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Politik

Rheinische Post / Rheinische Post: Merkels türkische Botschaften

Rheinische Post: Merkels türkische Botschaften


Düsseldorf (ots) - Millionen Türken lasen mit Genugtuung "Angela
Merkels Satz: Bunu cok sacma buluyorum". Zu Deutsch: "Ich halte das
für Unsinn." Die glasklare Distanzierung der Kanzlerin von den Thesen
des Bundesbankvorstandes auch auf Türkisch drückt Merkels neuen Stil
aus. Bloß nichts mehr anbrennen lassen, besonders wenn es ein den
inneren Frieden bedrohendes Aufreger-Thema ist. Und: Eindeutige
Botschaften aussenden. Die Kanzlerin weiß, dass ihr die Fügung des
Wahlkalenders eine letzte Chance gibt. Hätten die Bürger diesen Monat
über die neuen Landtage in Stuttgart, Mainz und Magdeburg zu
entscheiden - CDU und FDP würden in einen beispiellosen Strudel
geraten, der auch Merkels Koalition in die Tiefe reißen könnte. Doch
es wird erst im Frühjahr gewählt. Merkel bleiben sechs Monate, um die
Stimmung zu drehen. Deswegen waren sich Union und FDP überraschend
schnell einig bei der Sicherungsverwahrung, deshalb drückt Merkel bei
der Laufzeitverlängerung aufs Tempo. Und aus diesem Grund schiebt sie
auch bei Gesundheit und Sparpaket nichts mehr auf die lange Bank.
Alles soll im Herbst unter Dach und Fach sein. Und ganz nebenher hat
sie für die Millionen Migranten, die zur Hälfte auch mitwählen
dürfen, eine weitere Botschaft: "Ben onlarin da Basbakaniyim": Sie
sei auch ihre Bundeskanzlerin.

Originaltext: Rheinische Post
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3. September 2010
#136196
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Politik

Neue Westfälische (Bielefeld) / Neue Westfälische (Bielefeld): ...

Neue Westfälische (Bielefeld): Abwahlantrag gegen OB Sauerland Parteipolitisches
Kapital PETER JANSEN, DÜSSELDORF


Bielefeld (ots) - Vor sechs Wochen sind bei der Loveparade in
Duisburg 21 junge Menschen ums Leben gekommen, sie wurden zerdrückt
oder tot getreten. Nach den bisherigen Erkenntnissen gibt es für das
tragische Unglück eine Reihe von Ursachen - es fehlte an Ordnern,
Sicherheitsauflagen wurden nicht eingehalten, die Kommunikation
zwischen den Verantwortlichen brach immer wieder zusammen. Bis die
Staatsanwaltschaft Schuldige benennen und Anklagen erheben kann,
werden noch Monate vergehen. In der Zwischenzeit hat sich die Politik
des Dramas angenommen und geht damit nach ihren eigenen Regeln um. In
Duisburg tobt ein erbitterter Kampf, ob Oberbürgermeister Adolf
Sauerland (CDU) zurücktreten muss. Er hat die Veranstaltung in die
Stadt geholt, er ist der Chef der Verwaltung, doch von seinem Amt
lassen will er nicht. Die Auffassungen, ob er zurücktreten soll oder
muss, verlaufen exakt entlang der Parteigrenzen. Auch im Landtag
droht die Gefahr, dass die Suche nach der Wahrheit in den Streit der
Parteien gerät. Im Innenausschuss zeichnete sich eine erste
Frontlinie ab, bei der die CDU ihren OB Sauerland rein wäscht, SPD
und Grüne dagegen die Verantwortung bei der Stadt und beim
Veranstalter Lopavent sehen. Alle Politiker, ob in Duisburg ob in
Düsseldorf, sollten sich hüten, aus der schrecklichen Tragödie
parteipolitisches Kapital zu schlagen. Es wäre klüger, sie würden die
Suche nach der Wahrheit den Staatsanwälten überlassen.

Originaltext: Neue Westfälische (Bielefeld)
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3. September 2010
#136192
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Politik

Neue Westfälische (Bielefeld) / Neue Westfälische (Bielefeld): Chefsuche ...

Neue Westfälische (Bielefeld): Chefsuche bei der NRW-CDU Start gelungen - Ende
offen CARSTEN HEIL


