung in Gebäuden sowie starke finanzielle Anreize
für alle, die ihre Wohnungen energetisch sanieren wollen. Damit ließe
sich wirklich das Klima schützen und die Energiekosten senken.

Die jetzt von der Koalition beschlossene Laufzeitverlängerung
bremst dagegen die erneuerbaren Energien aus und sorgt für einen
wachsenden Atommüllberg."

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Originaltext vom NABU

Originaltext: NABU
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6347
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_6347.rss2

Pressekontakt:
Elmar Große Ruse, NABU-Energieexperte, Tel. 030-284984-1611, mobil
0173-35 22 872.



6. September 2010, 08:02:46
#136631

Natur und Umwelt

RWE Power AG / RWE, BASF und Linde: Durchbruch bei Abtrennung von ...

RWE, BASF und Linde: Durchbruch bei Abtrennung von Kohlendioxid aus Rauchgasen
von Kohlekraftwerken


Essen (ots) -

- Neue Technologie bringt 20 Prozent Energieeinsparung und deutlich
geringeren Lösemittelverbrauch
- Schlüssel für klimaverträgliche Kohleverstromung

Seit 2009 erproben RWE, Linde und BASF eine neuartige Technologie
zur Abtrennung von Kohlendioxid (CO2) aus Rauchgasen in einer
Pilotanlage am RWE-Kraftwerk Niederaußem bei Köln. Jetzt liegen die
Ergebnisse des Praxistests vor: Verglichen mit heute üblichen
Prozessen lässt sich der Energieaufwand mit der innovativen
Technologie unter Einsatz neuartiger chemischer Lösemittel für die
CO2-Abscheidung um etwa 20 Prozent senken. Daneben zeichnen sich die
neuen Lösemittel durch eine deutlich erhöhte Stabilität gegenüber
Sauerstoff aus, so dass der Lösemittelverbrauch erheblich verringert
wird.

"Wir freuen uns über den Durchbruch, den wir durch die enge
Zusammenarbeit mit BASF und Linde erreicht haben. Mit der
Effizienzsteigerung und der hiermit verbundenen Kostensenkung haben
wir gemeinsam einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die
Carbon-Capture-Technologie geschaffen, die wir als Schlüssel zu einer
klimaverträglichen Kohleverstromung betrachten", betont Dr. Johannes
Heithoff, Leiter Forschung und Entwicklung bei RWE Power. "Unsere
Erwartungen aus den Laborversuchen an das neue Lösemittel wurden im
Praxisversuch voll erfüllt. Damit sind Weichen für eine Übertragung
auf Großkraftwerke gestellt", sagt Dr. Andreas Northemann, Leiter des
Gaswäschegeschäfts im Unternehmensbereich Intermediates der BASF.
"Auch wir sind mit den Ergebnissen des Praxistests sehr zufrieden",
sagt Dr. Aldo Belloni, Mitglied des Vorstands der Linde AG. "Die
Weiterentwicklung der CO2-Abscheidung aus Kraftwerksrauchgasen ist
ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Bereich der sauberen
Energieerzeugung."

Im August 2009 haben die drei Unternehmen die Pilotanlage in
Betrieb genommen; sie ist Bestandteil des Innovationszentrums Kohle
der RWE Power. Im Rahmen der 2007 bekanntgegebenen Kooperation
erprobt die BASF den neu entwickelten Abtrennprozess, der auf
verbesserten Lösemitteln basiert. Linde war für das Engineering und
den Bau der Pilotanlage zuständig.

Die Partner arbeiten jetzt an Lösungen für Demonstrations- und
Großkraftwerke. Die Inbetriebnahme erster Demonstrationskraftwerke
ist für 2015 vorgesehen, die CO2-Abtrennung in Kohlekraftwerken soll
bis 2020 kommerziell zum Einsatz gebracht werden. Auf Grundlage
dieser Technik könnten dann mehr als 90 Prozent des Kohlendioxids aus
den Verbrennungsabgasen eines Kraftwerks entfernt und anschließend
einer Speicherung im Untergrund zugeführt oder für eine stoffliche
Umwandlung, beispielsweise in Düngemittel, verwendet werden.

Für das genannte Entwicklungsprojekt investiert RWE Power rund
neun Millionen Euro. Das Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie hat die Pilotanlage mit rund vier Millionen Euro
gefördert.

