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Kunst und Kultur

Flensburger Tageblatt / FT: Kommentar zur Studie Jugendsexualität 2010

FT: Kommentar zur Studie "Jugendsexualität 2010"


Flensburg (ots) - Seit mehreren Jahren schon führen uns
reißerische TV-Aufklärer in Talk- und Reality-Shows vor, wie es um
die früh erwachende Sexualität unserer Jugend bestellt ist. Diverse
andere Fernsehformate, Bücher und vermeintlich ernsthafte
Dokumentationen haben ihr übriges dazu beigetragen, Eltern besorgt in
Richtung Kinderzimmer blicken zu lassen. Kein Wunder: So wurden
ihnen doch 14-Jährige vorgeführt, die Pornofilme konsumieren,
imitieren und produzieren, 13-Jährige, die ihre Geschlechtspartner
wechseln wie andere ihre Socken, und 12-Jährige, die sich zum
wiederholten Male mit einer ungewollten Schwangerschaft abmühen. Der
"Spiegel" schrieb, dass unsere Jugend "sexuell verwahrlost statt
aufgeklärt" sei und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" titelte
"Porno statt Lego". Die Wahrheit sieht offenbar anders aus. Nicht
nur warten die meisten Teenies in Deutschland mit dem "ersten Mal",
bis sie in einer festen Partnerschaft sind. Nein, sie verhüten sogar
so gut wie nie zuvor. Es gibt sie eben doch: die normale, aufgeklärte
Jugend. Eine Jugend, die sich in ihren Grundbedürfnissen kaum von der
Elterngeneration unterscheidet, die den Sexualkundeunterricht nicht
durch Porno-Filmchen aus dem Internet ersetzt hat und die sich der
Gefahren von HIV und anderer Krankheiten bewusst ist. Die
"Pornofizierung der Gesellschaft", die quer durch die Feuilletons
der Republik analysiert wurde, findet sich bei ihr nur bei einer
kleinen Gruppe. Und vermutlich hat es diese schon immer gegeben.

Originaltext: Flensburger Tageblatt
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2. September 2010
#135541
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Wirtschaft und Börse

Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Das Schwarzer-Peter-Spiel, Kommentar ...

Börsen-Zeitung: Das Schwarzer-Peter-Spiel, Kommentar zur Einigung bei Karstadt
von Annette Becker


Frankfurt (ots) - Jedes Mal, wenn es darum geht, eine Karte aus
dem verdeckten Blatt des gegnerischen Spielers zu ziehen, schlägt das
Herz ein paar Takte schneller. Nur bloß nicht den Schwarzen Peter
ziehen! Ein nettes Kartenspiel für Kinder, bei dem erlernt wird, die
eigenen Emotionen im Zaum zu halten.

Offenbar finden aber nicht nur Kinder Gefallen an diesem Spiel,
wie die monatelangen Verhandlungen um den insolventen
Warenhausbetreiber Karstadt belegen. Denn bis zuletzt ging es darum,
den Anfang Juni zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Investor
Nicolas Berggruen geschlossenen Kaufvertrag auszuhebeln, ohne dabei
die Schuld an der im Extremfall drohenden Zerschlagung der
Warenhauskette übernehmen zu müssen. Denn für diesen Fall war
angesichts von 25000 Beschäftigten, deren Arbeitsplätze unmittelbar
gefährdet wären, Ärger mit Berlin programmiert.

Ein Szenario, das gerade für Banken wie Goldman Sachs und Deutsche
Bank - die einerseits Hauptakteure auf Seiten des
Vermieterkonsortiums Highstreet sind und sich andererseits gerne als
Regierungsberater in Finanz- und Privatisierungsfragen empfehlen -
traumatisch sein muss. Zwar hatte sich die Bundesregierung im
Frühjahr 2009 ganz bewusst gegen eine direkte Einmischung in den
Insolvenzfall Arcandor ausgesprochen, ein Freibrief für die
Verhandlungsparteien war das jedoch nicht.

So gab Goldman Sachs, die sich lange gegen die Berggruen-Offerte
stemmte, als Erste den Widerstand auf. Die Deutsche Bank bekannte
sich letztlich auch zu dem Konzept des Deutsch-Amerikaners, nachdem
dieser ihr ganz unverblümt die Schuld an der fehlenden Einigung in
die Schuhe geschoben hatte. Am Ende waren es die Geldgeber des
Vermieterkonsortiums, die den Buhmann noch ziehen konnten. Hier
machte aber der Insolvenzverwalter mit der Präsentation des
Zerschlagungsszenarios den entscheidenden Stich.