Bielefeld (ots) - Wo Menschen miteinander arbeiten, kann schnell
eine Atmosphäre von Neid und Missgunst entstehen. Ein falsches Wort
hier, ein nicht gesprochenes dort oder die hintertragene Information
durch einen Dritten vergiften das Klima. Persönliche Eitelkeiten und
Sensibilitäten hindern am gemeinsamen Weiterkommen. Jeder kennt das
aus seinem privaten oder beruflichen Umfeld. In der Politik sind
solche Schwierigkeiten genauso zu Hause. Sie sind sogar größer und
wahrscheinlicher, weil Politik immer auch Gerangel um die Macht ist.
Da begegnen sich alle Beteiligten noch viel eher als Konkurrenten und
nicht als Kollegen. Deshalb macht folgende spaßige Steigerung die
Runde: Feind, Erzfeind - Parteifreund. Wenn die CDU in
Nordrhein-Westfalen in diesen Wochen einen neuen Landesvorsitzenden
sucht, spielen solche Empfindlichkeiten eine wichtige Rolle. Norbert
Röttgen und Armin Laschet galten lange Zeit als eng befreundet. Diese
Freundschaft dürfte jetzt arg lädiert sein. Das absprachewidrige
Vorpreschen Laschets zusammen mit Fraktionschef Karl-Josef Laumann
und Generalsekretär Andreas Krautscheid, in dem er vor der
verabredeten Zeit seine Kandidatur erklärt hat, sorgt im
Röttgen-Lager für Verdruss. Umso bemerkenswerter, dass beide
Kandidaten sich zumindest auf offener Bühne bemühen, fair miteinander
umzugehen. Ein Grund: Die bürgerliche CDU schätzt den offenen Streit
nicht. Am Mittwoch in Münster bei der ersten von acht
Regionalkonferenzen ging es sachlich zu. Genau das ist die Chance der
am Boden liegenden NRW-CDU. Ein offener demokratischer Wettbewerb
zwischen zwei Kandidaten, die letztlich beide geeignet wären, den
Chefposten vernünftig auszufüllen, stärkt die Union und die
Demokratie. Das große Interesse der Basis, in Münster waren mehr als
800 Parteimitglieder erschienen, macht Hoffnung. Der
Mitgliederentscheid war eine gute Idee. Ob jedoch diese Hoffnung
berechtigt ist, wird sich nach der Entscheidung zeigen. Der wahre
Demokrat erweist sich nicht im Wahlkampf, sondern erst nach dem Sieg
und nach der Niederlage. Wie gehen die Ex-Kandidaten anschließend
miteinander um? Wenn der Gewinner den Verlierer einbindet und der
sich seinerseits unterordnen kann, gibt es die Chance zum Neuanfang.
Arbeiten beide weiter gegeneinander, droht der Partei die Lähmung.
Diese Gefahr ist gerade in der CDU Nordrhein-Westfalens groß. Nach
der bitter enttäuschten Hoffnung, das SPD-Stammland für weitere fünf
Jahre regieren zu können, nach der Flucht von Jürgen Rüttgers am
Wahlabend vor dem Wahlvolk ist die Partei in einer sensiblen
Situation. Demokratischer Wettbewerb tut ihr gut, interne Raufereien
können sie sehr beschädigen. Wie das ist, hat die SPD in den 90er
Jahren gezeigt. Nachdem Rudolf Scharping per Urwahl Chef wurde,
ließen seine innerparteilichen Gegner nicht locker und brachten ihn
in langem Streit zur Strecke. Eine Mitgliederbefragung allein ist
folglich keine Garantie für eine gute Zukunft.

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3. September 2010
#136194
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Politik

Mitteldeutsche Zeitung / Mitteldeutsche Zeitung: zu Karstadt

Mitteldeutsche Zeitung: zu Karstadt


Halle (ots) - Der Jubel erhält rasch einen Dämpfer, wenn man sich
anschaut, was der Milliardär Berggruen mit der insolventen
Warenhauskette vorhat. Er akzeptiert zwar den ausgehandelten
Sanierungstarifvertrag und will alle Beschäftigten halten. Doch die
angekündigte Investitionssumme von rund 70 Millionen Euro ist knapp
angesichts der Mammut-Aufgabe, die Berggruen stemmen muss: Ein
tragfähiges, modernes Warenhaus-Konzept zu entwickeln. Dabei steckt
er in einem Dilemma: Passt er das Warenangebot stärker an die
Bedürfnisse der einzelnen Standorte an, kann er im Einkauf nicht mehr
über große Mengen hohe Rabatte herausschlagen. Ohne Spezialisierung
dürfte er aber kaum Chancen im Wettbewerb haben. Es wäre deshalb
nicht abwegig, wenn sich Berggruen in rund zwei Jahren aus der
schwierigen Lage befreit, indem er die Filetstückegewinnbringend
verkauft.

Originaltext: Mitteldeutsche Zeitung
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Hartmut Augustin
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3. September 2010
#136195
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Polizei

Polizei Warendorf / POL-WAF: Trickdiebstahl in Ostbevern

POL-WAF: Trickdiebstahl in Ostbevern


Ostbevern, Erbdrostenstraße (ots) - Am Nachmittag des 03.09.2010,
gegen 16:00 Uhr, suchten zwei männliche Täter eine Gärtnerei in
Ostbevern auf und täuschten Interesse an verschiedenen Pflanzen vor.
Während einer der Täter sich im Bereich der Blumenhalle mit einer
Angestellten unterhielt, öffnete der zweite unbekannte Täter
ungestört die Kasse und entwendete Bargeld in einer niedrigen
dreistelligen Höhe. Danach verließen die beiden Trickdiebe die
Gärtnerei und entfernten sich in Richtung Engelstraße.
Täterbeschreibung: beide südländisches Aussehen, ca. 25-30 Jahre,
sprachen akzentfreies deutsch, erster Täter ca. 180 cm, schlank,
kurze dunkle, gegelte Haare, Jeans, schwarzer Pulli, zweiter Täter
trug eine dunkle Stoffhose.
Hinweise nimmt die Polizei in Warendorf entgegen.


Originaltext: Polizei Warendorf
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Hartmut Venhues
Kreispolizeibehörde Warendorf
Leitstelle
Telefon: 02581/ 600-244
Telefax: 02581/ 600-249
E-Mail: poststelle.warendorf@polizei.nrw.de

während der Bürodienstzeiten:
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Telefax: 02581/ 600-129
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3. September 2010
#136191
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