Über RWE Power

RWE Power ist der größte Stromerzeuger Deutschlands. In den
Tagebauen und Kraftwerken, Veredlungsbetrieben und
Forschungsprojekten, Ausbildungszentren und Verwaltungen sind über
17.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen trägt mit einer
Kraftwerksleistung von gut 33.000 Megawatt zu dem breiten
RWE-Energiemix aus Braunkohle, Steinkohle, Kernkraft, Gas und
erneuerbaren Energie bei. RWE Power investiert Milliarden in den Bau
neuer, klimaschonender Kraftwerke und in die Entwicklung noch
effizienterer, umweltfreundlicherer Techniken für die Stromerzeugung
der Zukunft. Unter www.rwe.com stehen weitere Informationen und Fotos
zur Verfügung.

Über The Linde Group

The Linde Group ist ein weltweit führendes Gase- und
Engineeringunternehmen, das mit annähernd 48.000 Mitarbeitern in mehr
als 100 Ländern vertreten ist und im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz
von 11,2 Mrd. Euro erzielt hat. Die Strategie der Linde Group ist auf
ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der
gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden
Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt. Linde
handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern,
Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt - weltweit, in jedem
Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde
entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem
Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden. Weitere Informationen
über The Linde Group finden Sie online unter http://www.linde.com

Über BASF

BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical
Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen und
Veredlungsprodukten bis hin zu Pflanzenschutzmitteln, Feinchemikalien
sowie Öl und Gas. Als zuverlässiger Partner hilft die BASF ihren
Kunden in nahezu allen Branchen, erfolgreicher zu sein. Mit
hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen trägt die BASF dazu
bei, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz,
Energieeffizienz, Ernährung und Mobilität zu finden. Die BASF
erzielte 2009 einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden Euro und
beschäftigte am Jahresende rund 105.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London
(BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet
unter www.basf.com .

Originaltext: RWE Power AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/25081
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_25081.rss2

Für Presserückfragen:
RWE Power
Presse
Lothar Lambertz
0201-1223984

BASF
Communications Intermediates
Klaus-Peter Rieser
0621-6095138

The Linde Group
Stefan Metz
089-357571322



3. September 2010, 10:50:38
#135747

Natur und Umwelt

Rewe Group / REWE Group: Einladung zur Pressekonferenz am 6. September ...

REWE Group: Einladung zur Pressekonferenz am 6. September 2010 in Mainz mit
Joschka Fischer und Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group


Mainz (ots) - Joschka Fischer, Experte für globale
Nachhaltigkeitstrends und Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der
REWE Group, informieren über strategische Allianzen und die künftige
Nachhaltigkeitsstrategie des Handels- und Touristikkonzerns.

6. September 2010 um 10:30 Uhr

REWE Markt Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz

Bitte teilen Sie uns unter presse@rewe-group.com mit, ob wir mit
Ihnen rechnen dürfen.

Originaltext: Rewe Group
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52007
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_52007.rss2

Pressekontakt:
REWE GROUP
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (0)221 149 - 1050
Telefax: +49 (0)221 - 13 88 98
E-Mail: presse@rewe-group.com



2. September 2010, 15:32:54
#135392

Natur und Umwelt

Greenpeace e.V. / Greenpeace präsentiert neuen Einkaufsratgeber / ...

Greenpeace präsentiert neuen Einkaufsratgeber / Edeka-Nord bringt neue Marke
ohne Gentechnik auf den Markt


Hamburg (ots) - 2. 9. 2010 - Greenpeace bietet ab heute den
aktualisierten Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" an. Er zeigt,
welche Lebensmittelhersteller und Handelsketten derzeit Gentechnik
vermeiden. Nun macht auch die größte deutsche Handelskette erste
Schritte: Edeka-Nord stellt heute in Pinneberg bei Hamburg seine neue
Eigenmarke "Unserer Heimat" mit Milchprodukten vor, die das Siegel
"ohne Gentechnik" tragen. Für diese verarbeitet Edeka-Nord nur Milch
von Kühen, die kein Futter aus Gen-Pflanzen erhalten Damit ist
"Unsere Heimat" nach der Eigenmarke von Tegut die zweite regionale
Handelsmarke, die eine gentechnikfreie Fütterung garantiert.