Für alle bei Highstreet Beteiligten ging und geht es um viel Geld.
Das Immobilienportfolio wurde beim Kauf mit 4,5 Mrd. Euro bewertet
und mit Krediten von 3,4 Mrd. Euro finanziert. Die Kredite, so die
damalige Milchmädchenrechnung, sollten aus den steigenden
Mieteinnahmen bedient werden. Dass sich die mit Verlust arbeitenden
Warenhäuser das auf Dauer nicht würden leisten können, war eigentlich
absehbar. Doch im Hype regiert nun einmal die Gier.

Originaltext: Börsen-Zeitung
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2. September 2010
#135540
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Polizei

Polizei Steinfurt / POL-ST: Schlußmedlung zu Verkehrsunfall mit zwei ...

POL-ST: Schlußmedlung zu Verkehrsunfall mit zwei schwer verletzten Personen in
Haddorf


Steinfurt (ots) -


Verkehrsunfall mit zwei Schwer.- und einem Leichtverletzten und
Fahren ohne Fahrerlaubnis
Wettringen, K 60, Antekojestraße
Donnerstag, 02.09.2010, 17:14 Uhr
Ein 22-jähriger Mann aus Hörstel befuhr mit einem Pkw die
Antekojestraße in Richtung Kreisstraße 60. An der Einmündung mit der
Kreisstraße 60 beabsichtigte er, nach links in Richtung Haddorf
abzubiegen. Dort kam es zum Zusammenstoß mit dem Lkw eines
23-jährigen Hareners, der die K 60 in Richtung Ohne befuhr. Hierbei
wurden der Hörsteler und seine 22-jährige Beifahrerin eingeklemmt und
schwer verletzt. Der Harener zog sich leichte Verletzungen zu.
Ermittlungen ergaben, dass der Hörsteler nicht im Besitz einer
Fahrerlaubnis ist.


Originaltext: Polizei Steinfurt
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2. September 2010
#135539
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Politik

Stuttgarter Nachrichten / Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Sarrazin

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Sarrazin


Stuttgart (ots) - Die Bundesbank macht den Anfang und die SPD
möchte gerne folgen. Thilo Sarrazin wird von den Frankfurter
Währungshütern der Stuhl vor die Tür gesetzt. Da der Bundespräsident
den Akt formal vollziehen muss, gewinnt das Ganze den Charakter einer
hochoffiziellen Ächtung. Man kann sich fragen, ob man ihm damit zu
viel Ehre antut. Immerhin wird nun garantiert der Ruf laut, hier
werde jemand abgestraft, der mutig Dinge beim Namen nenne. Was
allerdings abwegig ist. Ginge es nur um sein Aufzeigen von
Missständen bei der Zuwanderung, wäre sein Buch mäßig aufregend.
Tatsächlich hat sich die Politik zu lange nicht um das Thema
gekümmert.

Originaltext: Stuttgarter Nachrichten
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Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 - 7110
cvd@stn.zgs.de



2. September 2010
#135538
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Politik

Rheinische Post / Rheinische Post: Sarrazin und der befangene Wulff

Rheinische Post: Sarrazin und der befangene Wulff


Düsseldorf (ots) - Gerechte und Selbstgerechte (Letztere halten
Augenrollen in Talkshows anscheinend schon für ein Argument gegen
Thilo Sarrazin) haben die Schlinge um den Kopf des Provokateurs und
Noch-Bundesbankers zugezogen. Bundespräsident Christian Wulff, der
schon den Duisburger OB Sauerland allzu fix und ungeprüft schuldig
gesprochen hatte, lässt nun zum Schein neutral den Eindruck erwecken,
dass er den Entlassungsantrag zu Lasten Sarrazins in aller Sorgfalt
prüfen werde. Man müsste Wulff wegen Befangenheit ablehnen. Denn von
ihm wurde die Bank zu ihrem Antrag ermuntert. Der Präsident wird brav
liefern, was zum Beispiel die Kanzlerin von ihm erwartet - ein
vorläufig letztes Beispiel für die politische Magersucht des
Verfassungsorgans Bundespräsident im Kreis der politisch Kräftigen.
Dem Bundesbanker Sarrazin muss man nicht nachtrauern, sein
analytischer, frecher Geist war dort nie wirklich gefordert. Schade
wäre es für eine lebendige Debatte über Zuwanderung, deren Probleme
und Chancen, wenn Sarrazin vom Schreiben und öffentlichen Sprechen
ließe. Er sollte das allerdings künftig tun, ohne Menschen pauschal
als hoffnungslose Fälle herabzuwürdigen. Er müsste auch endlich
einmal zugestehen, dass bei allen Integrations-Fehlern sehr viele
Zuwanderer sehr tüchtig, sehr eingliederungswillig und -fähig waren
und sind.

Originaltext: Rheinische Post
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/30621
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

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2. September 2010
#135535
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