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Polizei

Polizei Bremen / POL-HB: Nr.: 0463--Kradfahrer tödlich verunglückt--

POL-HB: Nr.: 0463--Kradfahrer tödlich verunglückt--


Bremen (ots) -
-
Ort: Ludwig-Roselius-Allee / Vahrer Str.
Zeit:06.09.10, 16.43 Uhr

Bei einem Verkehrsunfall im Stadtteil Bremen-Vahr kam am
Nachmittag ein 38-jähriger Kradfahrer aus Bremen ums Leben. Der
Kradfahrer befuhr die Ludwig-Roselius-Allee Richtung stadteinwärts
und verlor - nach Zeugenaussagen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit
- in Höhe der Vahrer Straße bei einem Überholmanöver die Kontrolle
über sein Fahrzeug, kam nach links von der Fahrbahn ab, prallte
frontal gegen einen Baum und blieb schwerst verletzt auf der Fahrbahn
liegen. Trotz sofortiger Reanimationsversuche des alarmierten
Notarztes verstarb der 38-Jährige noch an der Unfallstelle.

Ein Fremdverschulden liegt nach derzeitigem Ermittlungsstand
nicht vor.

Die Ludwig-Roselius-Allee musste für etwa 90 Minuten in beide
Richtungen gesperrt werden.


ots Originaltext: Pressestelle Polizei Bremen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=35235

Rückfragen bitte an:
Pressestelle Polizei Bremen
Einsatzdauerdienst/PvD
Telefon: 0421/362-12114/-115
pressestelle@polizei.bremen.de
http://www.polizei.bremen.de
http://www.polizei-beratung.de



6. September 2010
#137424
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Politik

Lausitzer Rundschau / Lausitzer Rundschau: Wie Weihnachten und Ostern ...

Lausitzer Rundschau: Wie Weihnachten und Ostern Der Atomkompromiss
der Bundesregierung


Cottbus (ots) - Man muss sich die Dimensionen vergegenwärtigen:
Die vier Atomstromerzeuger bekommen durch die Laufzeitverlängerung
mit einen Federstrich für zwölf zusätzliche Jahre
Produktionskapazitäten geschenkt, die größer sind als alle derzeit
laufenden Windräder, Fotovoltaikflächen und Wasserkraftwerke
zusammen. 22 Prozent der gesamten Elektrizität. Kapazitäten, die sie
praktisch nichts kosten, weil keine besonders umfangreichen
Sicherheitsnachrüstungen verlangt werden. Ein solches zusätzliches
Stromvolumen hat Auswirkungen, zumal wenn die Regierung darauf
beharrt, gleichzeitig auch noch die ebenfalls großtechnische
Kohletechnologie weiter auszubauen. Das drückt auf die Rentabilität
von Investitionen in erneuerbare Energien. Das ist keine Brücke zur
regenerativen Energiezukunft, sondern ein zwölf Jahre langer Umweg,
aus dem durch die Übertragung von Strommengen am Ende auch leicht 20
Jahre werden können. Dann sind wir jenseits von 2040. Und: Selbst
wenn von den 60 Milliarden Euro Extragewinnen 30 Milliarden
abgeschöpft werden, so bleiben 30 Milliarden auf den Konten der vier
Oligopole, die sie nicht nur benutzen werden, um ihre Aktionäre
glücklich zu machen. Sondern mit denen sie ihre Marktmacht für die
Zukunft zementieren werden. Mit diesem Geld werden sie großtechnisch
in die erneuerbaren Energien investieren, in Offshore-Windparks und
Projekte wie Desertec, denn nur mit Großtechnik können große Konzerne
umgehen. Adé Ölquelle auf dem eigenen Dach, adé hocheffizientes
Blockheizkraftwerk des kommunalen Versorgers, adé kleiner Windpark.
Die Laufzeitverlängerung ist für die Energiekonzerne ein Geschenk wie
Weihnachten und Ostern zusammen. Mal sehen, wie sie sich bei der
Regierung und den sie tragenden Parteien bedanken. Dass sie es in
Form von Preissenkungen für die Bürger tun, ist höchst
unwahrscheinlich.

Originaltext: Lausitzer Rundschau
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6. September 2010
#137423
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Politik

Lausitzer Rundschau / Lausitzer Rundschau: Eine deutsche Debatte Zur ...

Lausitzer Rundschau: Eine deutsche Debatte Zur Verwendung polnischer oder
deutscher Städtenamen