"Verbraucher lehnen Gentechnik auf dem Acker und im Essen ab. Es
ist gut, dass nun auch die größte Handelskette diesen Wunsch der
Verbraucher erfüllt. Danach sollten sich alle Hersteller richten",
sagt Barbara Kamradt, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. Milchkühe
fressen neben Gras und Heu auch Kraftfutter, das oft Sojaschrot
enthält. Doch weltweit sind etwa 70 Prozent der Soja gentechnisch
manipuliert. Der größte Teil der weltweit hergestellten Gen-Pflanzen
landet im Futtertrog und damit indirekt und vom Verbraucher unbemerkt
in Lebensmitteln. "Wer den weltweiten Anbau von Gen-Pflanzen bremsen
will, sollte Produkte kaufen, die gentechnikfrei produziert wurden."

Es gibt genug gentechnikfreie Futtermittel

Eier, Milch und Fleisch von Tieren, die gentechnisch veränderte
Pflanzen gefressen haben, müssen im Gegensatz zu direkten
Inhaltsstoffe nicht gekennzeichnet werden. Hier hilft der
Greenpeace-Einkaufsratgeber. Er zeigt, welche Unternehmen bereits
Gen-Pflanzen vermeiden und welche dies planen. Aber er nennt auch
jene, die keine Gentechnikfreiheit garantieren wollenwie
beispielsweise "Du darfst" von Unilever.

"Unser Ratgeber ist mit einer Auflage von inzwischen 3,2 Millionen
Exemplaren ein großer Erfolg, der auch die Unternehmen nicht kalt
lässt", sagt Kamradt. Immer mehr Milchprodukte werden durch die
Aufklärungsarbeit von Greenpeace ohne Gen-Pflanzen in der Fütterung
hergestellt. Der größte ´Teil der Geflügelindustrie setzt auf
gentechnikfreie Futterpflanzen. Aber viele Unternehmen weigern sich
weiterhin, den Kunden gentechnikfreie Lebensmittel anzubieten.
Weihenstephan von Müllermilch, Bärenmarke und Danone wollen keine
gentechnikfreie Fütterung zusichern. Viele Lebensmittelhersteller
behaupten, die Umstellung auf gentechnikfreies Futter sei nicht
möglich. Doch es gibt ausreichend Ware. Zudem können Hersteller mit
Ihrer Nachfrage auf dem Futtermittelmarkt dafür sorgen, dass das
Angebot noch größer wird.

Die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen auf Feldern gefährdet
vor allem die Umwelt und die langfristige Sicherung der Ernährung.
Die Genmanipulation von Pflanzen ist eine Risikotechnologie. Durch
den Eingriff in die Pflanze können unerwünschte Stoffe mit riskanten
Nebenwirkungen entstehen. Zudem wird Gen-Soja stärker gespritzt als
herkömmliche Soja. Die giftigen Pestizide können das Trinkwasser
verunreinigen und bedrohen die Pflanzenvielfalt.

Der Ratgeber "Essen ohne Gentechnik" ist kostenlos erhältlich
unter http:// www.greenpeace.de/stoppt-gentechnik und Tel.
040-30618-120.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Barbara Kamradt, Tel.
0171-8780 834, und Stephanie Töwe, Tel. 0171-8780 838. Das Video zur
Gen-Milch: http://gpurl.de/frjP5

Originaltext: Greenpeace e.V.
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2. September 2010, 12:00:10
#135112

Natur und Umwelt

BLE Bundesprogramm Ökologischer Landbau / Forschen für eine nachhaltige ...

Forschen für eine nachhaltige Zukunft / Der Themendienst des Fachbeirats für den
ökologischen Landbau - Ausgabe 09/2010


Bonn/Berlin (ots) - Der Themendienst ist ein Service des
Bundesprogramms Ökologischer Landbau. Jede Themendienst-Ausgabe wird
von einem Team von sechs Journalisten erstellt und von einem eigens
dafür einberufenen Fachbeirat geprüft und herausgegeben. Ziel ist die
bessere Verknüpfung von Forschung und Praxis im Bereich Ökolandbau.
Zielgruppe des Themendienstes sind Journalisten und interessierte
Akteure im Bereich Ökolandbau.

