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Vermischtes

Weser-Kurier / Weser-Kurier: Foodwatch-Chef Bode fordert Gespräch mit ...

Weser-Kurier: Foodwatch-Chef Bode fordert Gespräch mit Nahrungslobby ein


Bremen (ots) - Der Chef der Verbraucherorganisation Foodwatch,
Thilo Bode, hat der Nahrungsmittelindustrie vorgeworfen, sich nicht
der Kritik zu stellen. "Vor drei Jahren habe ich dem obersten
Lobbyisten der Branche, dem Hauptgeschäftsführer des Bundes für
Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), Matthias Horst, ein
Gesprächsangebot gemacht. Er hat es angenommen. Doch dann muss er
wohl von den Unternehmen zurückgepfiffen worden sein. Ich habe nie
wieder etwas von ihm gehört", sagte Bode dem WESER-KURIER
(Dienstagausgabe). Deshalb müsse er davon ausgehen, dass die Branche
bewusst die Konfrontation scheue. Bode erneuerte gegenüber der
Zeitung den Willen zum Gespräch. "Wir würden uns jedenfalls sehr gern
mit der Nahrungsindustrie austauschen", sagte Bode.

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6. September 2010
#137391
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Kunst und Kultur

Westdeutsche Allgemeine Zeitung / WAZ: Schlechte Noten für den Mann. ...

WAZ: Schlechte Noten für den Mann. Kommentar von Petra Koruhn


Essen (ots) - Haben wir nicht eben noch einen Mann gesehen, der
seine Tochter zur Schule gebracht hat? Oder einen Herrn mit
Wischmopp? Raritäten - so lautet das Ergebnis einer Studie, die
aufräumt mit dem Mythos vom modernen Mann.

Männer bügeln nicht gern, Männer waschen nicht gerne. Männer gehen
nicht gerne zur Elternsitzung. Männer pflegen nicht gerne die Omi und
putzen nicht gern das Klo. Aha. Frauen tun es übrigens auch nicht
unbedingt gern, aber sie tun es.

Man hört schon den Aufschrei der Väter aus der Elternzeit und der
Männer, die Job und Haushalt bestens im Griff haben. Sie ärgern sich
zu Recht. Denn viel mehr als früher sind Männer heute mit
Familienaufgaben betreut. Doch es sind immer noch wenige.

Warum aber ist es so, dass das starke Geschlecht auf den Schrubber
allergisch reagiert? Vieles liegt in der Kindererziehung, heißt es.
Es sei immer noch so, dass Mädchen viel mehr Aufgaben im Haushalt
erledigen sollen als Jungen.

Doch Frauen klagen laut Studie nicht nur über mangelnde Hilfe in
der Küche, sondern auch über die geringe Bereitschaft der Männer,
sich einfühlsam zu zeigen. Es ist ein schlechtes Zeugnis, das sie dem
Mann 2010 ausstellen.

Das Gute: Es ist für die Männer sehr einfach, ihre Noten zu
verbessern.

Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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6. September 2010
#137387
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Politik

Mitteldeutsche Zeitung / Mitteldeutsche Zeitung: zum Brunner-Urteil

Mitteldeutsche Zeitung: zum Brunner-Urteil


Halle (ots) - Das Gericht hat auch ein klares Signal gesetzt: Wer
einen auf dem Boden liegenden, wehrlosen Menschen derart brutal
zusammentritt, muss mit dem Tod des Opfers rechnen - und mit einer
Verurteilung wegen Mordes. Rein juristisch mag das streitbar sein -
die Verteidiger bezweifeln eine Mordabsicht der Täter und kündigen
Revision an. Aber die Botschaft ist klar: Kein Pardon, keine Ausreden
für brutale Gewalt - damit die nicht Schlag für Schlag zum
gesellschaftlichen Alltag wird - und dass der Staat hinter seinen
Bürgern steht. Besonders dieses Signal ist wichtig. Zivilcourage ist
weiter gefragt. Das Gericht hat Brunners Vorbildrolle ausdrücklich
betont.

Originaltext: Mitteldeutsche Zeitung
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6. September 2010
#137388
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Politik

BERLINER MORGENPOST / BERLINER MORGENPOST: Nicht nur Recht, auch gerecht ...

