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Politik

Rheinische Post / Rheinische Post: Pflege-TÜV nutzlos

Rheinische Post: Pflege-TÜV nutzlos


Düsseldorf (ots) - Seit einem Jahr werden Pflegeheime und
ambulante Dienste überprüft. Doch das einzige greifbare Ergebnis des
Pflege-TÜVs sind Streit und Prozesse. Die Angehörigen können mit den
guten Noten, die allerorten vergeben werden, wenig anfangen. Sie
müssen sich weiterhin auf ihren eigenen Eindruck und Gespräche mit
der Heimleitung verlassen. Der Pflege-TÜV hat sein Ziel bislang
komplett verfehlt. Die Alternative kann aber nicht darin bestehen,
die unangemeldeten Überprüfungen der Heime und Dienste wieder
abzuschaffen. Vielmehr muss dringend und systematisch bei der
Bewertung nachgebessert werden. Beim Eiskunstlauf unterscheidet man
aus gutem Grund zwischen A-Note für die Technik und B-Note für die
Haltung. Eben diese Unterscheidung muss auch beim Pflege-TÜV
getroffen werden. Die Fragen, ob auf eine ausreichende
Flüssigkeitsversorgung der Patienten geachtet wird oder ob Vorsorge
vor Wundliegen getroffen wurde, zählt in die Kategorie A-Note und
muss bei der Veröffentlichung der Ergebnisse herausgestellt werden.
Die Fragen, ob die Atmosphäre in einem Heim stimmt und die
Speisekarte gut lesbar ist, sind ebenfalls wichtig, zählen aber zur
B-Note. Nur mit so viel Ehrlichkeit macht der Pflege-TÜV Sinn.

Originaltext: Rheinische Post
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2. September 2010
#135536
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Politik

Rheinische Post / Rheinische Post: Friedensschwüre

Rheinische Post: Friedensschwüre


Düsseldorf (ots) - Nun sitzen sie also wieder beisammen am
Verhandlungstisch, und binnen Jahresfrist sollen Israelis und
Palästinenser sich zusammengerauft haben, so hat es US-Präsident
Barack Obama verkündet. Der Wille mag ja Berge versetzen, aber haben
die Konfliktparteien jenseits aller Friedensschwüre überhaupt den
Willen, sich zu einigen? Man mag das bezweifeln. In Israel regiert
Benjamin Netanjahu in einer Koalition mit Ultra-Religiösen, die jedes
Zugeständnis ablehnen. Und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas kann
eigentlich nur für das Westjordanland verhandeln, während im
Gazastreifen die radikal-islamische Hamas jeden Kompromiss mit Israel
ablehnt und seine Staatsbürger ermorden lässt. Und trotzdem gibt es
da diesen Funken Hoffnung, dass die Welt am Ende doch eine
Überraschung erlebt - nach Jahrzehnten der Enttäuschungen, in denen
aber insgeheim immer weiter gefeilscht wurde. Die Unterhändler
wissen, dass natürlich palästinensische Flüchtlinge nicht massenweise
nach Israel zurückkehren können und dass Israel natürlich von der
Maximalforderung des "unteilbaren Jerusalem" wird abrücken müssen.
Die Lösungen liegen längst auf dem Tisch. Was fehlt, ist das
Vertrauen. Das muss jetzt in Washington geschaffen werden.

Originaltext: Rheinische Post
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2. September 2010
#135537
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Polizei

Polizeipräsidium Hamm / POL-HAM: Verkehrsunfallflucht

POL-HAM: Verkehrsunfallflucht


Hamm-Mitte, Santa-Monica-Platz (Parkplatz) (ots) - Heute, gg.
14:30 Uhr, parkte eine Fahrzeugführerin (älter, ca. 60-70 Jahre,
dunkelblonde Haare) ihren Pkw BMW (größeres Modell, blau) rückwärts
aus einer Parkbox (Ecke Nassauer -/Sternstraße) aus. Dabei
beschädigte sie einen geparkten VW Golf. Nach Zeugenangaben wackelte
das Fahrzeug deutlich. Trotzdem setzte die Frau ihre Fahrt fort, ohne
eine Schadensregulierung einzuleiten. Das Ergebnis der eingeleiteten
Ermittlungen an der Halteranschrift steht zurzeit noch aus. Der
Sachschaden beträgt nach vorläufiger Anschrift ca. 100.- Euro.
Weitere Zeugenangaben bitte an die Polizei Hamm unter 02381 916-0.

Originaltext: Polizeipräsidium Hamm
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Polizeipräsidium Hamm
Leitstelle
Grünstr. 10
59065 Hamm
Tel. 02381/916-0



2. September 2010
#135534
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Kunst und Kultur

Westfalen-Blatt / Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum ...

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Pflege-TÜV:


Bielefeld (ots) - In Würde altern und den Lebensabend genießen.
Diese geflügelten Worte haben mit der Realität längst nicht überall
etwas zu, wenn man Berichten Glauben schenkt, in denen von einem
Pflegenotstand und gravierenden Pflegemängeln die Rede ist. Ein
umstrittener Pflege-TÜV soll Pflegebedürftigen und Angehörigen
Orientierung geben, wenn eine Betreuung im Heim oder durch einen
Pflegedienst notwendig ist. Hierzu muss der Medizinische Dienst der
Krankenkassen 22 000 Heime und Pflegedienste bewerten. Bislang wurden
10 000 Pflegeeinrichtungen begutachtet. Kritiker meinen, dass
Einrichtungen, die in wichtigen Einzelbereichen der Pflege schlecht
abschneiden, trotzdem eine gute Gesamtnote erhalten, wenn eklatante
Mängel durch ein hübsches Zimmer oder gutes Essen ausgeglichen
werden. Die Betreuung Älterer hat in erster Linie mit ausreichender
Zeit, Zuwendung, Nächstenliebe und Barmherzigkeit zu tun. Für diese
Herzensangelegenheiten eine allgemein gültige Notenskala zu finden
ist nicht möglich. Senioren gebührt die beste Pflege, ohne Wenn und
Aber.

Originaltext: Westfalen-Blatt
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2. September 2010
#135533
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Kunst und Kultur

Westfalen-Blatt / Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum ...

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Loveparade:


Bielefeld (ots) - Drei Wahrheiten, aber kein Schuldiger: Die
Auseinandersetzung um die Verantwortung für die
Loveparade-Katastrophe ist unerträglich. Veranstalter, Stadt Duisburg
und Innenministerium schoben sich gestern im Innenausschuss des
Landtages vor aller Öffentlichkeit erneut den Schwarzen Peter zu. In
den Tagen zuvor hatten sie sich mit professioneller
Internet-Präsentation (Veranstalter) und Gutachten (Polizei und
Stadt) in Stellung gebracht. Viel Neues gab es also nicht zu
erwarten. Und doch: Die Erbärmlichkeit der Argumentation von
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland ist für Außenstehende
kaum zu ertragen. Wie mag dies erst auf die Angehörigen der Opfer
wirken? Mit den üblichen Betroffenheitsphrasen wand er sich. Trotz
»fast beispiellosen Drucks« halte er am Amt fest. Dies sei eine Form
der Aufklärung, die er den Betroffenen schuldig sei. Was das mit
Aufklärung zu tun haben soll, weiß wohl nur er selber. Versucht sich
da jemand gar als Opfer zu stilisieren? Nach dieser Vorstellung kann
eine gerichtliche Aufarbeitung der Katastrophe gar nicht schnell
genug kommen, damit diese Schauspiele ein Ende haben.

Originaltext: Westfalen-Blatt
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2. September 2010
#135532
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