Ausgabe 09/2010

INHALT

1. Mehr Power beim Phosphat-Einsatz: Wie sich die Wirkung des
Düngemittels durch bewusste Fruchtfolgen verstärken lässt
2. Saftige Wiesen für Wiederkäuer: Gezielte Nachsaat für optimales
Grünland
3. Sporen zählen und neue Sorten züchten statt Fungizid-Einsatz:
Umweltfreundlicher Kampf gegen Getreidepilze ist möglich
4. Masthähnchen ist nicht gleich Masthähnchen: Welche Herkünfte
für die ökologische Haltung geeignet sind
5. Biofleisch und Biowurst: Wie Pökelsalz verringert werden kann
6. Ernährungsverhalten: Konsequenzen für die Biobranche

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1. Mehr Power beim Phosphat-Einsatz: Wie sich die Wirkung des
Düngemittels durch bewusste Fruchtfolgen verstärken lässt

Im Ökolandbau ist Rohphosphat als Düngemittel zugelassen, obwohl
seine Wirksamkeit eher gering ist. In einem Forschungsvorhaben haben
Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen untersucht, ob
Pflanzen das Phosphat besser aufnehmen können, wenn sie in
Fruchtfolge mit anderen Pflanzen angebaut werden, die ebenfalls gut
für die Aufnahme des Feststoffdüngers geeignet sind. Das Ergebnis:
Spinat als sogenannte "phosphataneignungseffiziente Pflanze" nimmt
mehr Phosphat auf, wenn er nach Weißlupine oder Ackerbohne angebaut
wird.

2. Saftige Wiesen für Wiederkäuer: Gezielte Nachsaat für optimales
Grünland

Satte Wiesen- und Weidelandschaften sind als Grundfutterquelle für
Kühe von herausragender Bedeutung, damit ein Betrieb erfolgreich
wirtschaftet. Wie sich optimales Grünland durch gezielte Nachsaat
etablieren lässt, hat der Fachbereich Ökologischer Landbau der
Landwirtschaftskammer Niedersachsen herausgefunden. Im Rahmen eines
interdisziplinären Forschungsprojekts zur Gesundheit und
Leistungsfähigkeit von Milchkühen haben die Wissenschaftler den
Nachsaaterfolg von ausgewählten Futterpflanzenarten, die für den
ökologischen Landbau von besonderer Bedeutung sein könnten, an
insgesamt acht Standorten in Nordwestdeutschland geprüft. Das
Ergebnis: Die Nachsaaterfolge waren standortspezifisch und in
Abhängigkeit von der Nachsaattechnik sowie den eingesetzten Arten
sehr unterschiedlich.

3. Sporen zählen und neue Sorten züchten statt Fungizid-Einsatz:
Umweltfreundlicher Kampf gegen Getreidepilze ist möglich

Wenn der Weizen nur kurze Halme bildet und zudem nach faulem Fisch
stinkt, dann ist er mit Steinbrand infiziert. Der Befall mit dem
Schadpilz ist mittlerweile die häufigste Erkrankung im Ökolandbau.
Die Übertragung erfolgt über Sporen, die entweder auf dem Saatgut
haften oder im Ackerboden mehrere Jahre überdauern. Auch ein enger
Verwandter des Steinbrands, der Zwergsteinbrand, breitet sich derzeit
in höheren Anbaulagen aus. Da chemische Pflanzenbehandlungsmittel für
Biolandwirte tabu sind, haben deutsche Forscher nach
umweltfreundlichen Wegen gesucht, den Steinbrand einzudämmen. Über
drei Jahre wurde untersucht, ob der Schadpilz durch sorgfältiges
Zählen von Sporen kontrolliert werden kann - sowohl beim Saatgut als
auch in Bodenproben. Ergebnis: Steinbrand und Zwergsteinbrand lassen
sich eindämmen, wenn nur Saatgut verwendet wird, auf dem sich weniger
als 20 Sporen pro Korn zählen lassen. Beim Zwergsteinbrand erweist
sich auch eine Kontrolle des Sporenbesatzes im Boden als wirksam.
Derzeit arbeiten die Forscher daran, genaue Schwellenwerte für den
Bodenbefall festzulegen. Liegt der Befall über dem Grenzwert, sollte
der Biolandwirt für ein Jahr statt Weizen eine andere Ackerfrucht
anbauen.

