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19. AVA-Haupttagung vom 27. bis 30. März in Göttingen bringt Qualzucht von Nutztieren als Thema

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Auf der 19. Haupttagung der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA), der Fortbildungsgesellschaft für Tierärzte und Landwirte, wird auch die Thematik der von Tierärztekammern veröffentlichte Pressemeldungen der „Qualzucht von Nutztieren“ diskutiert. Nach §11b des Tierschutzgesetzes (1) „ist es verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch biotechnische Maßnahmen zu verändern, soweit im Falle der Züchtung züchterische Erkenntnisse oder im Falle der Veränderung Erkenntnisse, die Veränderungen durch biotechnische Maßnahmen betreffen, erwarten lassen, dass als Folge der Zucht …   (c) die Haltung nur unter Schmerzen oder vermeidbaren Leiden möglich ist oder zu Schäden führt…“.  Ist dieser §11 den Tierzüchtern und Zuchtorganisationen überhaupt bekannt, die immer „mehr Leistung“ den Nutztieren abgewinnen wollen?  Prof. Dr. Holger Martens, ein Referent der 19. AVA-Haupttagung, weist u.a. auf die fast schon“ physiologischen“ Stoffwechselerkrankungen der Hochleistungskühe -auch als „Produktionskrankheiten“ bezeichnet – hin. „Wobei die oft schon abartige Laktationssteigerung das Ergebnis von Selektion, Fütterung, Management seien“. Die tierärztliche Betreuung bekommt diese „Produktionskrankheiten“ kaum noch in den Griff. Prof. Dr. Thomas Richter, der Vorsitzender des Ausschusses Tierschutz der Bundestierärztekammer (BTK) ist der Ansicht, dass die „Optimierung der wirtschaftlich wichtigen Körperfunktionen“ auch beim Schwein zu tierschutzrelevanten Leiden führen können. 
Die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern kam auf einer Pressekonferenz anlässlich der Grünen Woche 2019 in Berlin zu dem Schluss, dass „dem Tierschutz bei der Nutztierzüchtung nur dann Raum gegeben wird, wenn die Verlustrate, durch Zucht auf zu einseitige Leistungsparameter, zu groß wird“.
Auch die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) hat u.a. in der 2017 veröffentlichten Göttinger Erklärung und auf verschiedenen Veranstaltungen zu „Hochleistungstieren“ auf die z. T. „überforderten“ Kühe und deren „Produktionskrankheiten“ hingewiesen, was vehement u.a. vom Deutschen Bauernverband und Züchtungsgesellschaften in diesen AVA-Veranstaltungen dementiert wurde. Sinngemäße Reaktion: „Überforderte Kühe sind nur Opfer von Managementfehlern…“, was von Seiten vieler Tierärzte so nicht gesehen wird. 
Auf der 19. AVA-Haupttagung vom 27. bis 30. März 2019 haben Tierärzte*innen die Gelegenheit zu diesen und vielen anderen Themen mit den Referenten intensiv zu diskutieren, um letztendlich Lösungen zu finden, dem Tierschutz, dem Tierwohl und auch den Forderungen der Verbraucher gerecht zu werden. Als Gastredner wird am 28.3. der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Hans-Joachim Fuchtel, der in Vertretung von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner an der AVA-Tagung teilnimmt, den Tierärzten*innen u.a. zum Thema „Qualzucht von Nutztieren“ Rede und Antwort stehen. Eigentlich ein absolutes Muss für die Tierärzte und Tierärztinnen in der Betreuung von Nutztieren in der Landwirtschaft.
Alle weiteren Infos zur AVA-Haupttagung auf der Homepage der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unter www.ava1.de 
Zur Information: Die AVA ist eine Fortbildungsgesellschaft mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung und der Verteilung von Informationen für den landwirtschaftlichen und tiermedizinischen Bereich. Gleichzeitig ist die AVA ein Forum für Landwirte und Tierärzte, das die Herausforderungen der Produktion gesunder Nahrungsmittel in den nächsten Jahrzehnten in den Blick nimmt.
 
»Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie ist es, die Probleme der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft und Tierhaltung zu erörtern. Wir wollen gemeinsam Wege finden, um tiergerecht, praxisbezogen und verbraucherorientiert zu arbeiten. AVA-Fortbildungen helfen Arzneimittel sparen!« Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der AVA, Steinfurt, Burgsteinfurt
 
 
Ernst-Günther Hellwig 
Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) EG Hellwig
Wettringer Straße 10 –  D 48565 Steinfurt-Burgsteinfurt
fon: +49-(0)2551- 7878   fax: +49-(0)2551-83 43 00 
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