Cottbus (ots) - Breslau und Danzig sind keine politischen
Statements, sondern die deutschen Namen polnischer Städte. Die
Debatte darüber, ob im Deutschen der deutsche oder der polnische
Städtename zu verwenden sei, ist für die allermeisten Polen schwer
nachvollziehbar. Es ist eine deutsche Debatte, die aus zwei Gründen
geführt wird: Zum einen aus Unsicherheit und beherrscht von der
Sorge, die historischen Gefühle der Polen könnten durch "Breslau"oder
"Krakau" verletzt werden. Zum anderen zum Zweck der politischen
Profilierung vornehmlich linker Gruppierungen. In  beiden
Fällen sind die Debatten losgelöst von der gegenwärtigen Realität in
Polen. Breslauer und Danziger haben sich vielfach mit dem deutschen
Erbe ihrer Städte auseinandergesetzt, es angenommen. Im Breslauer
Rathaus begrüßen den Besucher die Bilder der deutschen
Nobelpreisträger der Stadt. Die Danziger sind stolz auf das
literarische Vermächtnis von Günter Grass, der seiner Heimatstadt in
einer Buch-Trilogie huldigt. Breslauer, Krakauer und Danziger, nicht
Wroclawer, Krakower und Gdansker, sind so selbstbewusst, dass sie
ihre Städte beim deutschen Namen nennen, wenn sie deutsch sprechen.
Der oft hilflose Versuch vieler Deutscher, aus einem Gefühl
historischer Verantwortung "Gdansk", "Wroclaw" oder gar "Szczecin" in
ihre deutschen Sätze einzubauen, wird bei einigen alten Polen
vielleicht wohlwollend wahrgenommen. Bei den meisten Jungen sorgt er
jedoch für Verwunderung - und sowohl bei Jung als auch bei Alt für
Irritation, wenn von deutscher Zunge die polnischen Namen oft bis zur
Unkenntlichkeit verfremdet werden. Die Polen haben etwa ihre
Probleme mit den deutschen Umlauten und sagen "Monachium" statt
"München" und "Kolonia" statt "Köln". Die Verwendung von "Wroclaw"
oder "Breslau" sagt zumeist nichts über die wahre politische Haltung
aus, die Zeiten der Revanchisten und Weltkartenumschreiber sind
vorbei. Jedes Ringen um die "politisch korrekte Bezeichnung" der
Städte räumt solch Ewiggestrigen einen Stellenwert ein, den sie
längst nicht mehr haben. Es gibt heute wirklich wichtigere Dinge zu
besprechen zwischen Deutschen und Polen.

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6. September 2010
#137422
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Kunst und Kultur

Neue Osnabrücker Zeitung / Neue OZ: Kommentar zu Prozesse / Kriminalität ...

Neue OZ: Kommentar zu Prozesse / Kriminalität / Medien


Osnabrück (ots) - Peinlich

Geschmackloser geht es kaum. Oliver Pochers peinlicher
Kachelmann-Auftritt vor dem Mannheimer Landgericht spiegelt den
Niveauverfall in einem Teil der Medien wider. Ein Komiker hat zwar
Narrenfreiheit, aber müssen Narren und Freiheit fern jeder Moral
sein? Solch ein Zirkus ödet an. Der TV-Wetteransager Kachelmann steht
nicht wegen einer Kleinigkeit vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft
wirft ihm vor, eine Frau brutal vergewaltigt zu haben. Mindeststrafe:
fünf Jahre Gefängnis. Was daran lustig sein soll, bleibt Pochers
Geheimnis. Die makabere Selbstinszenierung dient allein der
Selbstvermarktung. Frei nach der Devise: Je dümmer und blöder, desto
höher Einschaltquote und Salär.

Der Pocher-Auftritt ist somit der vorläufige Höhepunkt der seit
Monaten laufenden medialen Kachelmann-Festspiele. In vielen
TV-Talkshows wird über den Fall palavert. C-Promis, Moderatoren und
Feministinnen spielen mit Betroffenheitsgesichtern fröhlich Gericht.
Zudem versteht es Kachelmanns Verteidigung, die Öffentlichkeit
geschickt zu nutzen, um den Angeklagten als Opfer einer Hexenjagd
darzustellen. Das Gericht muss diesen Rummel bei der Wahrheitsfindung
völlig ausblenden - das wird nicht leicht.

Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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6. September 2010
#137417
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Politik

Neue Osnabrücker Zeitung / Neue OZ: Kommentar zu Prozesse / Mord / ...

Neue OZ: Kommentar zu Prozesse / Mord / Brunner / Urteil


Osnabrück (ots) - Hart, aber angemessen

Der Rechtsstaat hat auf den erschütternden Mord an Dominik Brunner
eine überzeugende Antwort gegeben. Das Urteil gegen die Schläger von
Solln ist die harte, aber angemessene Reaktion auf eine Tat, die an
Rohheit kaum zu überbieten ist. Das Landgericht gibt damit zugleich
ein klares Signal an kriminelle Jugendliche, dass die Justiz Gewalt
auch bei jungen Straftätern ohne falsche Nachsicht bestraft.

Ruhig und sachlich wiesen die Münchener Richter den Angeklagten
Punkt für Punkt nach, dass sie nicht im Affekt handelten, sondern von
Hass und Rachegefühlen getrieben waren. Markus S. und Sebastian L.
konnten es nicht ertragen, dass Brunner sich einmischte, sich
couragiert vor Jugendliche stellte, die sie ausrauben wollten.

In blinder Wut nahmen sie - die beiden kriminellen Verlierer -
Revanche, weil sie Brunners Einschreiten als Demütigung empfanden.
Der Einwand der Verteidiger, Brunner habe provoziert, erwies sich als
haltlose Ausflucht. Weil L. noch versuchte, das Äußerste zu
verhindern, fällt seine Strafe zu Recht milder aus als die von S. Ein
Tötungsvorsatz war ihm anders als dem Haupttäter nicht nachzuweisen.

Die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern sollten es
jetzt freilich nicht dabei belassen, das Urteil zu begrüßen und die
Zivilcourage Brunners zu loben. Sie sind gefordert, die Ursachen der
Jugendgewalt energischer zu bekämpfen: Bildungsdefizite und
zerrüttete Familien bringen Jugendämter und Schulen immer öfter an
ihre Grenzen. Darauf gilt es zu reagieren.

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6. September 2010
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