4. Masthähnchen ist nicht gleich Masthähnchen: Welche Herkünfte
für die ökologische Haltung geeignet sind

Die ökologische Masthühnerhaltung steht vor der Herausforderung
gegenläufiger Verbrauchererwartungen. Einerseits wünschen sich die
Verbraucher günstiges Hähnchenfleisch mit hohem Brustmuskelanteil.
Andererseits erwarten sie, dass dieses Fleisch von gesunden Tieren
stammt, die artgerecht gehalten werden. In der konventionellen
Hühnermast werden auf Höchstleistungen gezüchtete Masthybriden
eingesetzt, die zwar schnell wachsen, aber anfällig für Erkrankungen,
insbesondere im Bereich des Fortbewegungsapparates, sind. Die
ökologische Hühnermast setzt zwar bereits langsamer wachsende Tiere
ein. Dennoch wird derzeit die Frage diskutiert, welche
Wachstumsgeschwindigkeit noch mit einer artgerechten Mast gesunder
Tiere vereinbar ist. Deshalb haben Wissenschaftler der Universität
Kassel unterschiedlich langsam wachsende Herkünfte auf ihre Eignung
für die ökologische Hühnermast untersucht - vor allem unter dem
Gesichtspunkt der Tiergesundheit. Dabei nahmen sie 5.721 Tiere der
Herkunft Hubbard JA 757, drei weitere langsamer wachsende Herkünfte
sowie zwei Rasseherkünfte unter die Lupe. Von der Eindeutigkeit der
Ergebnisse waren sie selbst überrascht: Je schnellwüchsiger die Tiere
waren, desto mehr Schäden wiesen sie auf. Das Gewicht und die
Brustbreite beeinflussten den Gesundheitszustand der Tiere ebenfalls
negativ.

5. Biofleisch und Biowurst: Wie Pökelsalz verringert werden kann

Pökeln ist eine uralte Methode, um Fleisch und Wurst haltbarer zu
machen. Denn Salz entzieht den Produkten Wasser, sodass Pilze und
Bakterien sich schlechter vermehren können. Heute wird jedoch nicht
mehr Salz verwendet, sondern sogenannte Pökelsalze - in einigen
Fällen auch von Biometzgern. Dabei wird Salz entweder mit
Kaliumnitrat oder Natriumnitrit vermischt. Allerdings ist der Einsatz
von Pökelstoffen umstritten, da Nitrit - eine chemisch-synthetisch
hergestellt Verbindung - toxikologisch nicht unbedenklich ist.
Wissenschaftler vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Deutschland e. V. (FiBL) haben wissenschaftliche Studien und
Praxiserfahrungen ausgewertet, um zu sehen, wie Ökofleisch- und
-wurstwaren ohne bzw. mit weniger Nitritpökelsalz hergestellt werden
können, und einen Praxisleitfaden erstellt. Der Leitfaden zeigt
Metzgern, was aus mikrobiologischer Sicht zu beachten ist, wenn
Pökelsalz reduziert oder gar nicht mehr verwendet wird.

6. Ernährungsverhalten: Konsequenzen für die Biobranche

Im Rahmen der Nationalen Verzehrstudie II haben Marktforscher in
500 Studienzentren, die über ganz Deutschland verteilt waren, das
Ernährungsverhalten von insgesamt 20.000 Teilnehmern untersucht.
Wissenschaftler vom Max Rubner-Institut in Karlsruhe und der
Universität Göttingen haben aus den Erkenntnissen Rückschlüsse für
die Biobranche gezogen: Welche Gruppen lassen sich beispielsweise als
Intensiv- bzw. Gelegenheitsbiokäufer identifizieren? Die Ergebnisse
zeigen nicht nur das unterschiedliche Kaufverhalten der verschiedenen
Gruppen, sie erlauben auch eine präzise Zielgruppenansprache und eine
stärker individualisierte Ernährungsberatung. Dabei legen die
Forscher besonderen Wert auf die Frage, welche wesentlichen
Einflussfaktoren den Biokonsum bestimmen - und mit welchen Konzepten
Biolebensmittel erfolgreich vermarktet werden können.

Den kompletten Inhalt der neunten Ausgabe 2010 finden Sie unter
http://www.oekolandbau.de/journalisten/themendienst-oekolandbau/

Der Newsletter kann bestellt werden unter
themendienst@oekolandbau.de sowie auf
http://www.oekolandbau.de/service/newsletter/

Originaltext: BLE Bundesprogramm Ökologischer Landbau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52881
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Pressekontakt:
Elmar Seck
Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau
in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Tel.: (02 28) 99 68 45-29 26
Fax: (02 28) 68 45-29 07
E-Mail: themendienst@oekolandbau.de
http://www.oekolandbau.de



2. September 2010, 11:46:14
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