BERLINER MORGENPOST: Nicht nur Recht, auch gerecht - Leitartikel


Berlin (ots) - Was ist unserer Gesellschaft Zivilcourage wert? Im
Fall um den gewaltsamen Tod des Münchner Geschäftsmannes Dominik
Brunner vor knapp einem Jahr hat das Münchner Landgericht jetzt eine
Antwort gegeben: Wer einen Menschen zu Tode bringt, der andere
schützen will, ist ein Mörder. Die Richter haben all die Einwände
gegen eine Bewertung der Tat als Mord verworfen. Ob Brunners
unerkannte Herzerkrankung oder die Tatsache, dass er als Erster
zuschlug - es half den Angeklagten nicht. Die Vehemenz der dem
Prozess vorangegangenen Diskussion war auch eine Folge des makellosen
Heldenbildes, das sich die Öffentlichkeit - sekundiert von einem
voreiligen Staatsanwalt und wenig reflektierten Medienberichten -
unmittelbar nach der Tat geschaffen hatte. Solche Gewissheiten, das
hat die Verhandlung noch einmal gezeigt, haben vor Gericht keinen
Bestand. Weil es im Gerichtssaal um Menschen geht, nicht um Bilder.
Das Münchner Landgericht zeigte sich von der Diskussion indes
unbeirrt. Sein Urteil ist deswegen nicht nur Recht, sondern auch
gerecht. Es basiert auf zwei Feststellungen. Erstens: Kein Täter hat
Anspruch auf ein gesundes Opfer. Zweitens: In Notwehr kann auch ein
Verteidigungsschlag gerechtfertigt sein. Für die Familie des
getöteten Managers Brunner, die seine posthume Mystifizierung nie
gewollt hat, bedeutet der Richterspruch eine Rehabilitierung des
Andenkens an ihren Sohn. Aber auch als Signal an die Gesellschaft ist
das Urteil nicht zu unterschätzen. Zivilcourage, einer der Garanten
für eine funktionierende Wertegemeinschaft, ist ein kostbares, ein
seltenes Gut. Wir sollten jene ehren, die diesen Mut ohne staatlichen
Auftrag und selbst um den Preis ihrer Unversehrtheit fassen. Dominik
Brunner hat mit seiner selbstlosen Tat Standards gesetzt. Es kann
niemandem abverlangt werden, sein Leben für andere zu riskieren. Aber
es gibt auch keine Entschuldigung mehr, im Notfall wegzusehen. Ein
Anruf bei der Polizei oder der Versuch, unter anderen Zeugen
Verstärkung zu finden - es gibt immer Möglichkeiten der Hilfe, ohne
sich direkt in Gefahr zu bringen. Wenn wir das als Lehre aus dem Fall
Brunner begreifen, dann war sein Tod nicht umsonst. Aber wie sollen
wir nun mit jugendlichen Gewalttätern umgehen? Auch darauf hat das
Münchner Landgericht im Fall Brunner eine Antwort gegeben: Sie
gehören hart bestraft, aber dennoch sollte man ihnen noch eine Chance
zur Entwicklung geben. Die Richter haben beide Angeklagte nach dem
Jugendstrafrecht verurteilt, auch den zur Tatzeit bereits
volljährigen Haupttäter Markus S. Wäre er nach dem
Erwachsenenstrafrecht verurteilt worden, hätte er "lebenslänglich"
hinter Gittern gehen müssen. Nun sind es neun Jahre und zehn Monate.

Originaltext: BERLINER MORGENPOST
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6. September 2010
#137386
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Politik

Ostthüringer Zeitung / Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung

Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung


Gera (ots) - Ostthüringer Zeitung Gera zu Atomlaufzeiten:

Nicht die Interessen der Bürger standen beim Energiekonzept für
die nächsten Jahrzehnte im Vordergrund, sondern das Profitstreben der
Stromkonzerne und das Verlangen der Industrie nach billigem
Atomstrom. Dass sich die Mehrheit der Bürger nach wie vor eine rasche
Abkehr von der Kernkraft wünscht, spielte für die schwarz-gelbe
Ministerriege offenbar keine Rolle. Auch die profunden Einwände von
Stadtwerken oder Umweltorganisationen stießen in Berlin monatelang
auf verlässlich taube Ohren. Union und FDP wollen die
Laufzeitverlängerungen mit aller Macht durchdrücken, und das scheint
ihnen zu gelingen, wenn nicht doch noch das Bundesverfassungsgericht
eingreift.

Originaltext: Ostthüringer Zeitung
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Redaktion Ostthüringer Zeitung
Telefon: +49 3447 52 59 70
redaktion@otz.de



6. September 2010
#137385
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